Donnerstag, 25. Oktober 2007

Kranken Füßen werden Beine gemacht

Dritter Gefäßtag an Asklepios Klinik in Weißenfels - Wundzentrum wird im November eröffnet

Kranken Füßen werden Beine gemacht

Weißenfels/MZ. Die Asklepios-Kliniken Weißenfels-Hohenmölsen haben am Sonnabend zum dritten Gefäßtag, der deutschlandweit stattfindet, eingeladen. Rund 100 Besucher, darunter Patienten des Hauses, interessierte Bürger und Mediziner der Region, nutzen das Angebot der Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie.

Das so genannte diabetische Fußsyndrom bildet dabei den Schwerpunkt der Vorträge durch Fachärzte. "Hervorgerufen durch die Zuckerkrankheit, von der in der BRD knapp zehn Millionen Menschen betroffen sind, kommt es als Begleiterscheinung auch zu Durchblutungsstörungen", erklärt Oberärztin Anne Kitze. Die wiederum würden dazu führen, dass die Betroffenen Schmerzen nicht spüren und Infektionen häufig viel zu spät bemerken. Zehen- und Fußamputationen seien die Folge. Etwa 28 000 Mal im Jahr wären diese Operationen in Deutschland notwendig. "Wir wollen uns deshalb an Raucher, ältere Menschen und Zuckerkranke wenden, um sie noch mehr aufzuklären", so Kitze.
Um den Kranken schneller und intensiver helfen zu können, werde deshalb an den Asklepios-Kliniken eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Hausarzt, der Gefäßchirurgie, dem Diabetologen und Radiologen praktiziert.

"Wir sind in der glücklichen Situation, dass am 1. November an der Klinik in Weißenfels das erste Wundzentrum eröffnet werden kann", sagt Diabetologe Dr. Karsten Milek. Hautärzte, Gefäßchirurgen, Radiologen und Diabetologen werden hier Hand in Hand arbeiten. "Wir sind damit in der Lage, den Patienten, die ohnehin schlecht zu Fuß sind, die Wege zum Arzt zu verkürzen", so Milek.

Helga Meinhardt aus Kleinhelmsdorf hört das gern. Die 68-jährige zuckerkranke Frau liegt seit September in der Klinik für Gefäßchi-rurgie. Zwei Zehen mussten ihr abgenommen werden. "Ich brauche die medizinische Hilfe sicher noch sehr lange", vermutet die Seniorin. Auch Helga Kitze aus Weißenfels gehört zu jenen Patienten, die sich einer Amputation unterziehen mussten. "Die Erfahrung war schlimm", schildert die 69-Jährige und fügt hinzu: "Ich will jetzt nichts auslassen, mich über alles informieren, was mich gesund erhält." Extra zum Gefäßtag angebotene Vorsorgeuntersuchungen, wie Zuckertests und Lauftraining, wolle sie nutzen.

Artikel von Petra Wozny, erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung vom 22.10.2007

Freitag, 28. September 2007

Changing Diabetes

Gesundheitsinitiative Changing Diabetes in Berlin geht zu Ende / Berliner unterstützen die Kampagne von Novo Nordisk

Berlin (ots) - Wie bewege ich mich richtig? Wie ernähre ich mich am gesündesten? Drei Tage lang drehte sich im Changing Diabetes Bus in Berlin alles um diese Themen. Changing Diabetes ist das Motto, mitdem das Aufklärungsmobil des weltweit größten Insulinherstellers NovoNordisk seit über einem Jahr um die Welt tourt. Allein in Deutschlandgibt es zurzeit 6,6 Millionen Menschen mit Typ 2 Diabetes. Die Zahl der nicht erkannten Fälle wird auf bis zu 1,5 Millionen geschätzt. Ziel der Kampagne von Novo Nordisk ist es, die Bevölkerung über das Thema Diabetes und dessen Auswirkungen zu informieren und dadurch denVerlauf der Stoffwechselstörung langfristig zum Positiven zu verändern, die Folgeerkrankungen zu verzögern bzw. die Entstehung desDiabetes zu vermeiden. Deshalb erfahren die Besucher im Bus, was sie über die Prävention und Früherkennung der Volkskrankheit wissen müssen. Neben vielen Tipps und der ausführlichen Beratung durch Experten, gab es am Brandenburger Tor und auf dem Alexanderplatz zahlreiche Mitmach-Aktionen, etwa den persönlichen Diabetesrisiko-Test. An der so genannten "Mess-Station" ließen sich Hunderte von Berlinern bei Herrn Dr. Mahmoud Sultan, Herrn Dr. Wolfgang Kohn, Frau Dr. Sabine Beutner und Herrn Dr. Peter Stoll und den jeweiligen Diabetes-Teams den Blutzucker messen. Ein Magnet war die Power-Food-Station, an der Vertreter der Nationalmannschaft der Köche das interessierte Publikum zum Nachkochen animierten. Menschen mit Diabetes mellitus dürfen in der Regel alles essen, sollten aber auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung achten. "Pumpernickel,frische Kräuter und gebratene Kürbisecken, wir produzieren eine knackige, fettarme Küche, um auch dem Altersdiabetes vorzubeugen", sagte Kochprofi Thomas Pfau.

