Freitag, 28. September 2007

Changing Diabetes

Gesundheitsinitiative Changing Diabetes in Berlin geht zu Ende / Berliner unterstützen die Kampagne von Novo Nordisk

Berlin (ots) - Wie bewege ich mich richtig? Wie ernähre ich mich am gesündesten? Drei Tage lang drehte sich im Changing Diabetes Bus in Berlin alles um diese Themen. Changing Diabetes ist das Motto, mitdem das Aufklärungsmobil des weltweit größten Insulinherstellers NovoNordisk seit über einem Jahr um die Welt tourt. Allein in Deutschlandgibt es zurzeit 6,6 Millionen Menschen mit Typ 2 Diabetes. Die Zahl der nicht erkannten Fälle wird auf bis zu 1,5 Millionen geschätzt. Ziel der Kampagne von Novo Nordisk ist es, die Bevölkerung über das Thema Diabetes und dessen Auswirkungen zu informieren und dadurch denVerlauf der Stoffwechselstörung langfristig zum Positiven zu verändern, die Folgeerkrankungen zu verzögern bzw. die Entstehung desDiabetes zu vermeiden. Deshalb erfahren die Besucher im Bus, was sie über die Prävention und Früherkennung der Volkskrankheit wissen müssen. Neben vielen Tipps und der ausführlichen Beratung durch Experten, gab es am Brandenburger Tor und auf dem Alexanderplatz zahlreiche Mitmach-Aktionen, etwa den persönlichen Diabetesrisiko-Test. An der so genannten "Mess-Station" ließen sich Hunderte von Berlinern bei Herrn Dr. Mahmoud Sultan, Herrn Dr. Wolfgang Kohn, Frau Dr. Sabine Beutner und Herrn Dr. Peter Stoll und den jeweiligen Diabetes-Teams den Blutzucker messen. Ein Magnet war die Power-Food-Station, an der Vertreter der Nationalmannschaft der Köche das interessierte Publikum zum Nachkochen animierten. Menschen mit Diabetes mellitus dürfen in der Regel alles essen, sollten aber auf eine ausgewogene und vollwertige Ernährung achten. "Pumpernickel,frische Kräuter und gebratene Kürbisecken, wir produzieren eine knackige, fettarme Küche, um auch dem Altersdiabetes vorzubeugen", sagte Kochprofi Thomas Pfau.

Der Diabetologe Dr. Karsten Milek machte deutlich: "Das Horrorszenario ist schon geschrieben", sagt er im Aufklärungsbus. "Inden USA hat eines von drei Kindern Diabetes. Deshalb dürfen wir Fastfood nicht immer nur verteufeln, sondern müssen Initiativen bringen". Der Diabetologe fordert Ernährungskunde als Schulfach und betont, dass Kinder mit Diabetes dringend Vorbilder brauchen. Dr. Milek lobt den britischen Fernsehkoch Jamie Oliver, der sich für gesundes Schulessen begeistert. Und in den USA isst das Krümelmonsterin der "Sesamstraße" mittlerweile keine Kekse mehr, sondern Gemüse.

Novo Nordisk unterstützt mit seiner Changing Diabetes World Tour die internationale UNite for Diabetes-Kampagne, mit deren Hilfe es gelang, das Thema Diabetes als erste Krankheit nach AIDS auf die Tagesordnung der Vereinten Nationen zu bringen. Nach dem Stopp in Berlin setzt der Bus seine Initiative in Großbritannien und Schottland fort und trifft zum Weltdiabetestag am 14. November in NewYork vor dem UN-Gebäude ein.

