Samstag, 26. Mai 2012

Leber reguliert Hungergefühl

Behandlung der Leber bei Gewichtszunahme kann Diabetes vorbeugen

Forscher der University of Melbourne und des größten australischen Gesundheitsversorgers Austin Health sind dem Geheimnis auf der Spur, wie unser Körper Fetthaushalt und Gewicht reguliert.

Zusammen mit Professor Sof Andrikopolous hat die für Austin Health in Melbourne tätige Barbara Fam herausgefunden, dass die Leber direkt mit unserem Gehirn kommuniziert, um die Essensmenge zu kontrollieren, die wir täglich zu uns nehmen.

Die Untersuchungsergebnisse verdeutlichen, dass die Leber entgegen bisheriger Annahmen beim Regulieren des Körpergewichts tatsächlich eine entscheidende Rolle spielt und bei Gewichtszunahmen gezielt behandelt werden sollte.

Bei Laborversuchen an Mäusen führte die Überexpression eines bestimmtes Leberenzyms zu einer 50-prozentigen Fettreduzierung. Die betroffenen Mäuse aßen außerdem weniger als die Mäuse, die das zusätzliche Enzym nicht im Körper hatten. Da das Enzym namens FBPase für die Glukoseproduktion benötigt wird, waren Wissenschaftler lange der Meinung, dass zu viel FBPase ungesund für den menschlichen Körper ist.

"Aufgrund der Tatsache, dass das Enzym für die erhöhte Glukoseproduktion der Leber verantwortlich ist, sind wir eigentlich davon ausgegangen, dass die Mäuse mit der Extraportion FBPase eher dazu neigen, an Diabetes zu erkranken". Bei einer genaueren Untersuchung der Mäuse haben wir jedoch festgestellt, dass das Enzym die Absonderung bestimmter Hormone auslöste, die das Hungergefühl beeinflussen.

"Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass eine fetthaltige Ernährungsweise zu einer Erhöhung des Leberenzyms führt. Diese Erhöhung trat wahrscheinlich als negativer Feedback-Mechanismus ein, um so eine weitere Gewichtszunahme zu kontrollieren. Unter normalen physiologischen Umständen übernimmt FBPase jedoch keinesfalls die Aufgabe, Körpergewicht zu kontrollieren. Das Enzym greift vielmehr erst dann ein, wenn dem Körper überschüssige Nährstoffe, wie Fett, zugeführt werden", erklärte Dr. Fam.

"Wenn sich Menschen vor allem langfristig sehr fett- und zuckerhaltig ernähren, kann sich diese Ernährungsweise sehr unterschiedlich auf den Körper auswirken. Anscheinend haben wir jedoch tatsächlich ein eingeborenes System in uns, das einer möglichen weiteren Gewichtszunahme in solchen Fällen entgegenwirkt", schlussfolgert Dr. Fam.

Die Untersuchungsergebnisse müssen in weiteren Studien überprüft werden. Die neueste Studie hat jedoch gezeigt, dass FBPase nicht nur als Mediator des Glukosestoffwechsels betrachtet werden sollte, sondern auch als ein sehr wichtiges Organ, das unser Hungergefühl und unseren Fetthaushalt reguliert.

Die Studie wurde im April 2012 in der Wissenschaftszeitschrift "Diabetes" veröffentlicht.

Pressemitteilung von Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann, erschienen am 03.05.2012. Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

