Sonntag, 21. November 2010

Weltdiabetestag 2010 in Berlin

Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag. Im Berliner Congress Centrum fand dazu eine Veranstaltung mit Vorträgen, Mitmachaktionen und einem Gesundheitsmarkt statt. Höhepunkte waren unter anderem eine Prominentenrunde, der erste "Weltdiabetestag-Walk" und die Illumination des Brandenburger Tores.


Video von wissen gesundheit tv --> LINK, zum ansehen bitte klicken

Samstag, 20. November 2010

Am 14. November stand das Berliner Congress Center (bcc) ganz im Zeichen von Diabetes: Auf der nationalen Veranstaltung der Dachorganisation diabetesDE konnten sich die 5.000 Besucher über die Volkskrankheit umfassend informieren. Diabetesspezialist Novo Nordisk bot HbA1c-Messungen, einen mit der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) entwickelten Risiko- und Lebensqualitäts-Check für Menschen mit Typ 2 Diabetes, Informationen über Insulinpens und das „Changing Diabetes® Konzept an. Im Anschluss an die Veranstaltung im bcc nutzten zahlreiche Besucher die Möglichkeit, am 1. Weltdiabetestags-Walk teilzunehmen.

Pressemitteilung von NovoNordisk am 15.11.2010, WEITERLESEN --> LINK zur Meldung, bitte klicken

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Arzt kommt mit neuesten Erkenntnissen aus USA

ZEITZ/MZ. Mit Blumenstrauß und Köfferchen verlässt Dr. Karsten Milek am Sonnabendvormittag eilig den Saal des Zeitzer Rathauses. Soeben hat der niedergelassene Diabetologe aus Hohenmölsen in einem gut besuchten Vortrag über neueste Therapieansätze bei der Behandlung der Zuckerkrankheit berichtet.
 
"Ich komme gerade aus Minneapolis in den USA zurück und bringe neueste Erkenntnisse mit, die sich bald auch hier durchsetzen werden", erzählt der anerkannte Mediziner schnell, während sich die Besucher rundherum an den verschiedensten Ständen des Diabetikertages informieren. So werde es bald ein Gerät geben, das den Magen passend stimuliert und auf den Blutzucker wirkt, informiert Milek. Ebenso werde es mit einem Gerät möglich sein, den Blutzuckerwert über sieben Tagen hinweg zu kontrollieren. Am Bauch angebracht, könne es in der Nacht warnen, wenn der Wert zu niedrig ist.
Interessante Nachrichten auch für Beate Schütz. Die 68-Jährige leidet seit zehn Jahren an Diabetes und muss sich seit sechs Jahren spritzen. "Das ist eine schleichende Krankheit. Viele wissen nicht genug darüber, und hier wird man wirklich gut informiert", sagt die Zeitzerin, während sie mit einem Piekser in das Ohr ihren Blutzuckerwert ermitteln lässt. Diesmal, so fügt sie hinzu, sei das Angebot noch besser als im letzten Jahr.
Zum 19. Mal findet am Sonnabend der Diabetikertag in Zeitz statt. Ein zweiter Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Diabetes und dem Sehvermögen der Betroffenen. An zahlreichen Ständen auf zwei Etagen des Rathauses bieten die verschiedensten Partner, vom Podologen über den Apotheker bis zum Augenarzt, ein umfassendes Spektrum an Informationen rund um die Stoffwechselerkrankung. Dabei ist auch Simone Ruh, Diabetesassistentin am Georgius-Agricola-Klinikum in Zeitz. Dort erhalten Betroffene Schulungen zum alltäglichen Umgang mit der Krankheit, zum richtigen Spritzen, zu Ernährung und Sport und zu möglichen Folgeerkrankungen. "Wir sind zufrieden mit der Resonanz auf den Diabetikertag. Jede Menge Informationsmaterial ist schon über den Tisch gegangen", sagt die Schwester vom Klinikum.
Eine Einschätzung, die am Mittag auch Dr. Ute Haack-Schneider, Vorstandsmitglied des Deutschen Diabetikerbundes, Selbsthilfegruppen Zeitz, teilt: "Hier zeigen sich die guten Kontakte zahlreicher Aussteller zum Diabetikerbund. Die Mühen der Vorbereitung haben sich gelohnt."

