Montag, 23. Januar 2012

So gesund sind Ballaststoffe für den Darm

Artikel von Maria Haas aus Apotheken Umschau vom 2.1.201, lesen --> LINK

Sonntag, 22. Januar 2012

Vorzeitige Wechseljahre: Mit Mitte 30 in die Menopause

Artikel von Anne-Bärbel Köhle, erschienen bei baby-und-familie.de am 24.10.2011, lesen --> LINK

Mittwoch, 18. Januar 2012

Donnerstag, 12. Januar 2012

Diabetes im Alter - Therapie an den Menschen anpassen

Artikel erschienen bei diabetesgate.de am 30.12.2011, lesen --> KLICK

Mittwoch, 11. Januar 2012

Typ-1-Diabetes mellitus: Ungesunder Schlaf stört den Blutzucker

Artikel erschienen bei aerzteblatt.de am 2.1.2012, lesen -->; KLICK

Dienstag, 10. Januar 2012

Mit Sport zu einem längeren Leben

Schon 15 Minuten täglich erhöhen die Lebenserwartung

Ein beliebter Vorsatz zum Neuen Jahr ist es, mehr für die Gesundheit zu tun. Dabei hilft die neue Erkenntnis, dass bereits eine Viertelstunde Bewegung am Tag die Lebenserwartung um drei Jahre verlängern kann. Dies ergab jetzt eine große Studie mit mehr als 400.000 Teilnehmern. „Wer sich aufrafft, wird belohnt – und senkt damit sein Risiko sowohl für einen Schlaganfall, als auch für Herzkrankheiten, Krebs und Diabetes“, ermuntert Professor Hans-Christoph Diener, Neurologe am Universitätsklinikum Essen.
Für die Untersuchung wurden in den Jahren 1996 bis 2008 in Taiwan mehr als 400.000 Frauen und Männer bei jährlichen Reihenuntersuchungen nach der Dauer und Intensität ihrer körperlichen Aktivitäten befragt. Anschließend hatte man die Studienteilnehmer anhand dieser Angaben in fünf Gruppen eingeteilt: inaktive Menschen, die sind in ihrer Freizeit überhaupt nicht bewegten, und solche mit niedriger, mittlerer, hoher und sehr hoher Aktivität. Im Durchschnitt acht Jahre lang verfolgten die Wissenschaftler um Chi Pang Wen von den Nationalen Gesundheitsforschungsinstituten in Zhunan den Gesundheitszustand der Studienteilnehmer und verglichen dann, wie viele Menschen in den fünf Gruppen gestorben waren.

Schon für die Gruppe mit geringer Aktivität – die Teilnehmer hatten sich durchschnittlich nur 92 Minuten pro Woche oder 15 Minuten am Tag bewegt – konnten die Ärzte einen erheblichen Nutzen für die Gesundheit nachweisen: Gegenüber den trägen Studienteilnehmern war ihre Sterberate um 14 Prozent geringer und sie hatten – umgerechnet auf ein Alter von 30 Jahren – eine im Durchschnitt um drei Jahre höhere Lebenserwartung. Als die Wissenschaftler die Daten nach verschiedenen Todesarten aufschlüsselten, konnten sie zeigen, dass bereits das Mindestmaß an Bewegung von einer Viertelstunde täglich mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für Krebs, Gefäßerkrankungen, Herzleiden, Schlaganfällen und Diabetes einherging.
Die Statistiken der Forscher betätigten auch frühere Erkenntnisse, wonach das Erkrankungsrisiko immer weiter sinkt, je mehr man sich bewegt: Die Gesamtsterblichkeit nahm mit jeder weiteren Viertelstunde täglicher Aktivität um vier Prozent ab, die Krebssterblichkeit um ein Prozent. „Nachdem frühere Untersuchungen bereits einen erheblichen Nutzen für die Gesundheit durch 2,5 Stunden körperliche Aktivität pro Woche belegt haben, sind diese neueren Daten auch für weniger willensstarke Menschen eine gute Nachricht“, kommentiert Diener das Ergebnis. „Wer sich zum Neuen Jahr ein bisschen mehr Bewegung vornimmt, hat gute Chancen, Silvester noch ein paar Mal öfter feiern zu können.“

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie vom 23.12.2011

Montag, 9. Januar 2012

Deutscher Diabetiker Bund richtet Sugar-Hotline ein

Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) bietet als größte Selbsthilfeorganisation neben seinem Rechtsberatungsnetz nun weitere professionelle Unterstützung für Diabetiker und Angehörige an. Auf Initiative des DDB wurde in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer des Hilfswerks für jugendliche Diabetiker Uwe Scharf vor Kurzem eine Sugar-Hotline ins Leben gerufen, berichtet der DDB.