Freitag, 25. Mai 2012

Technologie verbessert Komfort für Menschen mit Diabetes

BD präsentiert innovative Diabetes-Pen-Nadel mit 5-fach-Schliff

BD (Becton, Dickinson and Company), eines der weltweit führenden Medizintechnologie-Unternehmen, kündigte am vergangen Mittwoch für Deutschland die Markteinführung der Produktlinie BD Micro-Fine Ultra™ Pen-Nadeln mit 5-fach Schliff an. Diese neue Technologie verbessert den Injektionskomfort für Menschen mit Diabetes und bietet noch mehr Vorteile bei der Insulininjektion als die aktuelle BD Micro-Fine™+ Pen-Nadel.
In einer Patientenstudie wurden die Pen-Nadeln mit 5-fach Schliff im Vergleich zu den herkömmlichen Pen-Nadeln mit 3-fach Schliff als weniger schmerzhaft, einfacher einzuführen und angenehmer beurteilt. Diese neue Pentapoint™ Technologie, der 5-fache Schliff der Nadelspitze, ist eine weitere Innovation der Diabetes-Sparte von BD Medical für die neue BD-Produktlinie mit Premium-Pen-Nadeln, die jetzt unter dem Namen BD Micro-Fine Ultra auf den Markt kommt.

Studien weisen darauf hin, dass ein Fünftel bis ein Drittel aller Menschen mit Diabetes sich ihre Insulininjektionen nur widerstrebend oder ungern verabreichen. Zu den genannten Gründen zählt auch die Angst vor Nadeln. Außerdem hat sich gezeigt, dass Patienten, die über Schmerzen bei der Injektion klagen oder denen die Injektionen peinlich sind, ihre Insulininjektionen häufiger absichtlich auslassen. Die BD Micro-Fine Ultra Pen-Nadel mit Pentapoint- Technologie verringert die benötigte Kraft zum Einstechen der Nadel in die Haut um durchschnittlich 23 Prozent und führt zu einer klinisch nachweisbaren Reduzierung des Injektionsschmerzes. Dieser höhere Komfort und die vereinfachte Anwendung können dazu beitragen, dass Diabetiker die verordneten Insulininjektionen besser einhalten und damit die Behandlungsergebnisse verbessern.

Die Nadelspitzen der BD Micro-Fine Ultra Pen-Nadeln mit Pentapoint Technologie sind durch den 5-fach Schliff schlanker und flacher. Sie dringen spürbar leichter in die Haut ein und bieten eine komfortablere Injektion als Nadeln mit herkömmlichem 3-fach Schliff. Die Pentapoint Technologie gibt es für Pen-Nadeln in den Längen 4 mm, 5 mm und 8 mm.
Marcio Coelho, stellvertretender Vorsitzender/geschäftsführender Direktor Europa der Diabetes-Sparte von BD Medical sagte: "BD Diabetes Care ist seit fast 90 Jahren eines der führenden Unternehmen bei Injektionsinstrumenten für Menschen mit Diabetes. Wir sind von je her bestrebt, den Injektionsvorgang für die Millionen von Menschen mit Diabetes zu verbessern. Dies geschieht durch laufende Patientenaufklärung, ständige Umsetzung von Innovationen und Verbesserungen sowie die Entwicklung qualitativ hochwertiger Produkte, die immer ein bisschen besser sind. Angesichts der Erfahrungen mit der seit dem Jahr 2010 angebotenen BD Micro-Fine™+ 4 mm Pen-Nadel sind wir sicher, dass unsere neue Pentapoint Technologie die Injektion noch komfortabler machen wird. Dies wird den Diabetikern die Furcht nehmen und den Widerstand gegen Injektionen verringern, sodass sie die verordneten Therapien leichter annehmen und einhalten können, was wiederum ihre Diabeteskontrolle verbessert."

Die bisherigen BD Micro-Fine+ Pen-Nadeln werden in Deutschland durch die neuen BD Micro-Fine Ultra Pen-Nadeln abgelöst. Die BD Micro-Fine Ultra Pen-Nadeln gibt es in den Längen 4 mm, 5 mm, 8 mm und 12,7 mm (12,7 mm mit herkömmlichen 3-fach Schliff, aber jetzt auch mit thin wall Technologie). Die BD Micro-Fine Ultra Pen-Nadeln kommen in neu gestalteten Verpackungen auf den Markt und haben neue Pharmazentralnummern (PZN).