Artikel von Andreas Richter auf mz-web.de, 5.9.2010

Donnerstag, 30. September 2010

Bleib gesund! - Ausgabe September 2010

Liebe Patienten,



unser Projekt für an Diabetes Typ I erkrankte Kinder und Jugendliche, der KiDS-KURS, war mal wieder im Fernsehen!



Der Beitrag war bei "Bleib gesund! - Das Gesundheitsmagazin der AOK B&B" am 29. September um 14:30 h bei TV Berlin zu sehen. Wer da gerade keine Zeit hatte, kann sich den Auszug aus der Sendung hier anschauen:

Donnerstag, 26. August 2010

Fernsehbeitrag von Ute Mueller-Schlomka

Link zur Sendung: ZIBB

Thema der Sendung: Diabetes bei Kindern
Typ-1-Diabetes betrifft meist Kinder und Jugendliche und erfordert tägliche Insulinzufuhr. Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit.


Bei Diabetes stuft das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse plötzlich als gefährliche Fremdlinge ein. Das Immunsystem kämpft solange gegen die Zellen des Organs, bis sie fast vollständig zerstört sind. In der Folge kann kein Insulin mehr produziert werden. Insulin ist ein Hormon, das Zucker aus dem Blut filtert und den Körperzellen zuführt. Ist der Blutzuckerspiegel zu hoch (ab 7,5 Millimol pro Liter) ist der "Treibstoff" nicht in den Körperzellen angekommen. In der Folge können Nerven absterben. Im schlimmsten Fall kann ein Zuckerschock auch zum Koma führen, wodurch akute Lebensgefahr besteht. Als Ursachen für die chronische Krankheit vermuten Wissenschaftler eine vorausgegangene Virusinfektion mit Masern-, Mumps- oder Rötelnviren. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Bei 10 bis 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren mit Diabetes Typ 1 sind Mutter oder Vater ebenfalls zuckerkrank. Diabetes Typ 1 erfordert eine lebenslange Insulinzufuhr und ist nach bisherigem Wissensstand nicht heilbar.

Zu Gast im Studio war Dr. Karsten Milek, Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, Diabetologe, Sportarzt und Arzt für Ernährungsmedizin.

Dienstag, 15. Juni 2010

Den Teufelskreis der Gewichtszunahme durchbrechen

Artikel aus Medical Tribune · 45. Jahrgang · Nr. 23 · 11. Juni 2010, LESEN --> LINK zum Artikel, bitte klicken

Samstag, 1. Mai 2010

Nutzenbewertung: Schon die Begrifflichkeit ist absurd!


Der niedergelassene Diabetologe Dr. med. Karsten Milek: „Nutzenbewertung: Schon die Begrifflichkeit ist absurd!“

Diabetes-Journal: Im aktuellen Beschlussvorschlag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) empfiehlt dieser, Harn- und Blutzuckerteststreifen von der Verordnung auszuschließen – und zwar bei jenen Diabetikern, die nicht mit Insulin behandelt werden. Die Diabetes-Experten von diabetesDE, DDG, VDBD und DDS sehen darin negative Konsequenzen für 4,7 Mio. Diabetiker in Deutschland. Wie sehen Sie das als Mensch, der im Alltag mit vielen Betroffenen zu tun hat?

Dr. Karsten Milek: Jeden Tag sitzen in meiner Praxis genau diese Patienten und zeigen ihre Tagebücher, diskutieren die Werte und beweisen eindrucksvoll, dass sie hier nicht nur eine Dokumentation betreiben, sondern durchaus aus den Blutzuckerwerten Verhaltensweisen für den Alltag entwickeln, die letztendlich sich auch auf die Stoffwechsellage auswirken. Es geht hier bei der Selbstkontrolle nicht nur um Insulindosisanpassung oder Hypoglykämie, sondern um mehr – jeder Patient mit Diabetes sollte dadurch besser und effektiver in seine eigene Diabetestherapie eingebunden werden können.

