Montag, 30. April 2012

Bittere Pille: Zucker

Es scheint, als strahlt Karsten Milek an diesem Sonnabendvormittag mit der Sonne um die Wette. Fasziniert schaut der Diabetologe in Hohenmölsen auf die Menschenmassen, die zu diesem nunmehr 14. Diabetestag gekommen sind. "500 Besucher waren schon während der Eröffnung da", schwärmt der Mann, der für diese Veranstaltung verantwortlich ist. Milek weiß um die Wichtigkeit, über Diabetes zu informieren. Viele Tätigkeiten würden heute automatisiert, sagt er und nennt als Beispiel die vielen Fernbedienungen, die das Umschalten an Geräten übernehmen. Mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung würden sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine der Folgeerkrankungen sei Diabetes. In Deutschland müssen offiziell zehn Millionen Menschen mit dieser Diagnose leben. Die Dunkelziffer liege mit Sicherheit höher, so der Fachmann. "Wir wollen dem Menschen die Möglichkeit geben, sich über neue Medikamente und neue medizinische Technik zu informieren", sagt er weiter. 
Die Männer, Frauen und Kinder nehmen dieses Angebot an. Sogar aus Dessau, Gera und Altenburg schauen sie an diesem Tag in der Stadt der drei Türme vorbei. So weit musste Hans-Joachim Löther nicht fahren. Der Mann ist aus Weißenfels angereist. "Wenn ich da bin, dann komme ich zum Diabetikertag", sagt er. Er selber sei Diabetespatient, bei Milek in Behandlung und fühle sich dort sehr gut aufgehoben, so Löther.
Er findet es gut, dass er sich in Hohenmölsen über Neuerungen zum Thema seiner Krankheit informieren kann. Michaela Koch scannt an diesem Tag die Füße der Besucher. Das macht die Mitarbeiterin des Orthopädiegeschäftes Koch in Weißenfels aus gutem Grund. Mit den Informationen können die Schuhe der Patienten besonders gut auf die Füße zugeschnitten werden. Das ist für Diabetiker wichtig, weil oft das Schmerzempfinden an den Füßen getrübt ist und sie nicht unbedingt merken, wenn unpassendes Schuhwerk ihnen die Füße aufreibt. Michaela Koch ist gern in Hohenmölsen. "Wir haben uns über die Einladung sehr gefreut", sagt die junge Frau. Die Resonanz bestätigt die erfolgreiche Teilnahme. "Es hat reger Betrieb bei uns geherrscht", so Michaela Koch weiter. 

Ina Schöne hält einen Plastik-Kasten in der Hand und schüttelt ihn. "Da ist ganz schön was drin", sagt die Vertriebsleiterin der Knappschaft Halle. Das ist an ihrem Stand wohl der beste Beweis, dass die Besucher kamen, um sich zu informieren. "Wir arbeiten sehr gut mit Karsten Milek zusammen", erzählt die Frau. So gab es kein Zögern, als die Frage aufkam, ob sie die Knappschaft in Hohenmölsen präsentieren will. "Hier waren heute richtig viele Leute, die uns kennenlernen wollten", schwärmt Ina Schöne. Der Aktionstag neigt sich dem Ende entgegen. Der letzte Kuchen der Diabetes-Selbsthilfegruppe Hohenmölsen ist verkauft. Die Initiatoren sind zufrieden. "Einen Teil des Erlöses wollen wir für das Campinglager für an Diabetes erkrankte Kinder spenden", sagt Mitglied Heinz Ehrhardt. Diese Kinder hätten es schon schwer genug, nennt er einen Grund für das Engagement. So könne unterstützt werden, dass die Jungen und Mädchen mit Gleichgesinnten eine schöne Zeit haben. 

Beitrag von Andrea Hamann, erschienen in mz-web.de am 29.04.2012

Sonntag, 29. April 2012

Wissenschaft - Gesundheit: Schlafmangel kann zu Diabetes führen

Artikel erschienen in derstandard.at  am 11.04.201, lesen --> LINK

Freitag, 27. April 2012

Metabolisches Syndrom begünstigt Diabetes, Krebs und andere Erkrankungen

Wissenschaftler erforschen Ursachen des Metabolischen Syndroms

Weltweit erkranken immer mehr Menschen an hochkomplexen Stoffwechselstörungen. Eine besonders schwerwiegende Form ist das Metabolische Syndrom, das durch das gleichzeitige Auftreten von Übergewicht, Bluthochdruck, veränderte Blutfettwerte und Insulinresistenz charakterisiert ist. Obwohl komplexe Erkrankungen intensiv erforscht werden, fehlen interdisziplinäre Ansätze, die das Metabolische Syndrom und seine zu Grunde liegenden Komponenten umfassend erklären.

In dem Portfoliothema "Metabolische Dysfunktion und Volkserkrankungen" forschen die Gesundheitszentren der Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit renommierten universitären und außeruniversitären Partnern an den Mechanismen dieses komplexen Krankheitsbildes, um die Ursachen zu verstehen und geeignete Diagnose- und Therapieoptionen zu entwickeln. Das Portfoliothema wird bis 2016 mit insgesamt 15 Millionen Euro gefördert.

"Stoffwechselstörungen als Ursache und Folge komplexer Erkrankungen zu verstehen, ist für die Forschung eine große Herausforderung. Die Aufklärung der zugrunde liegenden molekularen Prozesse ist eine wesentliche Voraussetzung, um Krankheitsprozesse zu verstehen und präventive, diagnostische sowie therapeutische Maßnahmen für jeden einzelnen Patienten entwickeln zu können", sagt Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Die Gesundheitszentren der Helmholtz-Gemeinschaft sind für diese Herausforderung international hervorragend aufgestellt. Mit einer starken Vernetzung auf dem Gebiet der Metabolismusforschung sowohl mit universitären als auch mit außeruniversitären Partnern, können wir uns dieser Aufgabe stellen."

Epidemiologische Studien zeigen, dass das Metabolische Syndrom - vor allem bei jüngeren Menschen - nicht nur das Risiko für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht, sondern auch mit der Entstehung von Krebs-, Infektions- sowie neuropsychiatrischen und neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Daraus lässt sich die fundamentale Bedeutung Metabolischer Dysfunktionen für wichtige Volkskrankheiten ableiten.

Obwohl bis heute viele Details aufgeklärt werden konnten, gibt es noch keine effizienten personalisierten Therapieansätze. Metabolische Dysfunktionen als Folge der Wechselwirkung von genetischer Disposition, chronischen Infektionen und lebensstilbedingten Umwelteinflüssen stellen eine besondere Herausforderung für neue diagnostische und therapeutische Ansätze dar. Erst wenn die kausalen Zusammenhänge verstanden sind, kann eine wirksame Behandlung entwickelt werden.