Die BD Micro-Fine Ultra 4 mm Pen-Nadel ist bei Patienten jeglicher Körperstatur nachweislich genauso effektiv wie längere Nadeln. Sie ermöglicht eine äquivalente Blutzuckerkontrolle bei noch zuverlässigerer Verabreichung der Insulindosis in das subkutane Gewebe (Unterhautfettgewebe), der empfohlenen Stelle für die Insulininjektion, da gleichzeitig das Risiko einer Injektion in Muskelgewebe verringert wird. Eine intramuskuläre Injektion kann die Insulinresorption beschleunigen und das Hypoglykämierisiko (zu niedriger Blutzuckerspiegel) erhöhen. Bei einer subkutanen Injektion wird das Insulin in der gewünschten Geschwindigkeit aufgenommen und eine bessere glykämische Kontrolle erreicht.

Die BD Micro-Fine Ultra 4 mm Pen-Nadel mit Pentapoint Technologie ist ein wichtiger Schritt vorwärts zur Verbesserung des Komforts und der Ergebnisse bei der Insulininjektion.

Quellen : Hirsch L, et al. The impact of a modified needle tip geometry on penetration force as well as acceptability, preference and perceived pain in subjects with diabetes. J Diab Sci Tech 2012; Zambanini A, Newson RB, Maisey M, Feher MD. Injection related anxiety in insulin-treated diabetes. Diabetes Res Clin Pract 1999;46:239-246.; Klobassa N, Moreland P. Psychological insulin resistance stems from fear. MayoClinic.com Living with Diabetes Blog, January 20, 2010. Verfügbar unter: www.mayoclinic.com/health/psychological-insulin-resistance/MY01165.; Hirsch L, Klaff L, Bailey T, Gibney M, Albanese J, Qu S, Kassler-Taub K.spanComparative glycemic control, safety and patient ratings for a new 4 mm\32G insulin pen needle in adults with diabetes Curr Med ResOpin 2010;26:1531–1541.; Frid A. Fat thickness and insulin administration, what do we know? Infusystems Int. 2006;5(3):17-19.; Gibney MA, Arce CH, Byron KJ, Hirsch LJ. Skin and subcutaneous adipose layer thickness in adults with diabetes at sites used for insulin injections: implications for needle length recommendations. Curr Med Res Opin. 2010 Jun;26(6):1519-30.; Polak M, Beregszaszi M, Belarbi N, et al. Subcutaneous or intramuscular injections of insulin in children: are we injecting where we think we are? Diabetes Care 1996;19(12):1434-1436.; Birkebaek NH, Solvig J, Hansen B, Jorgensen C, Smedegaard J, Christiansen JS. A 4-mm needle reduces the risk of intramuscular injections without increasing backflow to skin surface in lean diabetic children and adults. Diabet Care 2008;31(9):e65.; Hofman PL, Lawton SA, Peart JM, et al. An angled insertion technique using 6-mm needles markedly reduces the risk of intramuscular injections in children and adolescents. Diabet Med 2007;24:1400-1405. 

Pressemittteilung ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH, erschienen am 04.05.2012

Donnerstag, 24. Mai 2012

Weiterbildung zur DiabetesassistentIn DDG

Das Diabetes-Schulungszentrum Hohenmölsen bietet als bundesweit anerkannte Weiterbildungsstätte der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) eine  Weiterbildung zur DiabetesassistentIn DDG an. Der berufsbegleitende Weiterbildungslehrgang richtet sich an Medizinische Fachangestellte (MFA), Gesundheits- und (Kinder)KrankenpflegerInnen, PädagogInnen, (Dipl.) OecotrophologInnen (FH), DiätassistentInnen, Medizinisch-Technische AssistentInnen (MTA) und AltenpflegerInnen.