Dabei handelt es sich um einen professionellen, dauerhaft zur Verfügung gestellten Telefondienst, der Kinder und Jugendliche mit Diabetes sowie deren Eltern unterstützt. In der telefonischen Beratung werden insbesondere auf den pädagogischen Part und die sich daraus ergebenden Problemlagen in der Familie eingegangen. Diese Fragen prägen den Alltag im Hilfswerk für jugendliche Diabetiker, sodass eine zuverlässige und fachlich kompetente Beratung möglich ist. 
Mit der Sugar-Hotline soll betroffenen Familien ermöglicht werden, ihre Probleme vor Ort selbst lösen zu können. Sie soll begleiten und helfen, die Situation der Eltern und Kinder zu verstehen. Über die Hotline hinaus beabsichtigen die Landesverbände des Deutschen Diabetiker Bundes Seminartage an den Wochenenden vor Ort anzubieten. Betroffene Familien können mit den Mitarbeitern des Hilfswerks persönlich ins Gespräch kommen und Anregungen erhalten, den eigenen Alltag besser zu bewältigen. Sollten sich zwingende Bedürfnisse entwickeln, eine Familientherapie durchzuführen, ist auch das möglich.
„Schuld“ ist das Social-Media-Netzwerk Facebook. Dort meldete sich eine besorgte Mutter mit einem „Hilferuf“ in einer der Diabetes-Gruppen Deutscher Diabetiker Bund/Diabetes Typ1 zu Wort. Die Gruppen auf Facebook sind vergleichbar mit Internetforen, in denen reger Erfahrungsaustausch unter Diabetikern herrscht. Die Mutter schrieb, dass sie sich große Sorgen um ihre Tochter mache, die sich ihrer Meinung nach nicht ausreichend um ihren Diabetes kümmere. Ratsuchend schlossen sich ihr zahlreiche weitere Mütter an, die auch Schwierigkeiten haben, die richtige Balance zwischen zu viel und zu wenig Sorge um ihre Kinder zu finden.
Nun kam dem DDB-Vorsitzenden Dieter Möhler die Idee einer Sugar-Hotline. Der Vorsitzende ist selbst seit seiner Kindheit Typ-1-Diabetiker und weiß, dass dieses Thema immer wieder Fragen, Diskussionen und Ratlosigkeit entstehen lässt. Er nahm Kontakt zum Geschäftsführer des Hilfswerks für jugendliche Diabetiker, Uwe Scharf, auf, der gern bereit war, dem DDB mit einer telefonischen Beratung für betroffene Familien unterstützend zur Seite zu stehen. Auch alle Landesverbände waren sich einig, das Projekt gemeinsam schnellstmöglich anzugehen.
Quelle: BD 4/2011, 29.12.11

Samstag, 7. Januar 2012

Neue Nationale Versorgungsleitlinie Diabetische Neuropathie

DDG fordert umfassendere Versorgung bei Nervenschäden
Von den hierzulande über sieben Millionen Menschen mit Diabetes mellitus entwickeln etwa 30 Prozent eine Neuropathie. Die mit der Nervenschädigung einhergehenden Beschwerden sind vielfältig: Sie reichen von Schmerzen an Füßen und Beinen, dem Verlust von Druck- und Schmerzempfinden, Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Beschwerden, wie Pulsrasen und Schwindel bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Hinzu kommen aber auch Durchfälle und Verstopfung, Störungen am Harntrakt und auch sexuelle Störungen wie erektile Dysfunktion. Frühzeitig erkannt und richtig behandelt, können schwerwiegende Folgen wie Amputationen an den unteren Extremitäten zu einem großen Teil vermieden werden. Die nun veröffentlichte „Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) Neuropathie bei Diabetes“ richtet sich an alle Ärzte, die Menschen mit Diabetes behandeln. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), deren Leitlinien der NVL als Quell-Leitlinien zugrunde liegen, erhofft sich davon eine bessere Versorgungsqualität. 


