Samstag, 31. März 2012

Kindern in XXL droht Diabetes Typ 2

Artikel erschienen bei focus.de am 24.03.2012, lesen --> KLICK

Mittwoch, 28. März 2012

Reis erhöht Risiko für Diabetes mellitus Typ 2

Artikel erschienen bei aerzteblatt.de am 19.03.2012, lesen --> KLICK

Dienstag, 27. März 2012

Marktcheck von Foodwatch zu sog. "Kinderlebensmitteln" ist unseriös

Die Ergebnisse des vom Unternehmen Foodwatch verfassten Reports zu sog. "Kinderlebensmitteln" halten einer näheren Überprüfung nicht stand. Der Report ist aus Sicht der Lebensmittelwirtschaft einseitig und die daraus abgeleiteten Forderungen sind überzogen. Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. rügt als Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft folgende Punkte:

- Die Auswahl der sog. "Kinderlebensmittel" durch eine eher unmethodische Recherche ist willkürlich und folgte offenbar nur dem Ziel, möglichst viele Produkte in eine "rote" also negative Kategorie einsortieren zu können. So existiert beispielsweise keine Definition von "Kinderlebensmitteln". Zudem werden zahlreiche der genannten Produktkategorien wie etwa Frühstücksflocken zu mehr als 80% von Erwachsenen verzehrt.


- Die von Foodwatch genannte Zahl von 1.514 "Kinderlebensmitteln" täuscht darüber hinweg, dass der Anteil sog. "Kinderlebensmittel" am Gesamtsortiment nur sehr klein ist. Vergleicht man diese Zahl mit dem Angebot von rund 100.000 Artikeln in einem durchschnittlich großen Supermarkt, so machen "Kinderlebensmittel" gerade einmal 1,5 % aus.


- Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Übergewicht bei Kindern zahlreiche Ursachen hat. Eine der wichtigsten sind dabei Bewegungsmangel und der gesamte Lebensstil. So bewegen sich vor allem Kinder und Jugendliche heute deutlich weniger als vor zehn oder 20 Jahren. Es ist deshalb falsch, kindliches Übergewicht allein auf die Ernährung zurück zu führen und hierfür wiederum ausschließlich die Lebensmittelwirtschaft verantwortlich zu machen.


- Foodwatch verkennt, dass es keine "gesunden" oder "ungesunden" Lebensmittel gibt, sondern nur eine unausgewogene oder ausgewogene Ernährung. In einer ausgewogenen Ernährung haben auch sog. "Kinderlebensmittel" ihren Platz. Die von Foodwatch erhobenen Forderungen, ausschließlich "ausgewogene" Lebensmittel herzustellen und zu bewerben, sind deshalb absurd.


Foodwatch leistet keinen Beitrag zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung. Mehr noch, das Unternehmen schürt bewusst eine irrationale Zucker- und Fett-Hysterie und attackiert damit die Wahlfreiheit der Verbraucher und die Lebensmittelvielfalt. Letzten Endes maßt sich Foodwatch damit an, für den Konsumenten zu entscheiden, was sich auf seinem Tisch finden darf und was nicht.


Die unmittelbare Verantwortung der Lebensmittelwirtschaft besteht in der Produktion geschmackvoller, hochwertiger und sicherer Lebensmittel, die auch Spaß machen und zu mehr Lebensfreude beitragen. Darüber hinaus engagiert sich die Lebensmittelwirtschaft im Rahmen ihres gesamtgesellschaftlichen Engagements in vielfältiger Weise. Zahlreiche sportliche und schulische Veranstaltungen würde es ohne diese Unterstützung überhaupt nicht geben. Daher ist es auch widersprüchlich, wenn Foodwatch den Unternehmen einerseits mangelnde Verantwortung vorwirft, Ihnen aber andererseits ihre vielfältigen, sozialen Aktivitäten untersagen will.

Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette - Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und angrenzende Gebiete - sowie zahlreiche Einzelmitglieder an.