Beteiligte Helmholtz-Zentren

  • Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
  • Deutsches Krebsforschungszentrum
  • Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)
  • Helmholtz-Zentrum München
  • Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Koordinierende Sprecher

  • Prof. Dr. Mathias Treier (MDC)
  • Prof. Dr. Stephan Herzig (Deutsches Krebsforschungszentrum)

Beteiligte Partner:

  • Charité – Universitätsmedizin Berlin (Charité)
  • Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE)
  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • Technische Universität München
  • Universität Bonn
Zum Hintergrund: Der Portfolioprozess in der Helmholtz-Gemeinschaft Die Bundesregierung hat den Forschungsorganisationen im Pakt für Forschung und Innovation einen jährlichen Aufwuchs zugestanden, um Zukunftsthemen aufzugreifen, den Nachwuchs zu fördern und das Wissenschaftssystem in Deutschland noch leistungsfähiger zu machen. Aus einem Teil dieses Aufwuchses fördert die Helmholtz-Gemeinschaft nun eine Reihe von Portfolio-Themen, die Expertinnen und Experten aus allen Helmholtz-Zentren in einem groß angelegten Prozess als besonders zukunftsträchtig identifiziert hatten. Von dieser Förderung profitieren auch die universitären Forschungspartner. Ab der nächsten Förderperiode werden die Portfolio-Themen als Teil der Forschungsprogramme weitergeführt.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Pressemitteilung der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, erschienen am 25.04.2012

Sehr komplex: das „Metabolische Syndrom“

Die Auseinandersetzung in Ihrem Kopf!

Das Metabolisch-Vaskuläre Syndrom kommt nicht aus heiterem Himmel. Es entwickelt sich über Jahre. Und wenn der Arzt dann feststellt, dass Sie krank sind, ist es gar nicht so einfach, Gewohnheiten umzustellen und sein Leben zum Gesunden hin zu ändern. Aber es geht! 

Unsere Autoren Dr. Karsten Milek als Diabetologe, Ernährungsmediziner und Sportarzt sowie Dr. Susanne Milek als Gesundheitswissenschaftlerin und Supervisorin (beide Hohenmölsen) begleiten den Versicherungskaufmann Marcus T. von der Diagnose an. 

Welche Gedanken gehen ihm durch den Kopf? Welche Schritte unternimmt er? Wer kann ihn wie unterstützen? Diese und weitere Fragen und Überlegungen stellen sich bestimmt viele, die erfahren, dass bei ihnen ein Metabolisch-Vaskuläres Syndrom vorliegt. Schlagwörter tauchen plötzlich auf wie Bluthochdruck, ungünstige Fettwerte, Adipositas, Diabetes mellitus, Ernährungsumstellung, Bewegungszugewinn, Selbstkontrolle, Medikamente, Prävention, Folgeerkrankungen, Bauchumfang – und gehören zum alltäglichen Leben dazu! 

Marcus T. kann mit seinen exemplarischen Erfahrungen sicher dabei helfen, dass auch Sie den richtigen Einstieg in Ihr neues Leben finden. Gab es auch bei Ihnen eine Zeit, in der eine Erkrankung die andere jagte? So jedenfalls erging es im Herbst letzten Jahres Marcus T. (48). Neben Diabetes hat er weitere Erkrankungen. Wir schildern seine Zerrissenheit, das Ganze wird kommentiert von Dr. Karsten Milek und Dr. Susanne Milek.

Artikel erschienen bei diabetes-journal.de im August 2011, weiterlesen --> KLICK

Mittwoch, 25. April 2012

Bewerbungsstart für Fußball-Qualifikationsturnier für Kinder mit Typ-1-Diabetes

diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe übernimmt Schirmherrschaft

Einmal in der deutschen Nationalmannschaft zu spielen, ist der Traum von vielen fußballbegeisterten Jungen und Mädchen. Kinder mit Typ-1-Diabetes im Alter von acht bis zwölf Jahren sind aufgerufen, sich für das Fußball-Qualifikationsturnier "Junior Cup Diabetes" am 11. und 12. Mai 2012 in Bad Soden (Taunus) zu bewerben.

Aus bis zu 100 Kindern werden bei dem Sichtungsturnier elf Kinder ausgewählt, die dann als Mannschaft "Deutschland" bei der "6. WM für diabetische Kinder" am 24./25. August 2012 in Lausanne (Schweiz) antreten werden. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe hat die Schirmherrschaft des von Medtronic veranstalteten Turniers übernommen. Ex-Bundesliga-Profi Dimo Wache (Torwart Mainz 05), selbst Typ-1-Diabetiker, wird die Kinder vor Ort motivieren.

"Auch Kinder, die täglich ihren Blutzucker messen, 'messen' sich gerne mit anderen Kindern bei Spiel und Sport. Da geht es den Diabetes-Kids nicht anders als gesunden Kindern. Deswegen finden wir dieses Turnier so unterstützungswürdig", begründet Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe die Entscheidung für die Übernahme der Schirmherrschaft. "Auch unter unseren Mitgliedern gibt es sicher Mädchen und Jungen, die gerne an diesem Sichtungsturnier teilnehmen möchten."

Die Veranstalter betonen, dass Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen werden, möchten mit dem Turnier aber auch unter Beweis stellen, dass Kinder mit Typ-1-Diabetes genauso wie gesunde Kinder aktiv Sport treiben können. Gespielt wird in 12er-Mannschaften, von denen jeweils sechs Kinder pro Halbzeit pro Spiel auf dem Platz stehen. Ausgetragen werden die Spiele auf zwei Feldern à voraussichtlich zweimal zehn Minuten. Für ärztliche Betreuung vor Ort durch Kinderdiabetologen und Diabetesberater ist gesorgt. Ein attraktives Rahmenprogramm mit Unterhaltung, Informationsständen, Torwandschießen und vielem mehr bietet auch für Eltern und Angehörige mehr als nur Fußball der Talente von morgen. Weitere Partner des Turniers sind der Deutsche Diabetiker Bund und diabetes-Kids.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgenden Links:

Dienstag, 24. April 2012

Verliebt in die Anzeigetafel

Jubelnd hüpfend drehte sich Karsten Milek im Kreis. Sein Blick ging dann an die Anzeigetafel. 1:0 stand es für ihn. Posierend mit der Siegerfaust baute er sich vor ihr auf. Doch dann musste er schnell zurück an die Tischtennis-Platte. Sein Gegner wartete. Es sollte ja weitergehen in diesem zweiten Satz. Ballwechsel. Wieder Punkt für Milek. Er konnte es nicht fassen, erneut zog es ihn zu der Tafel, die den Punktestand anzeigte.
Was das Zwischenergebnis von 2:0 für den Hohenmölsener Karsten Milek so besonders machte, war sein Gegner. Auf der anderen Seite der Platte, stand kein Geringerer als Jörg Roßkopf. Genau der Roßkopf, der ob seiner Erfolge und seinem derzeitigen Amt als Herren-Bundestrainer zu den größten Persönlichkeiten des Tischtennis-Sports in Deutschland gehört. Dass Roßkopf gegen den in der Bezirksliga spielenden Milek kurzzeitig ins Hintertreffen geriet, begründete er mit der Spielweise seines Gegenüber. "Er spielte unangenehm defensiv", so der Nationalcoach. 
Beim Stand von 4:4 hatte Roßkopf den Satz wieder egalisiert und ließ seinem Kontrahenten wenig Chance (11:3, 11:6, 11:4). "Es war das erwartet enge Spiel", scherzte Milek, "es war absolut klasse. Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen", fügte er an. 