DJ: Der G-BA nutzt als Basis seines Beschlussvorschlages eine Nutzenbewertung des IQWiG (A 05/08). Die oben genannten Expertenverbände nennen diese Nutzenbewertung „unzureichend“. Es fallen Stichworte wie „methodisch falsch“, unzureichende Bewertung patientengerechter Qutcomes etc. Kann es sein, dass eine solche Nutzenbewertung die Diabetikerversorgung in Deutschland rigoros verändert?

Milek: Durchaus. Und die Folgen sind absehbar, wir werden wertvolle Zeit verlieren und später mehr Aufwand betreiben müssen in der Diabetestherapie – mit höheren Kosten! Durch die Verbände diabetesDE, DDG, VDBD und DDS steht in der Gesamtheit ein enormes Expertenwissen zur Verfügung – die geäußerte Kritik an der Nutzenbewertung des IQWiG ist aus meiner Sicht mehr als fundiert.

DJ: Die Verbände fordern in ihrer Stellungnahme, dass 50 Teststreifen pro Quartal Verordnungsfähig bleiben (Typ 2 ohne Insulin) – sowie Schulung zum richtigen Umgang mit der Selbstkontrolle. Unterstützen Sie eine solche Forderung?

Milek: Diese Forderung ist nur zu unterstreichen. In der Behandlung des Diabetes mellitus stellen neben der Ernährung, Bewegung und medikamentösen Therapie die Schulung und Selbstkontrolle eine eigene Therapiesäule dar. Das ist eigentlich als große Errungenschaft
zu werten – die Erfolge sind unstrittig.

DJ: Die Expertenverbände schreiben: „Es ist davon auszugehen, dass einkommensschwächere Personen bei Kosten für Endverbraucher von aktuell ca. 0,55 – 0,75 Euro pro  Blutzuckertestung den Erwerb von Blutzuckerteststreifen nicht selbst finanzieren können.“ Ist das auch Ihre Meinung?

Milek: Gerade die jetzige gesundheitspolitische Lage erfordert von chronisch Kranken zunehmend auch größere finanzielle Aufwendungen. Viele unserer Patienten haben bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, sich ganz sicher weiteren Belastungen nicht stellen zu können, sie werden sich schlichtweg die Teststreifen nicht leisten können.

DJ: Thema schnellwirkende Insulinanaloga bei Typ-1-Diabetes: Hier fordern die Experten, Kinder und Jugendliche sowie Insulinpumpenträger von dem Erstattungsausschluss auszuschließen. Wie ist Ihre Meinung hierzu?

Milek: Hier gibt es nur eine Antwort – natürlich muss unseren betroffenen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu den kurzwirkenden Analoga ermöglicht werden. Schon die Begrifflichkeit „Nutzenbewertung“ im Zusammenhang mit Kindern ist aus meiner Sicht absurd. Hier darf es einfach keine Einschränkung des therapeutischen Angebotes geben. Das ist eine gesellschaftspolitische Frage.

DJ: Vom 19.4. datiert der IQWiG-Abschlussbericht zu den langwirksamen Insulinanaloga bei Typ-1-Diabetes. Fazit: „Keine Belege für Zusatznutzen im Vergleich zu Humaninsulin.“ Ist das auch Ihre persönliche Erfahrung als Arzt?

Milek: Zahlreiche meiner Patienten sind nunmehr verunsichert, befürchten eine Umstellung und brachten nochmals ihre positiven Erfahrungen mit den Analoga zum Ausdruck. Die eigenen Erfahrungen als Arzt können nur ein Kopfschütteln zu diesem Bericht hervorrufen. Es passt zur Arbeitsweise des IQWiG, dass in der Bewertung kein Zusatznutzen gesehen wird, obwohl es durchaus die deutlich bessere Studienlage hinsichtlich der langwirksamen Analoga bei nächtlichen Hypoglykämien anerkennen muss. Es wird hier besonders deutlich, welchen Auftrag offensichtlich das IQWiG hat.