Für weitere Informationen:

Angelika Mrohs
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 206143-133, Fax: +49 30 206143-233
E-Mail: amrohs@bll.de, Internet: www.bll.de

Pressemitteilung BLL vom 13.03.2012

Montag, 26. März 2012

Krebsrisiko: Cola-Produzenten senken Gehalt an 4-Methylimidazol

Artikel erschienen bei aerzteblatt.de am 12.03.2012, lesen --> KLICK

Samstag, 24. März 2012

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Typ 1 Diabetes und Zöliakie?

Artikel erschienen bei diabetesgate.de am 18.01.2012, lesen --> KLICK

Freitag, 23. März 2012

Diabetes-Schulung räumt mit Diabetes-Mythen auf

Mehr als sieben Millionen Bundesbürger leiden an Diabetes mellitus, doch nur bis zu 15 Prozent nehmen nach der Diagnose an einer Diabetes-Schulung teil. Dabei lernen Betroffene erst hier, wie sie ihren Blutzucker im Alltag in den Griff bekommen und wie sie sich vor Folgeerkrankungen effektiv schützen.

Was sie bei einer Diabetes-Schulung darüber hinaus noch lernen und warum sie für jeden Neudiagnostizierten wichtig ist, erklärt Dr. rer. medic. Nicola Haller im nächsten diabetesDE- Experten-Chat am 15. März 2012. Sie ist stellvertretende Vorstandsvorsitzende von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe und arbeitet als Diabetesberaterin in der Diabetologischen Schwerpunktpraxis Mering/Augsburg. Fragen können ab sofort gestellt werden.

Die Diagnose "Diabetes" überfordert die meisten und verunsichert. Sie fragen sich, warum es gerade sie getroffen hat und wie sich ihr Alltag mit der Erkrankung verändert. "Viele neudiagnostizierte Diabetiker haben darüber hinaus - wie im Übrigen ein Großteil der Bevölkerung - Vorurteile gegenüber der sogenannten Zuckerkrankheit", stellt Nicola Haller fest. "Sie fürchten, dass sie ab sofort keine Süßigkeiten und nur noch spezielle Lebensmittel essen dürfen." Auch seien junge Patienten, bei denen Diabetes Typ 2 diagnostiziert wird, häufig überrascht. "Denn der Mythos, dass nur ältere Menschen betroffen sind, ist weit verbreitet."

Eine Diabetes-Schulung beseitigt diese Irrtümer und klärt Betroffene und Angehörige über Ursachen, Behandlung und den alltäglichen Umgang mit Diabetes auf. Hier lernen Patienten, wie sie ihren Blutzucker messen, welches die richtige Spritztechnik ist, auf was sie bei der Ernährung achten sollten und was im Notfall bei einer Über- oder Unterzuckerung zu tun ist. "Dabei versuchen wir kopflastiges Lernen zu vermeiden und die Betroffenen nicht mit Frontalunterricht zu langweilen. Im Vordergrund steht individuelles, kreatives, praxis- und lebensnahes Lernen durch Erfahren und Erleben mit anderen Betroffenen", erklärt Haller. Die Schulung motiviert aber auch dazu, frühzeitig eigenverantwortlich mit der Stoffwechselerkrankung umzugehen. Denn ein langfristiges Ziel ist, Folgeerkrankungen, wie Herzkrankheiten, Schlaganfall und Nierenleiden zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Welche Schulung für Betroffene die richtige ist, was sie dort lernen und wann sie damit anfangen sollten, erklärt Dr. Nicola Haller am 15. März im diabetesDE- Experten-Chat. Im Auftrag des Verbands der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) arbeitet sie an den Leitlinien "Diabetes mellitus" mit. Im Jahr 2010 bekam sie einen Lehrauftrag an der Hochschule Rheine unter anderem für Ernährung in der Klinik und Diabetologische Versorgung. Ihr Schulungsbuch "Die erfolgreiche Diabetesschulung" ist mittlerweile in der 2. Auflage erschienen.