Termine
Der nächste Weiterbildungslehrgang findet im Herbst 2012 statt:
1. Block - 10.09. bis 21.09.2012
2. Block - 26.11. bis 07.12.2012


Anmeldung und Information --> KLICK

Mittwoch, 23. Mai 2012

Studie zeigt fehlendes Problembewusstsein bei Eltern übergewichtiger Kinder

"Mein Kind ist doch nicht dick" oder "Das ist doch nur Babyspeck" sind Sätze, die häufig von Eltern mit übergewichtigen oder gar fettleibigen (adipösen) Kindern zu hören sind. Nach einer aktuellen Studie zur Teilnahme von Familien an einem Präventionsprogramm gegen Fettleibigkeit bei Kindern werden Eltern erst dann aktiv, wenn ihr Nachwuchs bereits adipös ist. Kindliches Übergewicht wird meist noch nicht als Problem erkannt. Die Studie ist ein Kooperationsprojekt des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen, des Kinderärztenetzwerks CrescNet und der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig.

Untersucht wurden das Familienumfeld und die Beweggründe der Eltern für oder gegen eine Teilnahme im Präventionsprogramm. Dies ist konzipiert für übergewichtige oder adipöse Kinder zwischen 4 und 17 Jahren. Darin beraten speziell geschulte Präventionsmanager (Psychologen und Ernährungswissenschaftler) die Familien telefonisch zu gesunder Ernährung und Bewegung und gehen auf individuelle Probleme ein.

Der Anteil "nur" übergewichtiger Kinder mit einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen der 90. und 97. Perzentile war mit 62 Prozent in der Gruppe der nicht teilnehmenden Familien deutlich höher als bei den teilnehmenden (41 Prozent). Die Zahl der bereits adipösen Kinder (BMI über 97. Perzentile) lag bei den Teilnehmerfamilien bei rund 59 und bei den Nicht-Teilnehmern bei 38 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass das Präventionsprogramm zu spät wahrgenommen wird. Die Leiterin der Untersuchungen, Dr. Susann Blüher, erläutert: "Familien, deren Kinder "nur" übergewichtig sind, haben offenbar weniger Problembewusstsein als Eltern von bereits adipösen Kindern. Da das Programm aber als Adipositas-Präventionsprojekt gedacht war, wollten wir eigentlich gerade die Familien erreichen, deren Kinder übergewichtig sind, um einer übermäßigen Gewichtszunahme und somit einer Adipositas vorzubeugen." Auffällig war außerdem, dass Familien mit übergewichtigen Töchtern häufiger und früher am Programm teilnahmen als solche mit Söhnen. So waren die teilnehmenden Mädchen im Mittel 8,8 Jahre und die Jungen bereits 10,4 Jahre alt.

Die hauptsächlich angeführten Gründe, warum Familien nicht an dem Präventionsprogramm teilnehmen wollten, waren die Überzeugung, dass man bereits gesund genug lebe oder das eigene Kind nicht übergewichtig sei. Genannt wurden außerdem Zeitmangel, die Teilnahme an anderen Programmen und die zu hohen Kosten eines gesünderen Lebensstils. Die Vorstellung bereits gesund zu essen, stand häufig im Widerspruch zu den Angaben zur Ernährung. So fiel gerade bei diesen Familien häufiger das Frühstück aus und die Mahlzeiten waren unregelmäßig. Gründe für die Teilnahme waren eine bereits vorliegende Adipositas beim Kind und auch die Einsicht der Eltern, dass sie gegen ihr eigenes Übergewicht angehen müssen.

Die wichtigste Erkenntnis aus der Studie sei deshalb "Präventionsprogramme zu entwickeln, die die Betroffenen auch wirklich erreichen. In den Familien muss erst ein Bewusstsein für die negativen Folgen von Übergewicht geschaffen werden", so die Leiterin der IFB-Nachwuchsforschungsgruppe "Prävention von Adipositas", Dr. Blüher. Solche Programme sind wichtiger denn je, da rund 80 Prozent der übergewichtigen Kinder auch als Erwachsene dick bleiben. Immer häufiger treten außerdem schon bei Kindern und Jugendlichen Erkrankungen wie Diabetes, orthopädische und Herz-Kreislaufbeschwerden auf, die mit starkem Übergewicht zusammen hängen.