Nervenschäden im Rahmen eines Diabetes entstehen infolge eines über lange Zeit erhöhten Blutzuckers. Betroffen sind sowohl Typ-1-Diabetiker als auch Typ-2-Diabetiker. Diabetische Neuropathien befallen das willkürliche (sensomotorische) und das unwillkürliche (autonome) Nervensystem. „Die dadurch beeinträchtigten Nervenfunktionen führen zu Fußkomplikationen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gastrointestinal- und Urogenital-Erkrankungen und sind nicht nur gefährlich, sondern nicht selten von starken Schmerzen begleitet“, erläutert der DDG-Pressesprecher Professor Dr. med. Andreas Fritsche aus Tübingen. Dies schränke die Lebensqualität der Patienten erheblich ein. „Um ihnen wirksam helfen zu können, müssen wir individuell und fachübergreifend betreuen“, so Fritsche.

Ziel der Nationalen Versorgungsleitlinie ist es, die Versorgung von Patienten mit Diabetes und Neuropathie durch evidenzbasierte diagnostische und therapeutische Handlungsanweisungen zu verbessern. Diagnostik, Therapie, Früherkennung und Prävention sind die thematischen Schwerpunkte der Leitlinie. Neben einer sektorübergreifenden Behandlung kommt „Psychosozialen Aspekten und Komorbiditäten“ ein besonderer Stellenwert zu: „Wenn ein Arzt beispielsweise über Lebensstiländerungen spricht, sollten alle anderen Erkrankungen berücksichtigt werden“, sagt DDG-Präsident Professor Dr. med. Stephan Matthaei aus Quakenbrück. Verminderte Lebensqualität – zum Beispiel durch chronische Schmerzen oder belastende Störungen des Sexuallebens – gehöre laut Deutscher Diabetes Gesellschaft ebenso zum Arzt-Patient-Gespräch wie Fragen nach der subjektiven Hierarchie der Beschwerden.

„Wichtig ist, dass die Leitlinie auch Schnittstellen in der Versorgungsstruktur betrachtet“, betont Professor Matthaei. So werde darin klar definiert, wo der Allgemeinmediziner die medizinische Grundversorgung abdeckt, und wann er zum Lotsen wird, der an den Facharzt überweist. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Patient seinen HbA1c-Zielwert oder die vereinbarten Blutdruckwerte nicht erreicht. Dann sollte die Überweisung zum Diabetologen erfolgen. Einen wichtigen Akzent legt die Leitlinie auf die medikamentöse und die nicht-medikamentöse Schmerztherapie. An einen Schmerztherapeuten sollte der Arzt spätestens dann überweisen, wenn sechs Wochen nach Beginn einer Schmerztherapie keine Besserung eintritt.

Herausgeber der Nationalen Versorgungsleitlinie sind die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Die Nationale Versorgungsleitlinie Neuropathie bei Diabetes entstand unter maßgeblicher Mitarbeit der DDG-Mitglieder Professor Dr. med. Manfred Haslbeck, München, Professor Dr. med. Rüdiger Landgraf, München, und Professor Dr. med. Dan Ziegler, Düsseldorf.

Die NVL Neuropathie bei Diabetes steht zum Download bereit: LINK

Pressemitteilung der DDG vom 22.12.2012

Mittwoch, 4. Januar 2012

Deutsche wissen wenig über Diabetes-Risiko

Was weiß die deutsche Bevölkerung über Diabetes und mögliche Folgeerkrankungen? Wie sieht im Vergleich dazu der Wissenstand in anderen europäischen Ländern aus? Die Ergebnisse einer repräsentativen Gallup-Umfrage, die im Auftrag des forschenden Pharmaunternehmens Novo Nordisk durchgeführt wurde, zeigen erhebliche Wissenslücken.

Rund 4000 repräsentativ ausgewählte Teilnehmer aus acht europäischen Ländern beantworteten Fragen rund um Diabetes, Symptome und Früherkennung, mögliche Begleiterkrankungen sowie zum Lebensstil. Die Ergebnisse weisen deutlich auf den Bedarf weiterer Informations- und Aufklärungsanstrengungen zum Thema Diabetes hin.