Pressemitteilung diabetes.de vom 12.03.2012

Donnerstag, 22. März 2012

Dank des Hausarztes jetzt mitteldeutscher Meister

Er kann es selbst immer noch kaum fassen. Mit fast 50 Jahren gelang Klaus Birkner, Tischtennis-Spieler des SV Hohenmölsen, der größte Einzelerfolg. Im thüringischen Bad Blankenburg gewann der 49-Jährige in der Altersklasse (AK) 50 die mitteldeutsche Meisterschaft. "Damit hätte ich niemals gerechnet", sagt der langjährige Gastspieler des aktuellen SV-Bezirksligateams aus Ketzin (Brandenburg).

Doch was verschlägt den nach wie vor zwischen Berlin und Potsdam lebenden Vater eines elfjährigen Sohnes eigentlich zum Tischtennis spielen nach Hohenmölsen und veranlasst ihn, für Bezirksligaspiele 200 Kilometer Anreise in Kauf zu nehmen? "Mein Hausarzt Karsten Milek ist vor einigen Jahren hierhin gezogen. Und nachdem ich mir bei meinem letzten Verein mal ein Jahr Auszeit genommen hatte, fragte er mich, ob ich nicht Lust hätte, wieder anzufangen und beim SV mitzumachen", schildert Birkner.

Artikel erschienen bei mz-web.de am 21.03.2012, weiterlesen --> KLICK

Mittwoch, 21. März 2012

Das Parlament fordert EU-Strategie im Kampf gegen Diabetes

Artikel erschienen bei eu-infothek.com am 17.03.2012, lesen --> KLICK

Montag, 19. März 2012

diabetesDE unterstützt Diabetes-Laufprogramm

Blutzuckerspiegel senken und Medikamente verringern bei Typ-2-Diabetikern

2011 wurde erstmalig im Rahmen des Köln-Marathons ein Lauf-Programm speziell für Diabetiker angeboten, das auch von diabetesDE-Experten unterstützt wurde. 120 Diabetiker Typ 1 und Typ 2 trainierten knapp sechs Monate unter medizinischer und sportwissenschaftlicher Aufsicht je nach individueller Verfassung für die Disziplinen 7, 10, 21 oder 42 km. 84 Teilnehmer nahmen letztendlich wirklich an einer Disziplin am Köln Marathon teil.

Idee und Motivation des professionellen Lauftrainings für Diabetiker war, Sport bewusst als Therapie gegen die Krankheit einzusetzen. Insbesondere die Männer und Frauen, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, verloren bis zu 13 Kilogramm Gewicht. Viele der Teilnehmer mit Diabetes Typ 2 konnten ihre Medikamente reduzieren oder sogar ganz absetzen. Nun geht das Diabetes-Programm Deutschland in die zweite Runde: Ab sofort startet das sechsmonatige "Diabetes Lauf Programm" nun in sechs verschiedenen Städten: neben Köln und Bonn wird es auch Laufgruppen in Düsseldorf, Frankfurt, Berlin und Hamburg geben. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe unterstützt die Aktion.

"Das 'Diabetes Programm Deutschland' ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die Bewegungstherapie eine der effektivsten ist. Sie müsste eine viel stärkere Lobby bei den Patienten erhalten. Gerade Laufgruppen unter fachlicher Anleitung sind ideal für die Eigenmotivation, die Betroffenen fühlen sich mit Krankheit und Sportzipperlein weniger allein", sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe.

Den Veranstaltern ist es gelungen, die Kompetenzen bekannter Organisationen aus den Bereichen Sport und Medizin im "Diabetes Programm Deutschland" zu bündeln, um eine optimale Betreuung der Läuferinnen und Läufer zu gewährleisten. Premium-Partner des "Diabetes Programm Deutschland" ist die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Bayer HealthCare Deutschland und das Biopharma-Unternehmen UCB. Neben diabetesDE unterstützen auch die Deutsche Sporthochschule Köln, das Diabeteszentrum am Evangelischen Krankenhaus Köln-Weyertal sowie der "Rhein Energie Marathon Köln" die Aktion, Ausrüster ist RUNNERS POINT.