Für die Purzelbäume, die Karsten Mileks Gefühle gestern Abend schlugen, hatte der TSV 1990 Merseburg gesorgt. Denn der Verein organisierte eine Tischtennis-Weltmeister-Gala in der Merseburger Rischmühlen-Halle. Nicht nur Jörg Roßkopf war gekommen, auch sein ehemaliger Doppel-Kollege Steffen Fetzner. 1989 waren sie zusammen Weltmeister. Und um den Tischtennis-Sport populärer zu machen, veranstalten die Ex-Profis Schaukämpfe, spielen dabei aber auch gern gegen Lokalmatadoren, solche wie Milek einer war. Der Hohenmölsener hatte die Partie gegen Roßkopf im Internet für 176 Euro ersteigert. Auch das Spiel gegen Fetzner ging dort raus. Gesichert hatte sich diesen sportlichen Höhepunkt die Familie Priedemann aus Petersberg, genauer gesagt, Vater Karsten Priedemann, der nachts um 1 Uhr das letzte Gebot abgab. Preis: ebenfalls 176 Euro. Doch nicht der Vater trat an die Platte, sondern sein 14-jähriger Sohn Eric. "Er hat am Samstag Jugendweihe. Das ist sein erstes Geschenk", sagte Karsten Priedemann, der selbst nicht mehr aktiv spielt. "Aber auch für mich geht hier ein Kindheitstraum in Erfüllung", gab er zu. Und der Vater verriet noch mehr. Nämlich, dass sich Eric intensiv auf das Match gegen Fetzner vorbereitet hatte. "Er hat am Wochenende unzählige Videos im Internet geschaut, um Fetzners Spielweise zu studieren", so der Vater. Punkte traute er dem Sohnemann gegen den fast 30 Jahre älteren Fetzner auf jeden Fall zu.

Und Eric versetzte die Halle gleich bei den ersten Ballwechseln ins Staunen. 1:0, 2:0, 3:0 - er lag vorn. Nationalcoach Roßkopf brachte das ebenfalls schelmisch in Feierlaune. Er klatschte für Eric Beifall. Lange Ballwechsel lieferte sich der bei der Jugend und den Kreisliga-Herren des SV Traktor Teicha spielende Eric Priedemann mit dem Ex-Profi Fetzner. Aber er verlor das Spiel (6:11, 7:11, 5:11). "Er ist ein Talent, aus dem etwas werden kann", sagte Fetzner nach dem Spiel. Papa Karsten Priedemann war auch mächtig stolz. "Davon wird er seinen Kindern noch erzählen", sagte er. 

Beitrag von Anke Losack, erschienen bei mz-web.de am 23.04.2012

+ Ein Traum wird wahr
   Beitrag von Anke Losack, erschienen bei mz-web.de am 18.04.2012

Samstag, 21. April 2012

Zucker - damit sind nicht die süßen Würfel gemeint


Burgenlandkreis (wm). „Im vergangenen Jahr hat ein Fernfahrer unseren Diabetestag in Hohenmölsen besucht. Er sagte, dass er sonst keine Zeit hat zum Arzt zu gehen. Und unsere Untersuchung hat ergeben, dass er Diabetes hat.“, sagt Diabetologe Dr. med. Karsten Milek. Das ist nur ein Fall, wie er aber doch sehr häufig vorkommt. Bei Diabetes tut nichts weh, man fühlt sich nicht unbedingt unwohl. Die Krankheit kommt schleichend und man sollte auf ganz kleine Alarmsignale achten. Der rechtzeitige Gang zum Arzt ist für die Behandlung sehr wichtig.

Woran merkt man nun, dass eventuell eine derartige Krankheit vorliegen könnte? „Diabetes hat viele Gesichter, aber es gibt wesentliche Anzeichen, die man nicht ignorieren sollte, auch wenn sich später herausstellt, dass die Ursachen anderer Natur sind. Übergewicht begünstigt die Krankheit immer. Hohe Fettwerte und Bluthochdruck sind weitere Anzeichen. Gut ist es, wenn man sich öfter den Blutdruck messen lässt und die Werte beim Arztbesuch vorlegen kann“, so der Mediziner.
Blutdruckmessgeräte sind schon relativ preiswert im Fachhandel, aber auch in großen Einkaufsmärkten, zu haben. Die Handhabung ist auch einfach und unkompliziert. In nahezu allen Apotheken kann man sich ebenfalls den Blutdruck messen lassen.

„Nicht zu unterschätzende Anzeichen sind auch ein schlappes Körpergefühl und häufige Müdigkeit. Selbst häufige Toilettengänge können auf eine Diabeteserkrankung hinweisen. Ein sehr wichtiger Punkt ist natürlich auch die Familiengeschichte. Wenn Eltern oder Großeltern schon Diabetes hatten oder haben, dann sollte man den Arzt darüber informieren“, rät Dr. Milek.

Der Hohenmölsener Diabetestag hat sich fest in den Veranstaltungsplan der Stadt Hohenmölsen integriert. Besucher aus dem gesamten Burgenlandkreis und darüber hinaus besuchen ihn regelmäßig. Die Asklepios Klinik Weißenfels wird in diesem Jahr mit der Abteilung Innere Medizin anwesend sein. Thorax- und Gefäßchirurgie werden anschaulich erklärt und auf Wunsch werden bei den Besuchern Bauchraum und die Halsschlagader untersucht. Die Burgenlandklinik führt an diesem Tag von 9 bis 12 Uhr Stoffwechselkontrollen durch. Fußdruckmessung, Blutzuckerkontrolle, Blutdruckkontrolle sind weitere kostenlose Untersuchungen. Alles zum Thema Ernährung erfahren die Gäste in der ersten Etage des Diabeteszentrums.