DJ: In der Pressemitteilung zu dem genannten Abschlussbericht (19.4.) werden „zwar Unterschiede“ konstatiert (Lebensqualität und Therapiezufriedenheit) oder an anderer Stelle „weniger schwere Hypoglykämien“ registriert – dies dann aber abgetan mit methodischen Mängeln oder damit, dass das Humaninsulin nicht so eingesetzt worden sei, wie es in Deutschland für eine optimierte Behandlung üblich ist. Geht Ihnen da als Diabetes-Experte nicht der Hut hoch?


Milek: Wenn man nun schon in der Auswahl der berücksichtigten Studien nicht nachvollziehbare Maßstäbe anlegt und dann doch „Unterschiede“ konstatieren muss – dann wird eben das Ergebnis einfach in Frage gestellt. Außerdem stellen die Lebensqualität und Therapiezufriedenheit der Patienten beim IQWiG ganz sicher keine relevante Bewertungsgrundlage dar, so viel haben wir – sowohl die Betroffenen als auch die Behandler – doch schon gelernt. Und da geht einem ganz sicher nicht nur der Hut hoch!

(Die Fragen an Dr. Karsten Milek hat Günter Nuber gestellt.)

Interview erschienen im Diabetes-Journal am 01.05.2010

Donnerstag, 29. April 2010

Goethes Faust im Nacken

Der Diabetologe Dr. Karsten Milek zitiert zu den geplanten Sparmaßnahmen an Diabetikern aus dem Werk des großen deutschen Dichters.

Wie jedes Jahr wieder findet auch diesmal traditionell kurz nach dem Osterfest der nunmehr 12. Hohenmölsener Diabetestag statt: Über 500 Gäste besuchen die Veranstaltungen und durchströmen die Stände, so dass sich eigentlich die Zeilen des Osterspazierganges aufdrängen:

„Ich höre schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel, zufrieden jauchzet groß und klein. Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein."

Doch irgendwie erscheint Fausts Vision … und so verbringt, umrungen von Gefahr, hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr … in diesem Jahre passender.

Wo umringen uns die Gefahren? Fangen wir bei der Kindheit an:

Da ist die 14-jährige Anna, die stolz ihren roten Pass präsentiert – im letzten Jahr lief alles super, kein HbA1c über 7,5 Prozent! Sie hat seit acht Jahren ihren Typ 1, seit vielen Jahren spritzt sie kurzwirkende Analoga und kommt damit wohl "cool" zurecht. Wie sagt das Kind so treffend: „Ich habe vielleicht nicht immer so die richtigen Werte, aber mit dem Insulin kann ich wenigstens mit meinen Freunden im Eiscafé den Eisbecher essen, ohne auf den Spritz-Ess-Abstand groß achten zu müssen, das ist ein gutes Gefühl." – Und nun muss sie sich ernsthaft Sorgen machen, dass ihr genau dieses Analoginsulin nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Wo umringen uns die Gefahren? Setzen wir beim Manne fort:

Der 53-jährige Bauarbeiter sieht sich fragend um. Ob es wirklich stimmt, dass "sein Insulin" für die Nacht in Frage gestellt wird? Ja, es stimmt, der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Vorlage gegeben, die womöglich sehr bald dazu führen wird, dass er wieder umgestellt wird – da das langwirkende Analogon dann von den Kassen nicht erstattet wird. „Soll es dann mit den Hypos wieder losgehen?", fragt er.

Wo umringen uns die Gefahren?

Eine Greisin ist sie nicht, die rüstige Rentnerin; mit ihren 74 Jahren ist sie noch sehr aktiv. Auch sie zeigt ihr „Zuckerheft", um sich Hilfe zu holen. Sie spritzt noch nicht, kontrolliert ihre Werte und hat schon so manche Lehre aus den Profilen ziehen können. Traurig berichtet sie nun davon, dass ihr Arzt die Streifen nicht mehr aufschreiben darf. Ihr Mann ist in Pflege, die Rente reicht ganz sicher nicht, um zusätzlich Blutzuckerteststreifen zu kaufen. Es tröstet sie auch nicht das Lob des Arztes, wie gut sie mit ihrer Erkrankung umgeht.