Herausragendes Merkmal des "Diabetes Programm Deutschland" ist die professionelle und ganzheitliche Begleitung der Teilnehmer. Diese erwartet eine individuelle Trainingsplanerstellung nach neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen, eine Leistungsdiagnostik, zweimal wöchentliches Training mit ausgebildeten Lauftrainern in kleinen Gruppen, eine fachärztliche Begleitung sowie ein kostenloser Startplatz für eine Disziplin des Köln Marathon. Regelmäßige Informations-Veranstaltungen mit renommierten Referenten sollen die Laufgruppen darüber hinaus optimal über das Thema Diabetes und Sport informieren.

Am Marathon-Wochenende warten auf die Läuferinnen und Läufer neben einem umfangreichen Beratungsangebot auf der Marathon Messe eine spezielle medizinische Betreuung im Start- und Zielbereich sowie mehrere Blutzuckermessungen entlang der Strecke. Da die Sicherheit der Teilnehmer höchste Priorität hat, erfolgt die Entscheidung, bei welcher der Disziplinen (10 km Staffel, 21 km, 42 km) des Köln Marathon der Teilnehmer laufen kann, individuell und nach Absprache mit dem medizinischen und trainingswissenschaftlichen Kompetenz-Team. Auch die Ausstattung mit hochwertigem Lauf-Shirt sowie kostenlosen Blutzuckermessgeräten inklusive Teststreifen für die Trainingseinheiten gehören zum Paket dazu. Außerdem darf auf einer After Run Party nach dem Rennen gefeiert werden. Der Selbstkostenanteil pro Person beträgt je nach Leistungspaket zwischen 79 und 129 Euro. Das Programm richtet sich an Diabetiker aus ganz Deutschland.

Die Anmeldung ist ab sofort telefonisch unter 0221-5777758 oder online unter http://www.diabetes-programm-deutschland.de/dieanmeldung.html möglich. Auf der Homepage erhalten Interessierte umfangreiche Informationen über Hintergründe, Inhalte und Ziele des Laufprogramms.

Pressemitteilung diabetes.de vom 16.03.2012

Sonntag, 18. März 2012

Wenn Kliniken Diabetes nicht erkennen

Artikel erschienen bei welt.de am 05.03.2012, lesen --> KLICK

Donnerstag, 15. März 2012

Screening auf Gestationsdiabetes für alle Schwangere

Artikel erschienen bei aerztezeitung.de am 04.03.2012, lesen --> LINK

Dienstag, 13. März 2012

Forschung für Menschen mit Diabetes Typ 1

Novo Nordisk gründet Typ-1-Diabetes-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Seattle

Novo Nordisk wird im Sommer 2012 in Seattle im US-Bundesstaat Washington ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Typ-1-Diabetes eröffnen, das von dem deutschen Diabetes-Forscher Dr. Matthias von Herrath geleitet werden wird. Am gleichen Standort befindet sich bereits das Novo Nordisk F&E-Institut für inflammatorische Erkrankungen. Die Eröffnung des neuen Zentrums vereint so vor Ort die wachsende Expertise des Unternehmens auf dem Gebiet der Immuntherapie mit der Kompetenz als weltweit führendes forschendes Pharmaunternehmen im Diabetes-Bereich.
Besonderes Merkmal der Einrichtung wird neben einem translationalen Forschungsansatz die Kombination von Grundlagenforschung und frühzeitigen Proof-of-Concept-Studien unter einem Dach sein. Die zunächst 20 Wissenschaftler verfolgen damit unter der Leitung von Dr. Matthias von Herrath das Ziel, Projekte aus dem Frühstadium schneller in kleinere Typ-1-Diabetes-Forschungsstudien zu überführen. Der in Freiburg promovierte, designierte Leiter wurde 2008 mit dem renommierten Outstanding Scientific Achievement Award der ADA (American Diabetes Association) ausgezeichnet. Derzeit leitet er das Forschungsinstitut für Typ-1-Diabetes am La Jolla Institute for Allergy and Immunology in San Diego.
"Es war schon immer mein Traum, einige der Behandlungsmethoden, die in der präklinischen Forschung von meinem oder anderen Teams getestet wurden, in bessere Therapien für Typ-1-Diabetes überführt zu sehen. Als Leiter des Forschungszentrums hoffe ich, diesen Traum weiter verfolgen zu können", so Dr. von Herrath.