„Ich freue mich natürlich sehr, dass uns die Stadt Hohenmölsen so aktiv unterstützt und die Besucher auf dem Franz-Spiller-Platz parken lässt. Ich kann und möchte einfach nur jeden ermuntern, zu unserer Veranstaltung zu kommen, denn Diabetes kann schlimme Auswirkungen haben, wenn die Krankheit nicht erkannt und behandelt wird. Die große Industrieausstellung findet, wie auch schon in den vergangenen Jahren, im Volkshaus Hohenmölsen statt“, sagt Dr. Karsten Milek.

Beitrag erschienen bei supersonntag-web.de am 20.04.2012

14. Hohenmölsener Diabetestag
* 28.04.2012
* 9-12 Uhr
* An der Pforte 5
* Eintritt FREI

Freitag, 20. April 2012

Diabetes: Fortschritte in der Medizin

Hohenmölsen (wm). Die im Volksmund genannte „Zuckerkrankheit“ ist zu einer Volkskrankheit herangereift, die nicht nur bei älteren Leuten vorkommt. Auch Kinder leiden schon zum Teil an Diabetes. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser kann die Behandlung erfolgen.

Der Initiator des Hohenmölsener Diabetestages ist Diabetologe Dr. med. Karsten Milek, Spezialist für Diabeteserkrankungen. Jahr für Jahr kommen immer mehr Interessenten aus dem gesamten Burgenlandkreis, um sich testen zu lassen oder Informationen zu holen.
Während in der Praxis und im Diabeteszentrum An der Pforte 5 in Hohenmölsen die Untersuchungen stattfinden und man sich über die richtige Ernährung sowie über die Angebote von Apotheken und der Selbsthilfegruppe informieren kann, stehen im etwa 50 Meter entfernten Volkshaus die Informationsstände der Industrie.

„Die Medizin macht immer größere Fortschritte“, so Dr. Milek, „wir suchen auch in diesem Jahr Patienten mit Diabetes, die sich noch nicht spritzen müssen und nur mit Tabletten behandelt werden. Sie können an einer Studie für neue Medikamente teilnehmen. Zum Beispiel gibt es schon die Wochenspritze. Dabei wird der Patient nur noch einmal in der Woche gespritzt. In den Labors wird sogar schon an der Monatsspritze gearbeitet. Wer Interesse hat an so einer Studie mitzuwirken, der kann sich bei mir oder bei einer Schwester aus meinem Team melden.“

Eröffnen wird den Diabetestag 9 Uhr der Fanfarenzug der Stadt Hohenmölsen. Unmittelbar danach beginnen die kostenfreien Untersuchungen und die Informationsstände öffnen.
Eingeladen sind alle Interessenten, die Diabetes haben, die sich untersuchen lassen möchten und die Interesse haben, sich über diese Volkskrankheit zu informieren.

„Bluthochdruck, hohe Fettwerte, Müdigkeit, schlappes Körpergefühl, häufige Toilettengänge und das bekannte Auftreten von Diabetes in der eigenen Familiengeschichte können Hinweise auf die Krankheit sein. Sehr wichtig ist auch das eigene Gewicht, denn die meisten Patienten mit Diabetes leiden zudem an Übergewicht. Die Untersuchungen, die wir hier kostenlos anbieten, und die zahlreichen Tipps stellen für alle Interessenten eine wichtige Hilfe dar. 

Ich kann aus den schon genannten Gründen jeden ermuntern, uns am 28. April von 9 bis 12 Uhr zu besuchen“, erklärt Dr. med. Karsten Milek.

Der Franz-Spiller-Platz kann kostenfrei zum Parken genutzt werden. Hier befindet sich auch das Volkshaus mit der Industrieausstellung. Das Diabetesschulungszentrum ist nur 50 Meter entfernt.

Beitrag erschienen im wochenspiegel-web.de am 20.04.2012

Dienstag, 17. April 2012

Kurze Wege für Patienten

Das neue Ärztehaus in der Naumburger Straße soll im August öffnen

Wenn Kay Andrä nicht gerade Patienten in seiner Praxis am Stadtpark behandelt, ist er in diesen Tagen öfter im künftigen neuen Ärztehaus in der Naumburger Straße anzutreffen. Der Weißenfelser Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten verfolgt das Baugeschehen im Viergeschosser im Eingangsbereich des Krankenhauses. Schließlich wird der promovierte Arzt in diesem Jahr hierher umziehen und konnte den Zuschnitt "seiner" Räume beeinflussen.  

Seine Frau Stefanie, die als promovierte Fachärztin für Augenheilkunde in der Dr.-Emil-Geiger-Passage in der Saalestadt praktiziert, wird es ihm gleich tun. Der Grund: Beide Praxen haben Treppen, die für ältere und behinderte Menschen eine Strapaze sind. "Die Patienten, auch die im Krankenhaus, die wir behandeln, sollen kürzere Wege bekommen und es komfortabler haben", sagt Kay Andrä. Deshalb hätten er und seine Frau Räume gemietet in jenem Objekt, in das ein privater Bauherr aus Leipzig rund zwei Millionen Euro investiert und dessen Management die Asklepios Kliniken Weißenfels GmbH übernommen hat. 

Von den kürzeren und barrierefreien Wegen für Patienten zeigt sich auch Christine Keller angetan. Sie betreibt seit 19 Jahren einen ambulanten Pflegedienst im Weißenfelser Südring und kann mit ihren 37 Mitarbeiterinnen den Umzug kaum erwarten. "Wir platzen aus den Nähten, haben mehrere Wohnungen in der Südstadtpassage angemietet und diese zu Praxisräumen umfunktioniert, das ist auf die Dauer sehr belastend für Patienten und ihre Angehörigen und - für uns natürlich auch", beschreibt Keller die beengte Situation. Sie freue sich nicht nur auf das neue und moderne Domizil mit dem Fahrstuhl, mit mehreren Facharztpraxen, einer Apotheke und einem Sanitätshaus und mit den entsprechenden Parkplätzen. Auch eine bessere Vernetzung mit dem Klinikum sei ihr wichtig. Kay und Stefanie Andrä sehen das nicht anders. Und auch für das Sanitätshaus Fischer sind das gute Gründe, sich hier einzumieten. "Uns gibt es jetzt 75 Jahre in Weißenfels", erklärt Senior-Chef Hans-Joachim Rauch. Solange schon arbeite man mit dem Krankenhaus zusammen. Der neue Standort werde die dritte Niederlassung für das Sanitätshaus Fischer sein, sagt Rauch. Er verweist auf die Anlaufstellen in der Nikolaistraße und der Beuditzstraße, die natürlich auch weiterhin bestehen bleiben würden. Die Neueröffnung im Ärztehaus in der Naumburger Straße sei verbunden mit der Schaffung weiterer Arbeitsplätze, sagt Rauch.  