Deutschland: Diabetes-Symptome häufig nicht bekannt
Die Umfrageergebnisse für Deutschland zeigen lückenhafte Kenntnisse über Anzeichen und Ursachen einer Diabeteserkrankung. Die Befragten sind in Bezug auf Diabetes-Symptome unsicher und wenig informiert. Nur 19% sehen beispielsweise in häufigem Harndrang ein mögliches Zeichen für Diabetes. Dieses Symptom gilt in Verbindung mit anderen Symptomen (u.a. vermehrter Durst, Müdigkeit) als deutlicher Hinweis auf eine vorliegende Erkrankung.


Wenig geläufig: Schlaganfall und Herzerkrankungen als mögliche Diabetes-Folgen
Die Wahrscheinlichkeit für medizinische Komplikationen ist bei Menschen mit Diabetes – trotz Fortschritten in der Therapie – weiterhin höher als bei Nicht-Betroffenen. Tatsächlich ist das Schlaganfallrisiko für Diabetespatienten mit Bluthochdruck verdoppelt.1
Viele deutsche Teilnehmer der Umfrage kennen sich bei diesem Thema wenig aus. So wissen 55% nicht, dass Diabetes Schlaganfälle verursachen kann. Nur die Hälfte der Befragten stimmt zudem der Aussage zu, dass Diabetes zu Herzerkrankungen führen kann. Kardiovaskuläre Erkrankungen sind eine der Haupttodesursachen bei Diabetes.2


Erhöhtes Diabetes-Risiko bei jedem vierten Deutschen
Wie groß ist das Diabetes-Bewusstsein bei Risikogruppen? Jeder vierte der deutschen Teilnehmer der Umfrage weist, so die Gallup-Ergebnisse, ein mäßiges bis hohes Risiko auf, an Diabetes zu erkranken. Hierfür wurden die Teilnehmer auf Basis des nationalen Diabetes-Risiko-Tests befragt. Dieser Test ermittelt das Risiko bei Personen zwischen 35 und 65 Jahren, innerhalb von fünf Jahren an Typ 2 Diabetes zu erkranken.3-5
Jedoch fehlt in der Hochrisikogruppe oft das Wissen über diese Gefährdung. So gehen 38% dieser Befragten nicht davon aus, ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Diabetes zu haben. Bei 26% wurde der Blutzuckerspiegel noch nie getestet. In Hochrisikogruppen besteht eine besondere Gefahr, dass ein Diabetes längere Zeit unentdeckt bleibt. Nur wenige gaben an, professionelle medizinische Empfehlungen oder Unterstützung, etwa in Bezug auf Ernährung (11%), körperliche Bewegung (6%) oder allgemein zum Lebensstil (6%), erhalten zu haben.


Mehr Information und Aufklärung notwendig
Wie wichtig verstärkte Anstrengungen in der Prävention und Früherkennung, aber auch für die Versorgung von Menschen mit Diabetes nach wie vor sind, zeigen die folgenden Ergebnisse: In Deutschland gab nur die Hälfte der Befragten mit Diabetes (51%) an, über ihr erhöhtes Risiko bereits vor ihrer Diabetes-Diagnose informiert worden zu sein. Hätten diese Personen rechtzeitig an einem Programm zur Lebensstil-Änderung teilgenommen, wäre bei vielen der Ausbruch der Erkrankung möglicherweise verzögert oder vermieden worden – in der finnischen Diabetes-Präventions-Studie wurde dies für 58% der Risikopatienten gezeigt.6

Auch im Hinblick auf die Behandlung bestehen Wissenslücken: Die Frage, ob bei einem niedrigen Zuckerspiegel im Blut Insulin gegeben werden müsse, beantwortet ein Drittel aller Befragten in den europäischen Ländern falsch mit „Ja“ (Deutschland 19%).

Vergleich: Wissenstand in anderen europäischen Ländern
Die wichtigsten Ergebnisse: Insgesamt wurden nur 36% der Menschen mit Diabetes in den Teilnehmer-Ländern über einen besseren Umgang mit der Krankheit aufgeklärt (Deutschland 46%). Vor allem in Spanien, Frankreich und Polen liegt das Wissen um Folgeerkrankungen bei Diabetes unter den durchschnittlichen Kenntnissen. Ermutigend ist, dass bereits im Durchschnitt 61% mit einem Blutzuckertest auf eine Diabetes-Erkrankung oder einen hohen Blutzuckerspiegel geprüft wurden, allerdings fallen diese Zahlen für die Niederlande (55%), Deutschland (49%) und Großbritannien (48%) deutlich ab.