Forschung zu Typ-1-Diabetes

In den vergangenen zehn Jahren lag der Forschungsfokus vieler Institute und Unternehmen aufgrund der starken Zunahme von Fällen häufig beim Typ-2-Diabetes. Beim Typ-1-Diabetes handelt es sich um eine andere Form der Erkrankung, bei der die Insulintherapie lebensnotwendig ist. Hier konnten in den zurückliegenden Jahren wenig bedeutende wissenschaftliche Fortschritte verzeichnet werden.
"Bereits seit Gründung des Unternehmens engagiert sich Novo Nordisk leidenschaftlich für Menschen im Kampf gegen ihre Diabeteserkrankung. Wir hoffen, mit unserem neuen Typ-1-Diabetes-Entwicklungszentrum den Forschungsprozess entscheidend voranzubringen und innovative Wege zur Behandlung von Menschen mit dieser Krankheit zu finden. Unsere Vision ist die erfolgreiche Behandlung und letztendlich die Heilung von Diabetes", so Mads Krogsgaard Thomsen, Executive Vice-President und Chief Science Officer von Novo Nordisk.
Weltweit arbeiten bei Novo Nordisk circa 6.000 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterhält Forschungseinrichtungen in Måløv (Dänemark), Peking und Seattle.

Pressemitteilung von Novo Nordisk, erschienen am 13.02.2012

Mittwoch, 7. März 2012

Ärzte warnen vor "Zucker-Alarm"

Artikel von Jutta Schwiddessen, erschienen im wiesbadener-tagblatt.de, lesen --> KLICK

Dienstag, 6. März 2012

Langjähriger Diabetes erhöht Schlaganfallrisiko

Artikel erschienen bei aerzteblatt.de am 06.03.2012, lesen --> KLICK

Montag, 5. März 2012

Müßiggang kann Diabetesfolgen noch verstärken

Jeder Schritt zählt!

Studie von Sportmedizinern der Uni Münster ergab: Patienten mit peripherer Neuropathie bewegen sich viel zu wenig


Betroffene beschreiben es als Kribbeln, Stechen oder taubes Gefühl in den Füßen. Von einer peripheren Neuropathie sind zwischen zehn und 20 Prozent aller Diabetiker betroffen. Die Ursache: Durch den dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel werden die Empfindungsnerven geschädigt. Bewegung ist bekanntlich ein ideales Mittel, um Glukose im Blut abzubauen. "Doch je schwerer ihre Symptome sind, desto inaktiver werden die Patienten", bedauert Prof. Dr. Klaus Völker, Direktor des Instituts für Sportmedizin der Universität Münster. Seine Feststellung beruht auf einer kürzlich an dem Institut abgeschlossenen Untersuchung.
In Zusammenarbeit mit einer diabetologischen Schwerpunktpraxis führten die Wissenschaftler eine Studie mit insgesamt 73 Testpersonen durch. Die Hälfte davon litt an einer mehr oder weniger starken peripheren diabetischen Neuropathie. Der Schweregrad der Erkrankung wurde mit einem standardisierten Test gemessen: Dabei üben die Wissenschaftler mit verschiedenen, immer dünneren Nylonfäden an bestimmten Stellen des Fußes so weit Druck aus, bis der starre Faden sich biegt. Abhängig davon, welche Fadenstärke der Patient noch spürt, kann bestimmt werden, ob bei ihm die Erkrankung leicht, mittelschwer oder bereits schwer ausgeprägt ist.