Der Diabetologe Dr. Karsten Milek machte deutlich: "Das Horrorszenario ist schon geschrieben", sagt er im Aufklärungsbus. "Inden USA hat eines von drei Kindern Diabetes. Deshalb dürfen wir Fastfood nicht immer nur verteufeln, sondern müssen Initiativen bringen". Der Diabetologe fordert Ernährungskunde als Schulfach und betont, dass Kinder mit Diabetes dringend Vorbilder brauchen. Dr. Milek lobt den britischen Fernsehkoch Jamie Oliver, der sich für gesundes Schulessen begeistert. Und in den USA isst das Krümelmonsterin der "Sesamstraße" mittlerweile keine Kekse mehr, sondern Gemüse.

Novo Nordisk unterstützt mit seiner Changing Diabetes World Tour die internationale UNite for Diabetes-Kampagne, mit deren Hilfe es gelang, das Thema Diabetes als erste Krankheit nach AIDS auf die Tagesordnung der Vereinten Nationen zu bringen. Nach dem Stopp in Berlin setzt der Bus seine Initiative in Großbritannien und Schottland fort und trifft zum Weltdiabetestag am 14. November in NewYork vor dem UN-Gebäude ein.

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Herausgeber:Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz

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Novo Nordisk Pharma GmbH

Donnerstag, 6. September 2007

Blutzuckertests laufen im Rathaus en gros

16. Zeitzer Diabetikertag: Tradition der Selbsthilfegruppen wird fortgesetzt - Hunderte nutzen Informationsangebot

Blutzuckertests laufen im Rathaus en gros
Die Zeitzer Diabetes-Selbsthilfegruppen wollen intensivere Kontakte zu Gruppen im Raum Weißenfels und Naumburg knüpfen. Dies kündigten sie beim 16. Diabetikertag im Zeitzer Rathaus an. Viele Zuckerkranke nutzten die Veranstaltung, um sich zu informieren.

Zeitz/Weißenfels/MZ. Während Schwester Gudrun Bergner einer Frau ins Ohr piekst, um an einen Tropfen Blut für die Blutzuckerbestimmung zu gelangen, wartet schon der nächste darauf.

"In Vorträgen hören wir immer Neues."  Klaus Seidel, Diabetiker
Die Diabetes-Assistentin von der Diabetologischen Schwerpunktpraxis von Dr. Karsten Milek in Hohenmölsen nimmt nicht zum ersten Mal am Zeitzer Diabetikertag teil. Sich hier zu informieren, ist auch dem Wetterzeuber Ehepaar Hannelore und Klaus Seidel wichtig. 1997 wurde die Krankheit bei ihnen festgestellt. Zu Hannelore Seidels Alltag gehört die tägliche Tabletteneinnahme. "Ich muss viermal am Tag Insulin spritzen", sagt Klaus Seidel. "In Vorträgen hören wir immer Neues."