Voraussichtlich im August soll das neue Ärztehaus eröffnet werden, wie Uwe Bauer ankündigt. Der Geschäftsführer der Asklepios-Kliniken Weißenfels GmbH zeigt sich mit der Vermietung zufrieden. "Das Interesse von Fachärzten, sich hier niederzulassen ist groß, deshalb ist das Gebäude so gut wie ausgebucht", versichert Bauer. Die Schaffung eines solchen Hauses sei nötig für Weißenfels, weil es hier etwas Vergleichbares nicht gebe. Bei den meisten Praxen handele es sich um ehemalige Wohnungen. Als Beispiele führt Bauer neben der Praxen von Kay und Stefanie Andrä unter anderem die Räume der Internistin Kerstin Kittel in der Weißenfelser Beuditzstraße an. Mit Niederlassungen ansiedeln würden sich zudem der Diabetologe Karsten Milek aus Hohenmölsen, die Weißenfelser Praxis für Logopädie von Sebastian Schmidt, die Schmerzärztin Monika Schedewi und weitere Interessenten. 
"Wir setzen mit dem behindertengerechten Gebäude nicht nur baulich Maßstäbe, sondern unsere Fachkliniken wollen die Kooperation mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten, Apothekern und Sanitätshaus-Mitarbeitern verbessern", hebt Bauer hervor. Von solch einer effektiven Vernetzung würden Patienten und auch die Klinik mit ihren Partnern profitieren.

Artikel von BÄRBEL SCHMUCK, erschienen bei mz-web.de am 16.04.2012

Sonntag, 15. April 2012

Diabetes – die süße Falle

Artikel erschienen im FOCUS Magazin vom 16.04.2012, online lesen --> KLICK

Samstag, 14. April 2012

Das Fitness-Experiment

Artikel von Hans Lauber, erschienen bei diabetes-ratgeber.net am 08.04.2012

Erleben Sie das 12-Wochen-Fitness-Experiment nach --> KLICK

Freitag, 13. April 2012

Was ein Kind zum Wachsen braucht

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über die unentbehrlichen Komponenten einer gesunden Kinderernährung

Manchmal glaubt man seinen Augen nicht, wie schnell Kinder größer und schwerer werden. Besonders im Vorschulalter und in der Pubertät legen sie einen enormen Wachstumsschub zu: Ein Siebenjähriges wiegt bereits doppelt so viel wie ein Kind mit zwei Jahren und bei 12- bis 14-Jährigen scheinen die Hosen von Woche zu Woche kürzer zu werden. Es liegt auf der Hand, dass Kinder zu diesem rasanten Aufbau reichlich energiereiches Essen benötigen. Doch viel essen allein genügt noch nicht zum Großwerden, es macht höchstens dick, warnt die Stiftung Kindergesundheit. Es komme viel mehr auf die richtige Zusammensetzung der Ernährung an, um ein ungestörtes Wachstum und eine langfristige Gesundheit zu garantieren. 
Der Münchner Pädiater und Ernährungsexperte Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, erläutert die komplexen Zusammenhänge an einem Beispiel: "Für die Bildung von stabilen, kräftigen Knochen benötigt der Organismus des Kindes vor allem Kalzium und Phosphor. Die wichtigste Quelle dafür ist die Milch. Zum Aufbau der Knochen und zur Versorgung der Herzmuskeln und des Nervensystems mit Kalzium braucht der Körper aber auch Vitamin D, entweder ebenfalls aus Milch, oder aus Fisch, Eigelb, Leber, Butter oder Margarine. Und aus der Sonne: Ihre ultravioletten Strahlen sorgen für den Aufbau von Vitamin D in der Haut".

Kalzium für Knochen und Zähne

Die Versorgung mit Kalzium scheint allerdings immer problematischer zu werden. Die Ernährung vieler Familien enthält heute weniger Kalzium als früher. Fastfood und Softdrinks haben Milch- und Milchprodukte, die Hauptlieferanten von Kalzium, verdrängt. Untersuchungen am Forschungsinstitut für Kinderernährung FKE in Dortmund haben gezeigt, dass etwa ein Drittel der Kinder nicht so viel Kalzium bekommt, wie es nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung wichtig wäre.
Während Babys und Vorschulkinder in aller Regel noch ausreichend mit Kalzium versorgt werden, ist das mit zunehmendem Alter der Kinder immer weniger der Fall. Möglicherweise glauben die Eltern von größeren Kindern, dass die Milch und all das, was man daraus machen kann, nur für kleine Kinder wirklich wichtig sind.
Lange Zeit war man der Ansicht, Kalzium allein sei genug, damit Knochen und Zähne sich gesund entwickeln. Doch Kalzium benötigt das Vitamin D als Wegbegleiter, damit es ausreichend in den Knochen aufgenommen werden kann. Vitamin D ist (zusammen mit dem so genannten Parathormon) das wichtigste Rädchen im komplizierten Kalziumstoffwechsel. Es steigert die Aufnahme des Kalziums aus der Nahrung und fördert die Einlagerung von Kalziumsalzen in die Knochen.
Es scheint, als ob das Sonnenvitamin aber noch mehr kann: Es mehren sich Hinweise auf eine Stärkung des Immunsystems und eine geringes Risiko von Atemwegsinfekten. Besonders eindrucksvoll sind die Ergebnisse einer Studie, in der die Gesundheit von Kindern über 31 Jahre verfolgt wurde. Kinder, die als Babys ausreichende Mengen von Vitamin D erhalten haben, hatten später als Erwachsene ein um 80 Prozent geringeres Risiko, an einem Typ I-Diabetes zu erkranken.
 "Leider liegt in Deutschland auch die Versorgung mit Vitamin D zum Teil erheblich unter den empfohlenen Werten", bedauert Professor Koletzko: "Die von internationalen Fachgremien befürworteten Werte für die Nährstoffzufuhr für Vitamin D werden von den meisten Kindern und Jugendlichen jenseits des Säuglingsalters deutlich unterschritten. Besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel werden bei 11- bis 13-jährigen  Mädchen und bei 14- bis 17-jährigen Jungen gemessen, also ausgerechnet in einer für das Wachstum und den Aufbau der Knochen besonders wichtigen Entwicklungsphase".
Das Problem ist: Nennenswerte Mengen des Vitamins finden sich nur in fettem Seefisch (z. B. Lachs, Hering, Makrele, Lebertran), in Eiern oder Milch. Um den empfohlenen Bedarf von täglich zwischen 400 und 800 I. E. Vitamin D zu decken, müsste man mindestens drei bis vier Fischmahlzeiten pro Woche zu sich nehmen (oder mindestens 10 Eier täglich essen).


