Donnerstag, 18. September 2008

Ein Diätbier und mehr für Diabetiker

Guter Rat im Rathaus: Betroffene erfahren an Messeständen viel Wissenswertes.

Ein Diätbier und mehr für Diabetiker

Das Rathaus von Zeitz hatte am Sonnabend seine Türen für den Diabetikertag weit geöffnet. Viele Betroffene kamen, um sich einen guten Rat zu holen. So wurden die Zuhörer durch Oberarzt Dr. Hans Ulrich Seume, langjährig tätig im Klinikum Zeitz und erprobter Diabetes -Therapeut, neugierig gemacht, für sich selbst zu prüfen, ob sie möglichst oft die richtige Menge Insulin zur richtigen Zeit am richtigen Ort haben. Der zweite Vortag von Susanne Milek, Medizinpädagogin aus Hohenmölsen und auch tätig an der christlichen Akademie für Gesundheitsberufe Halle, versuchte klarzumachen, dass Diabetes heute eine gut beherrschbare Erkrankung ist. Die kleine Vortragsreihe klang in diesem Jahr ganz anders aus: mit musikalischer Umrahmung per Video. Kinder, die selbst an Diabetes erkrankt sind, machten den zumeist älteren Zeitzer Zuhörern mit ihrem fröhlichen Lied Mut, sich der Erkrankung noch besser zu stellen.

Barbara Cornelius, Doris Nass, Regina Nowak, Margret Strohbach und Familie Theilig waren am Stand der Zeitzer und Droyßiger Selbsthilfegruppen im Deutschen Diabetiker Bund zu finden. Aktive Mitglieder der Gruppen bereiten den Diabetikertag jedes Jahr gründlich vor. Natürlich warben sie auch für eine Mitgliedschaft in der Gruppe, denn der Nachwuchs fehlt auch hier.

Mit einer Flasche Bier verließ Roland Mager das Rathaus. Das gab es am Stand der Köstritzer Brauerei. Schon zum zweiten Mal stelle man dieses Diätprodukt hier vor, erklärte André Simon. Wichtig war ihm, den Besuchern den Unterschied zwischen Bier, alkoholfreiem und Diätbier zu erklären. Die Resonanz an dem kleinen Stand war gut. Weil es schon wichtig sei, wie Mager erklärte, dass man als Diabetiker nicht auf alles verzichten müsse.


Artikel von Angelika Andräs, erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung am 15.09.2008