Die Beratung im Adipositas-Präventionsprogramm erfolgt telefonisch, sodass Familien unabhängig vom Wohnort dieses niedrigschwellige Angebot nutzen können (weitere Informationen unter: www.taff.crescnet.org).

CrescNet wurde 1998 von Professor Dr. Eberhard Keller an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig gegründet und mittlerweile arbeiten 312 niedergelassene Kinderärzte sowie 23 Behandlungszentren in der CrescNet gGmbH zusammen. Die Daten von über 500.000 Kindern werden pseudonymisiert gesammelt und ständig auf Auffälligkeiten untersucht. Somit fördert CrescNet die Früherkennung von Störungen der Wachstums- und Gewichtsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Für die vorliegende Studie ermittelte CrescNet Familien mit übergewichtigen Kindern mit Hilfe der anonymisierten Untersuchungsdaten; die betreuenden Kinderärzte kontaktierten die Familien. Kontakt: Ruth Gausche, Tel. 0341 - 97 26 148 (www.crescnet.org)

Das IFB AdipositasErkrankungen ist eines von acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Es ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig (AöR). Ziel der Bundesförderung ist es, Forschung und Behandlung interdisziplinär so unter einem Dach zu vernetzen, dass Ergebnisse der Forschung schneller als bisher in die Behandlung adipöser Patienten integriert werden können. Zur Patientenbehandlung stehen eine IFB AdipositasAmbulanz für Erwachsene und eine für Kinder und Jugendliche zur Verfügung.

Pressemitteilung von Doris Gabel, Universität Leipzig, erschienen am 02.05.2012

Dienstag, 22. Mai 2012

Typ-2-Diabetes mellitus: Adipöse Teenager widersetzen sich Therapien

Beitrag erschienen bei aerzteblatt.de am 30.04.2012, weiterlesen --> KLICK

Montag, 21. Mai 2012

Tödliches Risiko aus dem Mund

Beitrag erschienen bei focus.de am 18.04.2012, weiterlesen --> KLICK

Sonntag, 20. Mai 2012

Kostenlose Broschüre - Diabetes und Alzheimer: Risiken kennen und meiden

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Alzheimer? Wie wirkt sich der Blutzuckerspiegel auf die geistige Leistungsfähigkeit aus? Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) beantwortet in ihrer neuen Broschüre "Diabetes und Alzheimer: Risiken kennen und meiden" die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

"In unserer täglichen Arbeit erreichen uns Anfragen von Diabetikern, die mehr zum Thema Alzheimer wissen möchten", sagt Autorin Dr. Dagmar Salber. "Unsere neue Broschüre fasst die wichtigsten Antworten zum Thema Diabetes und Alzheimer übersichtlich und leicht verständlich zusammen."

Die Broschüre gibt zunächst einen Überblick über Diabetes Typ 2 und die Alzheimer-Krankheit. Anschließend wird das Zusammenspiel beider Erkrankungen beleuchtet. Im Schlusskapitel steht dann die Vermeidung von Risikofaktoren für Diabetiker im Mittelpunkt. "Die goldene Regel sollte ein möglichst im Normalbereich liegender Blutzuckerwert sein. Hilfreich ist dabei nicht nur eine Umstellung der Ernährung sondern auch regelmäßige körperliche Bewegung", erläutert Salber.

Die Broschüre "Diabetes und Alzheimer: Risiken kennen und meiden" kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf. Per Internet auf http://www.alzheimer-forschung.de , Rubrik Aufklärung, per E-Mail info@alzheimer-forschung.de oder einfach über die gebührenfreie Telefonnummer 0800 200 40 01.