Über die Gallup-Umfrage
Die web-basierte Erhebung wurde im September und Oktober 2011 in acht europäischen Ländern durchgeführt: Deutschland, Italien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Polen, Dänemark und die Niederlande. Je 500 nach demografischen und sozioökonomischen Faktoren repräsentative Personen pro Land (insgesamt 4.012 Teilnehmer) beantworteten Fragen zu Ursachen, Risiken und Komplikationen bei Diabetes.

1 Haffner SM et al. Mortality from coronary heart disease in subjects with type 2 diabetes and in nondiabetic subjects with and without prior myocardial infarction. New England Journal of Medicine 1998; 339: 229-234
2 International Diabetes Federation. The Diabetes Atlas. Fifth Edition. Brussels: International Diabetes Federation 2011
3 Schulze MB et al: An accurate risk score based on anthropometric, dietary, and lifestyle factors to predict the development of type 2 diabetes. Diabetes Care 30:510-515
4 Lindstrom J, Tuomilehto J. The Diabetes Risk Score: A practical tool to predict type 2 diabetes risk. Diabetes Care 2003; 26: 725-731
5 http://drs.dife.de/

Pressemitteilung der NovoNordisk Pharma GmbH vom 15.12.2012

Sonntag, 1. Januar 2012

Zuzahlungsbefreiungen für 2012

Für Diabetiker und andere chronisch Kranke liegt die Grenze bei 1 Prozent

Patienten, die Mitglied in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind, sollten sich schon jetzt bei ihren Kassen über Zuzahlungsbefreiungen für 2012 informieren. Die aktuellen Bescheinigungen laufen mit Ende des Kalenderjahres 2011 aus. Darauf weist die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hin. Ist vom Arzt auf dem Rezept kein Befreiungsvermerk eingetragen und legt der Patient auch in der Apotheke keinen entsprechenden Bescheid vor, sind die Apotheken gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen im Auftrag der Krankenkassen einzusammeln und an sie weiterzuleiten.

Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind grundsätzlich zuzahlungsbefreit. Volljährige Versicherte müssen dagegen bei vielen Leistungen zugunsten der Krankenkasse zuzahlen (z. B. Arztbesuch, Krankenhausbehandlung, Fahrkosten, Heil- und Hilfsmittel). Bei den Arzneimitteln belaufen sich die Zuzahlungen auf 10 Prozent des Preises des Arzneimittels. Mindestens sind es 5 Euro und höchstens 10 Euro. Es sind jedoch nie mehr als die eigentlichen Kosten des Arzneimittels vom Patienten zu entrichten.

Nach Erreichen der Belastungsgrenze von 2 Prozent des Jahresbruttoeinkommens (1 Prozent bei chronisch kranken Menschen) können sich Versicherte durch ihre gesetzliche Krankenkasse auf Antrag von der Zuzahlung befreien lassen. Insgesamt sind 7,2 Mio. Patienten in Deutschland zuzahlungsbefreit, darunter 6,8 Mio. chronisch kranke Menschen (Belastungsgrenze: 1 Prozent des Jahresbruttoeinkommens) und 0,4 Mio. Patienten, die die Belastungsgrenze von 2 Prozent ihres Einkommens überschritten haben.

Die Apotheken sind darauf vorbereitet, Quittungen über Zuzahlungen auszustellen, in ein Sammelheft einzutragen oder - bei Kundenkarten - Sammelquittungen am Jahresende auszudrucken. Sobald die Belastungsgrenze innerhalb eines Kalenderjahres erreicht ist, kann man sich einen Befreiungsbescheid ausstellen lassen. Erfahrungsgemäß bieten einige Kassen ihren Versicherten zum Jahresende einen Antrag für das Folgejahr an: Infrage kommende Patienten zahlen die errechnete Belastungsgrenze dann als Vorauszahlung.

Pressemitteilung der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vom 9.12.2012