Kinder zur Sonne, ins Freie

Das beste Rezept gegen Vitamin-D-Mangel und die Entstehung von Rachitis wäre ein tägliches Sonnenbad. Das ist jedoch in unseren Breiten leider leichter gesagt als getan, beklagt die Stiftung Kindergesundheit: In den Wintermonaten November bis Februar ist die UV-B-Strahlung in Nord- und Mitteleuropa im Allgemeinen zu schwach, um eine ausreichende Produktion von Vitamin D im Körper wie gewünscht anzustoßen.
Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin DGKJ erweiterte deshalb jüngst ihre bisherigen Empfehlungen und fordert: In Zukunft sollten nicht nur Babys, wie bisher, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zusätzliches Vitamin D3 erhalten. Außerdem sollten die Kinder- und Jugendärzte die Eltern darauf hinweisen, wie sinnvoll der Aufenthalt ihrer Kinder unter freien Himmel ist, und zwar in Bewegung mindestens eine halbe Stunde am Tag, am besten mit unbedeckten Kopf und mit freien Armen und Beinen.


Eisen für Muskeln, Blut und Nerven
 
Für das gesunde Wachstum ebenso unentbehrlich ist der Mineralstoff Eisen. Er wird für die Bildung von Blut und für das Wachstum von Muskeln benötigt. „Am besten verarbeitet der Organismus Eisen aus Fleisch und Fleischprodukten. Leider werden gerade diese Lebensmittel von vielen Kindern nicht gern gegessen“, erklärt Professor Koletzko. Die Folge: In aktuellen Studien aus Bayern weist nahezu die Hälfte der Kinder im Alter zwischen sieben und neun Jahren erhebliche Defizite in der Eisenaufnahme auf.
In der DONALD-Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung in Dortmund erreichen die Kinder im Mittel 80 bis 90 Prozent der empfohlenen Werte für die Eisenversorgung, unter den Mädchen zwischen zehn und 18 Jahren sind das jedoch nur 75 Prozent. Folgen von Eisenmangel können aber Müdigkeit, Blutarmut, Muskelschwäche und Appetitlosigkeit sein, warnt die Stiftung Kindergesundheit.


Jod für den Hormonhaushalt

Auch das natürliche Spurenelement Jod, das eine reibungslose Arbeit der Schilddrüse ermöglicht, zählt zu den für Gesundheit und Wachstum unentbehrlichen Substanzen. Die Schilddrüse ist ein wichtiger Schrittmacher für den Organismus.
Ihre beiden Hormone, die für ihre Arbeit Jod benötigen, bestimmen das Tempo des Energiestoffwechsels im Körper. Sie steuern Sauerstoffverbrauch, Körpertemperatur und Muskelaktivität, regen das Wachstum an und senken den Cholesterinspiegel. Sie beeinflussen außerdem alle anderen Hormone bildenden Organe des Körpers.
Deutschland zählt zu den jodärmsten Ländern Europas: Unser Trinkwasser, die hier wachsenden Pflanzen und das Fleisch der damit ernährten Tiere enthalten nur wenig von diesem lebenswichtigen Spurenelement. Nennenswerte Mengen von Jod sind nur in Seefischen vorhanden, die ja auch gute Lieferanten von Vitamin D sind. Um Störungen der Schilddrüsenfunktion besser vorzubeugen, sollten Familien im Haushalt jodiertes und am besten auch mit Fluorid und Folsäure angereichertes Speisesalz verwenden. Wichtig ist auch der Kauf von Back- und Wurstwaren, die mit Jodsalz hergestellt wurden.


Vitamine für Kraft und Fitness
Die Wichtigkeit von Vitaminen für die gesunde Entwicklung ist den meisten Eltern bewusst. Schwierig wird es allerdings, die Kinder zum Essen von vitaminreichem Gemüse und Obst zu animieren. Der Hinweis, wie gesund das alles sei, zieht nicht: Die Kinder merken nur, dass sie etwas essen sollen, was sie nicht wollen.
Eltern müssen deshalb häufig zu Tricks greifen. Ein Beispiel: Viele Kinder essen rohes Gemüse lieber als gekochtes. In einem solchen Fall sollte im Haushalt immer etwas Obst oder rohes Gemüse, gewaschen und in appetitlichen Happen in erreichbarer Höhe stehen. Eine praktische Faustregel zur benötigten Menge an Obst und Gemüse: Fünf Kinderhände voll Obst und Gemüse über den Tag verteilt. Für ein Vierjähriges sind das zum Beispiel zwei kleine Tomaten, ein paar kernlose Trauben, zwei Stückchen rohe Kohlrabi, eine halbe Banane, ein Stück Gurke.
Die von Ernährungsexperten ermittelten Mengen zur optimalen Versorgung von Kindern und Jugendlichen werden leider von vielen Kindern nicht einmal annähernd erreicht.

Dazu einige Beispiele:
-     22 Prozent der Jungen und 30 Prozent der Mädchen im Vorschulalter erhalten nicht einmal die Hälfte der empfohlenen Milchmenge.
-     In fast allen Altersgruppen essen die Kinder zu wenig pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Brot, Kartoffeln und andere kohlehydratreiche Beilagen. Dafür wird insbesondere mit zunehmendem Alter zu viel Fleisch und damit auch zu viel Fett konsumiert.

Die in deutschsprachigen Länder empfohlenen D-A-CH-Referenzwerte werden für die Vitamine D und E sowie für Folat, Ballaststoffe, Kalzium und Eisen (bei Mädchen) von den meisten Kindern unterschritten, während der Fleischverbrauch verhältnismäßig hoch und die konsumierten Fette ungünstig sind.


Wovon mehr, wovon weniger? 

Die Stiftung Kindergesundheit empfiehlt allen Eltern, sich an folgende Regeln zu halten:
-     Mehr pflanzliche Lebensmittel, vor allem Gemüse, Obst, Brot und Kartoffeln;
-     Mehr Vollkornmehl, -brot, -nudeln oder -reis anstelle von hellen Produkten.
Brot sollte dick geschnitten und dünn belegt werden;
-     Mehr fettreduzierte Milchprodukte anstelle von Vollmilchprodukten;
-     Mehr fettarme Wurst- und Fleischsorten anstelle von fettreichen Varianten;
-     Weniger Fett- und zuckerreiche Lebensmittel (Speisefette, Süßwaren, Knabberartikel);
-     Kinder brauchen viel zu Trinken, im Durchschnitt fünf bis sechs Gläser Flüssigkeit am Tag. Aber bitte lieber als Leitungswasser, Mineralwasser oder ungesüßter Früchtetee anstelle von übersüßten Softdrinks.
-     Beim Kochen und Braten lieber Raps- oder Olivenöl anstelle von anderen Ölen und Fetten.
    
Eltern sollten allerdings der Versuchung widerstehen, das Essverhalten ihrer Kinder streng zu kontrollieren, unterstreicht Professor Koletzko. Besser sei es, ein ausgewogenes Essensangebot bereitzustellen.