Kosten- und rechtefreies Fotomaterial zur Broschüre "Diabetes und Alzheimer: Risiken kennen und meiden" steht unter nachfolgendem Link zur Verfügung:
http://www.alzheimer-forschung.de

Über die Alzheimer Forschung Initiative
Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher. Bis heute hat die Alzheimer Forschung Initiative 102 Projekte mit rund 5,4 Mio. € fördern können.

Die AFI stellt außerdem kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Interessierte und Betroffene können sich auf http://www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Ratgeber bestellen. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Möglichkeiten zu Spenden.

Pressemitteilung bei gesundheit-adhoc.de, erschienen am 17.04.2012

Samstag, 19. Mai 2012

Diabetiker müssen auf die Wunderpille weiter warten

Beitrag erschienen bei welt.de am 23.04.2012, weiterlesen --> KLICK

Freitag, 18. Mai 2012

Phthalate möglicher Faktor bei Typ-2-Diabetes mellitus

Derzeit wird der Typ-2-Diabetes mellitus mit einer Mischung aus genetischer Prädisposition und ungesundem Lebensstil als Ursachen erklärt. Nach einer Mitteilung der Universität Uppsala wird erstmals ein Zusammenhang mit Umweltschadstoffen hergestellt.

Phthalate werden als Weichmacher in Plastikverpackungen und Kunststoffen, teilweise auch Kosmetika und in Körperpflegemitteln verwendet. Die Substanzen sollen inzwischen so verbreitet sein, dass sie sich im Blut praktisch aller Menschen nachweisen lassen. Noch nicht ausreichend geklärt sind dabei die Auswirkungen auf die Gesundheit. Diskutiert werden Störungen des Stoffwechsels der Sexualhormone. So sollen Phthalate als sog. endokrine Disruptoren die Fertilität herabsetzen können.

Pressemitteilung der  Universität Uppsala vom 11.4.2012

Donnerstag, 17. Mai 2012

Feinstaub erhöht Risiko für Schlaganfälle und Diabetes

Artikel erschienen bei focus.de am 29.04.2012, weiterlesen --> KLICK

Mittwoch, 16. Mai 2012

Xenotransplantation bei Diabetes

Schweinezellen bewähren sich im Tiermodell

Diabetes ist ein Sammelbegriff für schwere Störungen des Zuckerhaushalts. Bei einem Typ-1-Diabetes etwa zerstört der Körper selbst die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin produzieren. Ohne dieses Hormon kann der Blutzuckerspiegel nicht mehr kontrolliert werden. Die Betroffenen – in Deutschland allein sind es rund 250.000 – sind auf eine lebenslange strikte Insulintherapie angewiesen. Nur die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse oder von Beta-Zellen bietet die Chance auf Heilung. Weil Spenderorgane rar sind, setzen viele Forscher auf eine Xenotransplantation, also die Verpflanzung tierischen Gewebes – das aber im menschlichen Körper abgestoßen wird. Ein Team um die LMU-Forscher Professor Eckhard Wolf und Professor Jochen Seißler hat nun in Schweinen genetisch modifizierte Beta-Zellen erzeugt, die die menschliche Körperabwehr hemmen und den Blutzuckerspiegel regulieren können – wenn auch vorerst nur im diabetischen Tiermodell. „Ob dies auch im menschlichen Organismus gelingt, wissen wir noch nicht“, sagt Wolf. „Trotzdem halten wir den Ansatz für sehr vielversprechend und werden ihn nun in weiteren Modellen testen.“ 

Ein Typ-1-Diabetes tritt meist in jungen Jahren auf und beruht oft auf einer Autoimmunreaktion, die letztlich die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Das fehlende Hormon müssen sich die Patienten bei Bedarf zuführen, wobei es auch bei strenger Einhaltung aller diätischen und therapeutischen Vorgaben zu einem schweren und potenziell lebensbedrohlichen Unterzucker kommen kann. 