Originaltext: Novo Nordisk Pharma GmbHDigitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/21280Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_21280.rss2

Herausgeber:Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz

Pressekontakt:3K Agentur für Kommunikation GmbH Telse Friccius / Bianca EichnerWiesenau 3660323 Frankfurt am MainTel.: 069/97 17 11 19Fax: 069/97 17 11 22E-Mail: info@3k-komm.de

Novo Nordisk Pharma GmbH

Donnerstag, 6. September 2007

Blutzuckertests laufen im Rathaus en gros

16. Zeitzer Diabetikertag: Tradition der Selbsthilfegruppen wird fortgesetzt - Hunderte nutzen Informationsangebot

Blutzuckertests laufen im Rathaus en gros
Die Zeitzer Diabetes-Selbsthilfegruppen wollen intensivere Kontakte zu Gruppen im Raum Weißenfels und Naumburg knüpfen. Dies kündigten sie beim 16. Diabetikertag im Zeitzer Rathaus an. Viele Zuckerkranke nutzten die Veranstaltung, um sich zu informieren.

Zeitz/Weißenfels/MZ. Während Schwester Gudrun Bergner einer Frau ins Ohr piekst, um an einen Tropfen Blut für die Blutzuckerbestimmung zu gelangen, wartet schon der nächste darauf.

"In Vorträgen hören wir immer Neues."  Klaus Seidel, Diabetiker
Die Diabetes-Assistentin von der Diabetologischen Schwerpunktpraxis von Dr. Karsten Milek in Hohenmölsen nimmt nicht zum ersten Mal am Zeitzer Diabetikertag teil. Sich hier zu informieren, ist auch dem Wetterzeuber Ehepaar Hannelore und Klaus Seidel wichtig. 1997 wurde die Krankheit bei ihnen festgestellt. Zu Hannelore Seidels Alltag gehört die tägliche Tabletteneinnahme. "Ich muss viermal am Tag Insulin spritzen", sagt Klaus Seidel. "In Vorträgen hören wir immer Neues."

Von der Diät- und Diabetes-Assistentin Heidi Bauer lässt sich Margarete Weigert den Blutzuckerwert kontrollieren. Der ist in Ordnung, Frau Weigert atmet auf. "Ich habe Angst vor Diabetes", gibt sie zu. Es herrscht schon gleich zur Eröffnung der Messe am Morgen im Rathaus Andrang. Dr. Ute Haack-Schneider, die Leiterin der Sonnen-Apotheke, die die Veranstaltung für die Zeitzer Diabetes-Selbsthilfegruppen wieder organisiert hat, ist zufrieden. Dass den Besuchern gleich am Eingang ein Diät-Schwarzbier angeboten wird, gehört für sie dazu. Schließlich werden auf der Messe auch für Diabetiker geeignete Lebensmittel präsentiert. Insulinproduzierende Firmen, Hersteller von Geräten zur Blutzuckerselbstkontrolle stellen sich und ihre Produkte vor. Auch Hinweise zur Mundhygiene gibt es durch Mitarbeiter der Zahnarztpraxis Friedrich/Hauffe, auf die sich ebenfalls ein Vortrag von Dr. Anja Ratzmann, Oberärztin der Zahnklinik der Universität Greifswald, bezieht. Im zweiten Vortrag widmet sich der Erfurter Diabetologe Dr. Reiner Lundershausen neuen Behandlungsmethoden gegen Typ-2-Diabetes. Ehe sich der Zeitzer Heinrich Thiel einem Vortrag widmet, unterzieht sich der Mann, der seit 25 Jahren mit der Zuckerkrankheit lebt, bei der Podologin Margit Vattes einer Fußinspektion.

"Wir wollen auch im Raum Weißenfels und Naumburg Gruppen erfassen, um Betroffenen zu helfen und Kontakte zu vermitteln. ", kündigt Monika Küßner, die Leiterin der Kontaktstelle der Selbsthilfegruppen Zeitz, schließlich an. Zum Diabetikertag verkauft sie Lose der Wohlfahrtspflege. 40 Prozent des Tombola-Erlöses kommen den Selbsthilfegruppen zugute.

Artikel von Karin Großmann, erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung vom 04.09.2007