Freitag, 22. Mai 2009

Bunte Richtkrone weht über dem Diabetes-Zentrum

Karsten Milek eröffnet in sechs Wochen neue Praxis mitten in Hohenmölsen. Barrierefreies Wohnen entsteht daneben.

Bunte Richtkrone weht über dem Diabetes-Zentrum

HOHENMÖLSEN/MZ - An der Pforte 5 heißt die neue Adresse des diabetologischen Zentrums in Hohenmölsen. Weithin sichtbar ist, wo es steht, weist doch seit Montagabend die Richtkrone den Weg direkt neben den Spillerplatz. Der Mediziner Karsten Milek zeigte sich nicht ungeschickt. Wie gewohnt salopp, schlug der Linkshänder den Nagel in einen Dachbalken. Aus der bekannten Umgebung im Asklepioskrankenhaus in Hohenmölsen muss er ausziehen. Die Einrichtung wird abgerissen, darum die Eine-Million-Euro-Investition. Nun wolle er zeigen, dass sich in Hohenmölsen auch etwas bewegt. "Wir sind hier etabliert und wir bleiben hier", zeigte sich Milek entschlossen. Er hofft, dass vom medizinischen Zentrum in der Stadt noch andere Einrichtungen profitieren. "Jetzt ist Kampfgeist gefordert", krempelte er symbolisch die Ärmel hoch. Im Juli soll bereits die untere Etage des Plattenbaus eröffnet werden. Der bekannte Diabetologe samt acht seiner Mitarbeiter nehmen dann den Dienst auf.

Architekt des Neubaus ist Michael Braun. "Die Arbeiten haben im November vergangenen Jahres begonnen. Im Januar wurden die Bauanträge eingereicht. Dank guter Zusammenarbeit mit der Behörde konnte der Spatenstich bereits am 26. Januar erfolgen", schildert er. Das diabetologische Zentrum wird behindertengerecht gebaut. Neben einem großen Warteraum, dem Rezeptionsbereich, Sanitärräumen und vier Behandlungszimmern findet der Patient beziehungsweise Besucher in der ersten Etage die Lehrküche und einen großen, teilbaren Schulungsraum. Gestern begann für die Männer der Firma Peisker Bau aus Taucha und die Subunternehmen der Region der Innenausbau. Bis Pfingsten soll der Estrich eingebracht worden sein. Noch vor der Einweihung des Hauses wird die ehemalige Schule, die sich direkt daneben befindet, abgerissen. Architekt Braun denkt, dass noch im Sommer mit dem Bau der Wohnanlage gegenüber des Arztzentrums begonnen wird. Hier entstehen 32 barrierefreie Wohnungen. 26 sind vergeben.


Artikel von Petra Wozny, erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung am 20.05.2009