Für viele Betroffene wäre deshalb die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse oder der Insulin-produzierenden Beta-Zellen die beste Option. Doch auf etwa eine Viertelmillion Patienten in Deutschland kamen im Verlauf der letzten Jahre weniger als 200 Transplantationen, vor allem weil Spenderorgane so rar sind. „Das Schwein ist ein möglicher alternativer Spenderorganismus, weil sein Zuckerstoffwechsel dem des Menschen sehr ähnlich ist“, sagt Seißler. 

Das Insulin des Schweines unterscheidet sich von dem humanen Hormon sogar nur in einem Baustein und wurde über Jahrzehnte in der Diabetestherapie eingesetzt. Doch Schweinezellen werden nach der Transplantation vom menschlichen Organismus schnell als Fremdgewebe erkannt und zerstört. Die Verkapselung des Gewebes in biologisch inertes Material, das Insulin durchlässt, aber Immunzellen abhält, ist eine mögliche Gegenmaßnahme. Die Lebensdauer der Zellen ist aber wegen ihrer chronischen Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen verkürzt. 

Das Team um Wolf wählte daher einen anderen Weg und generierte genetisch veränderte Spenderschweine, deren Beta-Zellen das Molekül LEA29Y bilden, das die Aktivierung bestimmter Abwehrzellen hemmt. Mit Erfolg: Im diabetischen Mausmodell – mit humanem Immunsystem – wurden die Schweinezellen nicht abgestoßen und normalisierten zudem den Blutzucker der Mäuse, wie das Team um Seißler zeigte. „Wir wissen nicht, ob dies auch im menschlichen Organismus erfolgreich wäre“, betont Wolf. „Allerdings werden wir den vielversprechenden Ansatz mit immunmodulierenden Beta-Zellen nun in anderen Transplantationsmodellen validieren.“ (suwe) 

Publikation: „Xenografted Islet Cell Clusters From INSLEA29Y Transgenic Pigs Rescue Diabetes and Prevent Immune Rejection in Humanized Mice”
Nikolai Klymiuk, Lelia van Buerck, Andrea Bahr, Monika Offers, Barbara Kessler, Annegret Wuensch, Mayuko Kurome, Michael Thormann, Katharina Lochner, Hiroshi Nagashima, Nadja Herbach, Rudiger Wanke, Jochen Seissler, and Eckhard Wolf
Diabetes online, 20. April 2012
http://diabetes.diabetesjournals.org/cgi/content/abstract/db11-1325v1?papetoc

Ansprechpartner:Prof. Dr. Eckhard Wolf, Lehrstuhl für Molekulare Tierzucht und Biotechnologie, Genzentrum der LMU , E-Mail: ewolf@lmb.uni-muenchen.de
Prof. Dr. Jochen Seißler, Medizinische Klinik und Poliklinik IV- Campus Innenstadt, Diabetes Zentrum, Klinikum der Universität München, E-Mail: Jochen.Seissler@med.uni-muenchen.de

Pressemitteilung der Universität München vom 23.04.2012 

Dienstag, 15. Mai 2012

Deutsche Diabetes-Hilfe kündigt erste Ergebnisse von DIVE an: 20.000 Patienten durch Register rekrutiert

Das DIVE-Projekt (Diabetes Versorgungs-Evaluation) ist eine nationale Initiative zur Qualitätssicherung in der diabetologischen Versorgung. Projektträger ist diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe als nationale Interessenvertretung für Menschen mit Diabetes, Ärzte und Diabetesberater. Ziel ist die zentrale Dokumentation der Behandlungsdaten von Patienten mit Diabetes mellitus, um daraus Ansätze der Verbesserung der Versorgungsqualität abzuleiten. Das DIVE-Projekt wurde im September 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem haben sich 175 diabetologische Schwerpunktpraxen für die Initiative interessiert und gemeinsam bereits mehr als 20.000 Patienten dokumentiert.