Als weiteres diagnostisches Instrument kam eine Kraftmessplatte zum Einsatz. Während der Patient auf ihr steht, werden seine Bewegungsschwankungen aufgezeichnet. "Eine schwere Neuropathie beeinträchtigt zugleich den Gleichgewichtssinn. Dadurch erhöht sich die Sturzgefahr", warnt der Sportmediziner. Anschließend erhielten alle Teilnehmer einen Schrittzähler, mit dem eine Woche lang ihre Alltagsaktivität gemessen wurde.
Das Ergebnis: "Die Patienten mit schwerer Neuropathie waren fast zwei Drittel des Tages völlig inaktiv. Beim Rest der Zeit maßen wir eine nur leichte Aktivität", berichtet Prof. Völker. "Die Betroffenen sitzen zu viel. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern zunächst einmal darum, die Bewegungsangebote, die der Alltag bietet, auch zu nutzen." Also: öfter spazierengehen und den Aufzug links liegen lassen. Die gemessenen 5.000 Schritte am Tag seien zu wenig, betont der Experte. Zwischen 7.500 und 10.000 sollten es auf jeden Fall sein.

Völker empfiehlt Diabetikern darüber hinaus das Walken oder Schwimmen in einer Gruppe, aber auch ein moderates Krafttraining gehe in Ordnung. Da Diabetes mit einer erhöhten Gefährdung des Herz-Kreislauf-Systems einhergeht, sollten die Patienten jedoch keinesfalls ohne vorherige ärztliche Untersuchung und Beratung mit dem Training beginnen.
"In speziellen Diabetes-Sportgruppen werden zudem die sensomotorischen Fähigkeiten trainiert. So dienen Übungen zum Ertasten von verschiedenen Untergründen dazu, den Gleichgewichtssinn zu schulen. Dadurch wird die Sturzgefahr vermindert", so der Sportmediziner. In Münster bieten Vereine wie der "Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie" spezielle Sportkurse für Diabetiker an; Auskunft erteilt auch der Stadtsportbund.