Im Blickwinkel des Diabetologen zeigen sich auf diesem Diabetestag also viele Sorgenfalten. Doch wie schreibt Goethe dann weiter:
Ein Sumpf zieht am Gebirge hin, verpestet alles schon Errungene; den faulen Pfuhl auch abzuziehn, das letzte wäre das Höchsterrungene.
Also lassen Sie uns alle den faulen Pfuhl abziehen, lassen Sie uns gemeinsam eine Plattform betreten, damit die Stimmen der Betroffenen gehört werden! Die Anna, der Bauarbeiter und die rüstige Rentnerin sind nicht allein. Diese Plattform ist bereits entstanden, mit diabetesDE: Hier sind Ärzte, Diabetesberater, Patienten, Apotheker und Wissenschaftler vertreten – jeder mit seinen Kompetenzen. Nur so wird es möglich sein, politisch erhört zu werden, die richtigen Antworten und Ressourcen zu finden, um im nächsten Jahr auf dem Diabetestag sagen zu können:

Solch ein Gewimmel möcht ich sehn, auf freiem Grund mit freiem Volke stehn!

Dr. Karsten Milek, Diabetologe
An der Pforte 5
06679 Hohenmölsen

Beitrag im Diabetes-Journal, 29.04.2010

Dienstag, 2. März 2010

Camp D - Schnuppern erlaubt


Er selbst bezeichnet sich als vom Diabetes infiziert, der Diabetologe
Dr. Karsten Milek, der bei my Camp D einen Vortrag über „Gold, Silber, Mellitus – jeder kann Sport treiben“ hielt. Sein Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit Diabetes fit zu machen – im Leben, in der Schule und im Beruf.

Für Dr. Milek ist der erlebnisorientierte Ansatz von my Camp D ein guter Weg, um jungen Menschen zu helfen, mit ihrem Diabetes zu leben. Auch bei der Berufsfi ndung gilt es, Kinder und Jugendliche so früh wie möglich zu unterstützen und ihnen wertvolle Tipps zu geben. Deshalb engagiert sich Dr. Milek nicht nur beim Girls Day, sondern bietet auch, wann immer es geht, Schülerpraktika und sogar Hospitationen in seiner Praxis an. Für ihn ist es ganz wichtig, dass die „Kids“, wie er sagt, „aufstehen und losgehen, um die Welt zu entdecken und den Horizont zu öffnen.“ Wobei er ihnen den Tipp gibt, in der Schule wie bei der Berufswahl erst immer zu sich selbst hinzuschauen und genau zu fragen, was passt zu mir – und dann erst den Diabetes anzupassen. Und was die Berufsplanung angeht: Da hört Dr. Milek oft Wünsche wie „Doc, ich möchte Diätassistentin oder Krankenschwester oder Dokumentationsassistentin werden.“. Und das ist überhaupt nicht abwegig! Jugendliche mit Typ 1 Diabetes müssen sehr diszipliniert sein, um mit ihrem Diabetes gut umgehen zu können – und das wird von vielen Arbeitgebern geschätzt. So erhält Dr. Milek immer wieder Anrufe von Krankenkassen, aber auch von größeren Firmen in der Region, die Menschen mit Behinderung einstellen müssen, mit der Bitte, ihnen geeignete Jugendliche mit Typ 1 Diabetes für eine Ausbildung zu empfehlen. Wohl wissend, dass diese ausgesprochen leistungsfähig sind und sich flexibel einsetzen lassen. Die guten Erfahrungen und gezeigten Leistungen der bereits ausgebildeten Jugendlichen haben hier Partnerschaften entstehen lassen. Generell gilt, auch mit Diabetes mellitus Typ 1 ist – mit wenigen Einschränkungen – beruflich eigentlich fast alles möglich!

Artikel aus camp fire 01/2010, WEITERLESEN --> LINK zum Artikel, hier klicken