Dem Kind bleibt dann überlassen, wie viel es davon isst. Auf diese Weise entwickelt das Kind ein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl, und das ist die beste Vorbeugung gegen Überernährung und Übergewicht.

Und noch ein Letztes: Kinder lernen auch bei der Ernährung durch Nachahmung ihrer Eltern. Doch die Medaille hat zwei Seiten, gibt die Stiftung Kindergesundheit zu bedenken: Ernähren sich die Eltern gesund, wird auch ihr Kind das (hoffentlich) übernehmen – genau so ist es aber leider auch bei schlechtem Vorbild der Eltern.

Bitte helfen Sie uns
Fördern auch Sie die Gesundheit unserer Kinder durch Ihre Spende, die in voller Höhe den Projekten der Stiftung Kindergesundheit zugute kommt. Mit einem Beitritt zum Freundeskreis der Stiftung Kindergesundheit können Sie die Arbeit der Stiftung regelmäßig fördern. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter:
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Newsletter der Stiftung Kindergesundheit vom April 2012

Donnerstag, 12. April 2012

Diabetes: Insulin aus dem Darm

Forscher entdeckten nun einen völlig neuen Ansatz zur Behandlung von Diabetes. Sie konnten Darmzellen dazu bringen, Insulin zu produzieren und versprechen sich dadurch neue Möglichkeiten in der Therapie von Typ-1-Diabetes.

Originalpublikation:
C. Talchai et al.; Nature Genetics, DOI: 10.1038/ng.2215; 2012

Beitrag von Tim Hollstein, erschienen bei doccheck.com am 04.04.2012, lesen --> LINK

Mittwoch, 11. April 2012

Diabetes ist eine Herzens-Angelegenheit

Hohe Blutzuckerwerte schädigen Gefäße / Vorbeugen gegen höheresHerzinfarktrisiko

Die Diagnose „Diabetes“ ist für viele Betroffene schlimm. Doch die Folgeerkrankungen, die bei einer zu späten oder unzureichenden Behandlung auftreten können, sind noch schlimmer. Gefürchtet sind vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Diabetes ist die Hauptursache für etwa zwei Drittel aller behandelten Herzinfarkte“, sagt der Aschaffenburger Diabetologe Dr. Gerhard Klausmann. Und: „Herzinfarkte mit tödlichem Ausgang sind bei Diabetikern häufiger als in der allgemeinen Bevölkerung.“ Alarmierend: Weit über die Hälfte aller Herzinfarktbetroffenen sind Diabetespatienten oder haben zumindest einen gestörten Zuckerstoffwechsel. Denn dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Gefäße. Deshalb haben Diabetiker ein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Vorbeugen tut Not.

Zucker attackiert die Gefäße

Warum Diabetiker-Herzen gefährlich leben, lässt sich leicht erklären: Der bei Diabetes erhöhte Blutzuckerspiegel wirkt sich auf die Blutgefäße aus, besonders auf die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen. Weil sich die Blutgerinnungsneigung durch die Schädigung der Gefäße erhöht, wird das Blut dickflüssiger. Die Blutplättchen (Thrombozyten) schließen sich zu einer Art Geflecht zusammen, das sich an den Gefäßwänden ablagert. Mediziner sprechen hier von einem präthrombotischen Zustand. Dann besteht die Gefahr, dass die Herzkranzgefäße plötzlich verschlossen werden, der Betroffene erleidet einen Herzinfarkt. Etwa 20 Prozent aller Herzinfarkte treten ohne Schmerzen oder sonstige spürbare Beschwerden auf. 

Dies ist bei langjährigen Diabetikern sehr oft der Fall, denn neben der Schädigung der Gefäße sind bei ihnen häufig auch die Nerven angegriffen, sodass sie die Schmerzen gar nicht spüren können. Früh gegensteuern Doch so weit muss es nicht kommen. „Wenn die Diagnose und somit auch die richtige Einstellung des Diabetes frühzeitig erfolgen würde, könnte die Ereignisrate schwerer Folgeerkrankungen deutlich gesenkt werden“, weiß Dr. Eva-Maria Fach, Vorsitzende des Bundesverbands niedergelassener Diabetologen. „Leider ist das bei der Mehrzahl der Typ-2-Diabetiker nicht der Fall.“ Um Folgekrankheiten vorzubeugen, rät sie Patienten mit diagnostiziertem Diabetes, direkt einen Facharzt (Diabetologen) aufzusuchen. 

In Patientenschulungen vermittelt er Hintergrundwissen zur Erkrankung selbst und zum Umgang mit ihr. Darüber hinaus lernen Diabetiker, wie sie das Risiko von Folgeerkrankungen minimieren können. Herzgesund leben Um Gefäßschädigungen und Herzerkrankungen vorzubeugen, ist eine gute Blutzuckereinstellung das A und O. Wichtig ist auch, dass Diabetiker ihre Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren. Sind Blutdruck und Blutfettspiegel erhöht, müssen auch diese Werte reguliert werden. Unerlässlich ist es, herzgesund zu leben: Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Abbau von Übergewicht, damit vor allem das schädliche Bauchfett schmilzt. 

Angesagt sind viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie pflanzliche statt tierischer Fette. Abspecken gelingt jedoch nur, wenn zusätzlich auf mehr Bewegung gesetzt wird. Zuckerpatienten sollten also sportlich aktiv werden – am besten mehrmals pro Woche. Radeln oder Walken sind gute Sportarten, denn sie schonen die Gelenke, greifen aber die Speckpolster an und senken obendrein den Blutzuckerspiegel. Wichtig ist auch, sich das Rauchen abzugewöhnen, denn es erhöht den Blutdruck und verengt die Gefäße. Fest steht: Diabetiker, die regelmäßig zum Glimmstängel greifen, erleiden wesentlich häufiger einen Herzinfarkt!


Dienstag, 10. April 2012

Durch Normalgewicht Diabetes-Risiko des Kindes senken

Beitrag erschienen im abendblatt.de am 04.04.201, lesen --> LINK

Montag, 9. April 2012

Diabetes-Prävention durch höhere Steuern?

Beitrag erschienen bei heilpraxis.net, lesen --> KLICK

Sonntag, 8. April 2012

Diabetes-Prävention kosteneffektiv

Beitrag erschienen bei aerzteblatt.de am 23.03.2012, lesen --> KLICK

Samstag, 7. April 2012

Ärzte und Politiker im gemeinsamen Kampf gegen Diabetes

Artikel erschienen bei tarife-verzeichnis.de am 02.03.2012, lesen --> LINK

Freitag, 6. April 2012

Täglich aktueller Service für Diabetologen, junge Mediziner und Betroffene

Ab sofort steht die Internet-Plattform http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de in neuem Design und mit vielen zusätzlichen Inhalten online. Das Angebot der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) bietet jetzt noch mehr Service. Hier finden Interessierte Termine, Leitlinien, Förderprogramme, Preisausschreibungen, Stipendien und Stellungnahmen der DDG. Neu dazu kommt eine tägliche Presseschau rund um das Thema Diabetes.

