Samstag, 5. Mai 2007

Neues Medikament für Zuckerkranke

9. Hohenmölsener Diabetikertag - Besucher können sich testen lassen - Buntes Programm

Hohenmölsen/MZ. Morgen findet von 10 bis 13 Uhr im Diabetes-Schulungszentrum Hohenmölsen der 9. Diabetikertag statt.

MZ-Mitarbeiterin Petra Wozny sprach dazu mit dem Leiter der Einrichtung, Dr. Karsten Milek.

Moment mal
Das MZ-Interview

Was ist denn das Anliegen dieses Tages?
Milek: Wir möchten jungen und alten Patienten zeigen, dass das Leben mit der Zuckerkrankheit lebenswert sein kann. Dazu gehört neben einer modernen Therapie auch das Erlernen einer grundlegend gesunden Lebensführung mit dieser Krankheit.
Was wird geboten?

Milek: Natürlich kann der Besucher unser Diabeteszentrum besuchen, sich mit den vielen Experten an den Ständen unterhalten und sich auf den neuesten Stand der Behandlung bringen lassen. So werden wir erstmals ein völlig neues Medikament vorstellen, das erst seit einem Monat auf dem Markt ist. Das dürfte von Interesse sein.

Der Diabetikertag erfreut sich seit fast einem Jahrzehnt ungebrochenen Zuspruchs. Woran liegt das?

Milek: Diabetes ist längst zu einer Volkskrankheit geworden. Fast jede Familie ist davon betroffen. An solch einem Tag ist Gelegenheit, sich zu informieren, unter Gleichen zu sein, vielleicht auch, sich als Gesunder einmal testen zu lassen. Die Gäste kommen aus dem Umkreis zwischen Gera in Thüringen und dem sächsischen Leipzig.

Wie viele Besucher erwarten Sie?

Milek: Unser Team ist auf einen Ansturm von 750 bis 1 000 Gästen vorbereitet.

Wie viele Menschen haben eigentlich Diabetes?

Milek: Die Medizin geht von etwa acht Prozent der Bevölkerung aus. In Deutschland sind demnach rund zehn Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Schlimm ist, dass die Patienten immer jünger werden. Durch die Politik und die Krankenkassen wurde die Situation erkannt.

Wie stellt sich der Landkreis darauf ein?

Milek: Mit dem Umzug der Diabetesstation in die Asklepiosklinik nach Weißenfels ab Mitte des Jahres werden sich zum einen die Bedingungen der ambulanten Versorgung für die Patienten in Hohenmölsen verbessern - die Fläche wird einfach größer. Zum anderen werde ich auch eine Praxis in Weißenfels eröffnen.

Interview von Petra Wozny, erschienen  in der Mitteldeutschen Zeitung vom 04.05.2007