Pressemitteilung Universität Münster, erschienen im Februar 2012

Neue Kennzeichnung von Lebensmitteln

Saarbrücker Forscher untersuchen, wie Konsumenten darauf reagieren

Auf gemeinsame Regeln zur Kennzeichnung von Lebensmitteln haben sich die EU-Mitgliedsstaaten geeinigt: Künftig werden auf allen Lebensmittelverpackungen Informationen zum Energiegehalt, den verwendeten Fetten sowie dem Zucker- und Salzgehalt des Lebensmittels zu finden sein. Wie eine solche Kennzeichnung wahrgenommen wird, wenn sie als einheitliches Label im Sichtfeld von Verpackungen aufgedruckt ist, und ob dies die Auswahl gesünderer Produkte fördert, untersuchen Wissenschaftler seit 2008 im EU-Forschungsprojekt "FLABEL". Daran beteiligt ist auch das Institut für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes unter der Leitung von Professorin Andrea Gröppel-Klein.Die Ergebnisse zeigen, dass ein solches Label von den Konsumenten zwar wahrgenommen wird, aber nicht zu einer grundlegenden Änderung des Konsumverhaltens führt.Auf Lebensmittelverpackungen sind künftig EU-weit einheitliche verbraucherfreundliche Nährwertangaben zu finden. Das sieht eine neue Verordnung vor, die der Ministerrat der Europäischen Union am 29. September 2011 einstimmig gebilligt hat. Die vorgeschriebene Nährwertkennzeichnung gibt Auskunft über den Energiegehalt von Lebensmitteln in Form von Kalorien, Fett, gesättigten Fetten, Zucker und Salz (je 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter). Ein Ampelsystem oder ein Gesundheitslogo - im Falle gesünderer Lebensmittel - wurde dagegen nicht verpflichtend eingeführt.Ob Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen stärker beachtet werden, wenn sie in Form eines einheitlich gestalteten Labels aufgedruckt werden, und ob Konsumenten dann eher zu gesundheitsfördernden Produkten greifen, untersucht seit 2008 das EU-Forschungsprojekt "FLABEL" (Food Labelling to Advance Better Education for Life). Daran beteiligt sind Wissenschaftler von sieben europäischen Universitäten sowie Interessensgruppen aus Industrie, Handel und Verbraucherschutzorganisationen, unter ihnen auch das Institut für Konsum- und Verhaltensforschung (IKV) an der Universität des Saarlandes. "Wir haben die Wirkung von Nährwertangaben am Point-of-Sale, also während des Einkaufens, untersucht", sagt IKV-Leiterin Andrea Gröppel-Klein. Gemeinsam mit Dr. Jörg Königstorfer hat die Professorin für Betriebswirtschaftslehre in Zusammenarbeit mit dem saarländischen Unternehmen Globus verschiedene Studien in Deutschland durchgeführt. Dabei trafen die Probanden im Sortimentslabor reale Kaufentscheidungen. Sie bekamen Produkte mit einem eigens entworfenen Label zu sehen, das zuvor von anderen Forschungsteams des EU-Projekts auf Verständlichkeit und Sympathie gestestet worden war. Die Produkte der Kontrollgruppe zeigten die herkömmlichen Nährwertkennzeichnungen.Fazit der Untersuchungen des Instituts für Konsum und Verhaltensforschung: "Der Beitrag eines einheitlichen Nährwertkennzeichens ist klein, aber signifikant feststellbar: Durch die einheitliche Gestaltung des Labels wird die Aufmerksamkeit für die Nährstoffwerte leicht erhöht," resümiert Andrea Gröppel-Klein. "Die Konsumenten schauten allerdings nur ein bis zwei Sekunden auf die Produktverpackung, und die Labels wurden nur Bruchteile einer Sekunde lang betrachtet." Das Kaufverhalten der Kunden habe sich durch die Labels zwar nicht grundlegend geändert, sie könnten aber für solche Kunden hilfreich sein, die häufig Probleme in der Kontrolle ihres Essverhaltens haben. Weitere Studien in Deutschland und Polen hätten gezeigt, dass zusätzliche Ampelfarben automatische Verhaltensreaktionen auslösen: "Ungesunde Lebensmittel, die mit roter Farbe gekennzeichnet sind, werden dann stärker gemieden", erklärt die Saarbrücker Uni-Professorin.Für ihre Studien setzten die Wissenschaftler verschiedene Messmethoden ein. "Um festzustellen, ob die Kunden durch das Label aktiviert werden, haben wir so genannte elektrodermale Reaktionsmessungen durchgeführt", erläutert Gröppel-Klein. Dabei messen Elektroden an der Handinnenfläche die Leitfähigkeit der Haut. Diese ändert sich, wenn der Mensch aufgeregt ist und schweißnasse Hände bekommt. Mit der Technologie sind selbst kleinste, unbewusste Aktivierungsänderungen messbar. Außerdem führten die Wissenschaftler aufwändige Eyetrackingstudien durch, bei denen sie durchschnittlich 4.000 Blickbewegungsdaten pro Versuchsperson analysierten.So konnten sie feststellen, ob ein neues, einheitliches Lebensmittel-Label im Vergleich zu den existierenden Nährwertsystemen mehr Beachtung findet. Weitere Feldstudien mittels Blickaufzeichnungsgeräten in Verkaufsstätten führten die Forscher des IKV auch in Polen und der Türkei durch - in Zusammenarbeit mit der University of Warsaw (Polen) und der Dokuz Eylul University (Türkei). Die Ergebnisse werden in wissenschaftlichen Publikationsorganen veröffentlicht und der EU als politisches Entscheidungsorgan mitgeteilt.

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.