Von der Diät- und Diabetes-Assistentin Heidi Bauer lässt sich Margarete Weigert den Blutzuckerwert kontrollieren. Der ist in Ordnung, Frau Weigert atmet auf. "Ich habe Angst vor Diabetes", gibt sie zu. Es herrscht schon gleich zur Eröffnung der Messe am Morgen im Rathaus Andrang. Dr. Ute Haack-Schneider, die Leiterin der Sonnen-Apotheke, die die Veranstaltung für die Zeitzer Diabetes-Selbsthilfegruppen wieder organisiert hat, ist zufrieden. Dass den Besuchern gleich am Eingang ein Diät-Schwarzbier angeboten wird, gehört für sie dazu. Schließlich werden auf der Messe auch für Diabetiker geeignete Lebensmittel präsentiert. Insulinproduzierende Firmen, Hersteller von Geräten zur Blutzuckerselbstkontrolle stellen sich und ihre Produkte vor. Auch Hinweise zur Mundhygiene gibt es durch Mitarbeiter der Zahnarztpraxis Friedrich/Hauffe, auf die sich ebenfalls ein Vortrag von Dr. Anja Ratzmann, Oberärztin der Zahnklinik der Universität Greifswald, bezieht. Im zweiten Vortrag widmet sich der Erfurter Diabetologe Dr. Reiner Lundershausen neuen Behandlungsmethoden gegen Typ-2-Diabetes. Ehe sich der Zeitzer Heinrich Thiel einem Vortrag widmet, unterzieht sich der Mann, der seit 25 Jahren mit der Zuckerkrankheit lebt, bei der Podologin Margit Vattes einer Fußinspektion.

"Wir wollen auch im Raum Weißenfels und Naumburg Gruppen erfassen, um Betroffenen zu helfen und Kontakte zu vermitteln. ", kündigt Monika Küßner, die Leiterin der Kontaktstelle der Selbsthilfegruppen Zeitz, schließlich an. Zum Diabetikertag verkauft sie Lose der Wohlfahrtspflege. 40 Prozent des Tombola-Erlöses kommen den Selbsthilfegruppen zugute.

Artikel von Karin Großmann, erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung vom 04.09.2007 

Samstag, 5. Mai 2007

Neues Medikament für Zuckerkranke

9. Hohenmölsener Diabetikertag - Besucher können sich testen lassen - Buntes Programm

Hohenmölsen/MZ. Morgen findet von 10 bis 13 Uhr im Diabetes-Schulungszentrum Hohenmölsen der 9. Diabetikertag statt.

MZ-Mitarbeiterin Petra Wozny sprach dazu mit dem Leiter der Einrichtung, Dr. Karsten Milek.

Moment mal
Das MZ-Interview

Was ist denn das Anliegen dieses Tages?
Milek: Wir möchten jungen und alten Patienten zeigen, dass das Leben mit der Zuckerkrankheit lebenswert sein kann. Dazu gehört neben einer modernen Therapie auch das Erlernen einer grundlegend gesunden Lebensführung mit dieser Krankheit.
Was wird geboten?

Milek: Natürlich kann der Besucher unser Diabeteszentrum besuchen, sich mit den vielen Experten an den Ständen unterhalten und sich auf den neuesten Stand der Behandlung bringen lassen. So werden wir erstmals ein völlig neues Medikament vorstellen, das erst seit einem Monat auf dem Markt ist. Das dürfte von Interesse sein.

Der Diabetikertag erfreut sich seit fast einem Jahrzehnt ungebrochenen Zuspruchs. Woran liegt das?

Milek: Diabetes ist längst zu einer Volkskrankheit geworden. Fast jede Familie ist davon betroffen. An solch einem Tag ist Gelegenheit, sich zu informieren, unter Gleichen zu sein, vielleicht auch, sich als Gesunder einmal testen zu lassen. Die Gäste kommen aus dem Umkreis zwischen Gera in Thüringen und dem sächsischen Leipzig.

Wie viele Besucher erwarten Sie?

Milek: Unser Team ist auf einen Ansturm von 750 bis 1 000 Gästen vorbereitet.

Wie viele Menschen haben eigentlich Diabetes?

Milek: Die Medizin geht von etwa acht Prozent der Bevölkerung aus. In Deutschland sind demnach rund zehn Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Schlimm ist, dass die Patienten immer jünger werden. Durch die Politik und die Krankenkassen wurde die Situation erkannt.

Wie stellt sich der Landkreis darauf ein?

Milek: Mit dem Umzug der Diabetesstation in die Asklepiosklinik nach Weißenfels ab Mitte des Jahres werden sich zum einen die Bedingungen der ambulanten Versorgung für die Patienten in Hohenmölsen verbessern - die Fläche wird einfach größer. Zum anderen werde ich auch eine Praxis in Weißenfels eröffnen.

Interview von Petra Wozny, erschienen  in der Mitteldeutschen Zeitung vom 04.05.2007