Zudem besteht neben der Jobbörse jetzt auch die Möglichkeit, Praxisräume und Nachfolger zu suchen. Für Patienten und Angehörige bietet die DDG Homepage eine bundesweite Suche zu zertifizierten Praxen, Kliniken, Psychologen und Fußbehandlungszentren. Mit der neuen Internetseite erweitert die DDG ihr Leistungsangebot für Mediziner, Studenten und Patienten. Zum Start der Homepage verlost die Fachgesellschaft drei Buchgutscheine im Wert von insgesamt 300 Euro. Weitere Hinweise zur Teilnahme stehen auf der neuen Homepage.
Etwa tausend Besucher informieren sich täglich auf der Internetseite der DDG. Darunter befinden sich Fachleute, DDG Mitglieder und Nachwuchs-Diabetologen. "Aber auch für viele Patienten ist die DDG die erste Anlaufstelle, wenn es um Expertenrat geht", ist sich der Geschäftsführer Dr. Dietrich Garlichs sicher. "Daher haben wir die Arztsuche auf der neuen Homepage verbessert: Eine einfache Suchfunktion zeigt Betroffenen und Angehörigen auf einer Deutschlandkarte, wo sie den nächsten zertifizierten Diabetologen finden." Auch eine Suche nach Schwerpunktpraxen, verschiedenen Fremdsprach-Kenntnissen, Fachpsychologen und verkehrsmedizinischen Gutachtern ist möglich.

Neu auf der Homepage ist die Presseschau auf der Startseite. Täglich sucht die DDG aktuelle Berichte aus den Medien aus, um Fachleute und andere Interessierte auf dem neuesten Stand zu halten. Vielgefragte Inhalte wie etwa die Leitlinien wurden nutzerfreundlich aufbereitet. Neben Stellenausschreibungen können Interessierte jetzt auch Stellengesuche und die Suche nach neuen Praxisräumen selbstständig auf der Homepage eintragen. "Mit der neuen Internet-Seite wollen wir unseren Besuchern einen optimalen Service bieten", so der Geschäftsführer der DDG.

Ebenso wichtig ist die Vernetzung der DDG innerhalb des Internets. Auch hier ist die Fachgesellschaft aktiv. Auf facebook "postet" sie mehrmals in der Woche interessante Nachrichten, gibt Lesetipps oder regt zur Diskussion an. Zum Start der Homepage verlost die DDG drei Buchgutscheine des Georg Thieme Verlags. Teilnehmer müssen dafür zwei Gewinnspielfragen beantworten, die sie auf der neuen Homepage finden: www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/gewinnspiel
Einsendeschluss ist der 30. April 2012.

Pressemitteilung der DDG vom 21.03.2012

Mittwoch, 4. April 2012

diabetestour: "Nicht labern, sondern machen!"

Das 10. Gastspiel der diabetestour war am 31. März in Halle (Saale).
2.500 Besucher aus dem Ballungszentrum Halle-Leipzig kamen zur Messe.

Dagmar Szabados (SPD) freute sich bei der Eröffnung darüber, dass die diabetestour in Halle Station macht – „Halle veranstaltet viele Gesundheitsmessen, und da passt die diabetestour sehr gut zu uns.“ Die Oberbürgermeisterin der Stadt lobte den Charakter der Tour auch deshalb, da es in der Region Halle deutlich mehr Diabetiker gibt als im Bundesdurchschnitt.

Reinhold Meintzinger (Quedlinburg) und Rosmarie Wallig (Chemnitz) begrüßten die Tourbesucher im Namen des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB); erstmals wurde die diabetestour von zwei DDB-Landesverbänden (statt einem) mitveranstaltet – der Ballungsraum reicht weit über Sachsen-Anhalt hinaus nach Sachsen.  

Dr. Karsten Milek:  „Nicht labern, sondern machen“!
Vor Ort war auch Dieter Möhler, DDB-Bundesvorsitzender. Was Reinhold Meintzinger „besonders freut: Ich habe auch Vertreter aus Niedersachsen gesehen sowie aus Berlin und aus weiteren Bundesländern“. Auch das Referenten-Team war bunt: Bundesverdienstkreuz-Träger Dr. Karsten Milek (Hohenmölsen) zitierte die 2001 früh verstorbene SPD-Politikerin Regine Hildebrandt: In Richtung Gesundheitspolitiker und Diabetikerversorgung soll man eben „nicht labern, sondern machen“!

Diabetes-Experte Prof. Dr. Peter E. H. Schwarz (Dresden) sagte den Besuchern, dass sich gesundheitspolitisch gesehen einiges in die falsche Richtung bewegt, „deshalb brauchen wir eine starke Diabetikervertretung in Deutschland. Mir schwebt ein ähnlich starker Verband der Diabetiker vor wie der ADAC für die Autofahrer!“

Fragen zum Thema Diabetes beantwortet
Das Konzept der diabetestour ist einfach: Das Diabetes-Journal (Kirchheim-Verlag) bringt die Zeitschrift in die Städte – sowie die Idee, die Personen, die hinter dem Journal stehen, und das Konzept. Für Halle bedeutete das: Sämtliche Fragen der Betroffenen wurden beantwortet – in Talkrunden mit dem DDB, in Experten-Referaten, auch unter vier Augen mit Redaktionsmitgliedern wie Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt und Dr. Katrin Kraatz.
Informiert wurde über Unterzuckerungen, Bewegung, Fußprobleme. Es gab kein Tabu: So präsentierte Dr. H. C. Treichel (Genthin) das heikle Thema Erektionsstörungen, nannte die Bandbreite der psychischen, pflanzlichen, medikamentösen Hilfen.

Zur Information auch viel Unterhaltung
Für Unterhaltung sorgten U. a. ein Diabetiker-Theaterstück, exzellente Koch-Shows, Gewichtheber Matthias Steiner. Magnet war eine große Industrieausstellung.

Vormerken: Deutscher Diabetiker Tag
Nach der fulminanten Veranstaltung im November in Nürnberg gibt es auch dieses Jahr den Deutschen Diabetiker Tag (DDT) – und zwar am 10. November in Hannover. Die diabetestour präsentiert den Tag erneut als Gemeinschaftsveranstaltung des DDB, des Diabetes-Journals und des HCC/Hannover Congress Centrum. Empfehlung: vormerken! Anfragen an: Monika Haas, haas(at)kirchheim-verlag(dot)de

Beitrag aus kirchheim-verlag.de vom 04.03.2012