„Mit DIVE ist diabetesDE dem Ziel der Etablierung eines Nationalen Diabetesregisters einen deutlichen Schritt näher gekommen“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. „Dieses Ergebnis stellt einen großen Erfolg in kurzer Zeit dar und hat uns gezeigt, dass die Dokumentation mittels spezifischer Praxissoftware effizient ist und die Strukturierung der Dokumentation unterstützt.“

In seinen Zielen wird DIVE von Vertretern des Forums Qualitätssicherung in der Diabetologie (FQSD), dem Kompetenznetzwerk Diabetes, der Arbeitsgemeinschaft niedergelassener diabetologisch tätiger Ärzte (AND), dem Bundesverband Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND), dem Bundesverband der Diabetologen in Kliniken e.V. (BVDK), dem Wissenschaftlichen Institut der niedergelassenen Diabetologen (winDiab) und einer allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) unterstützt. Diese beraten Projektträger diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe im Rahmen eines wissenschaftlichen Beirats, der alle drei Monate über die weitere Ausgestaltung des Projektes berät. Am Samstag, dem 19. Mai 2012, werden im Rahmen der Sitzung „Diabetestherapie – ohne Register kein Durchblick“ auf dem Diabetes Kongress 2012 der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Stuttgart durch Professor Thomas Danne im Vortrag „DIVE – Der Weg zum nationalen Versorgungsregister“ die wesentlichen Zielsetzungen und erste Ergebnisse des Registers präsentiert.

Nähere Informationen zum DIVE-Register finden Sie unter http://www.dive-register.de

Pressemitteilung von diabetesDE vom 30.04.2012

Montag, 14. Mai 2012

Süßholz bei Diabetes

Artikel erschienen bei heilpraxisnet.de, erschienen am 02.05.2012

Sonntag, 13. Mai 2012

Häufiges Röntgen der Zähne erhöht Tumorgefahr

Beitrag erschienen bei focus.de am 10.04.2012, lesen --> KLICK

Freitag, 11. Mai 2012

Wie der Lebensstil und Krebskrankheiten zusammenhängen


Eine Studie bestätigt den Zusammenhang zwischen Diabetes, Übergewicht und verschiedenen Krebsarten


Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes mellitus Typ 2, früher auch Altersdiabetes genannt, weil er erst im höheren Lebensalter auftritt, kommen nicht selten gemeinsam vor. Sie gelten auch als Risikofaktoren für verschiedene Krebserkrankungen. Einmal mehr wird das durch eine Studie in der Fachzeitschrift Cancer Causes and Control bestätigt.

In der Studie aus Schweden untersuchten Forscher, wie oft Diabetes, Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte bei Krebspatienten innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Krebsdiagnose aufgetreten waren. Die Daten verglichen sie mit denen von nicht an Krebs erkrankten Kontrollpersonen gleichen Alters, Geschlechts und desselben Wohnorts.

Den Ergebnissen zufolge ging Diabetes mellitus mit einem erhöhten Risiko für Krebs der Leber, der Bauchspeicheldrüse, des Dickdarms, der Harnwege und der Harnblase einher. Auch Brustkrebspatientinnen hatten häufiger innerhalb der letzten vier Jahre vor der Krebsdiagnose an Diabetes gelitten. Übergewicht kam gehäuft bei Personen vor, die an Gebärmutterkörperkrebs, Darmkrebs und Nierenkrebs erkrankten, sowie bei älteren Brustkrebspatientinnen jenseits des 60. Lebensjahres. Hohe Blutfettwerte wurden bei Patientinnen mit Eierstockkrebs beobachtet.

Die Untersuchung zeige den nicht unerheblichen Einfluss des Lebensstils auf das Risiko, an Krebs zu erkranken, so die Studienautoren. Kommen Diabetes mellitus, starkes Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte gemeinsam vor, handelt es sich um das sogenannte metabolische Syndrom. Dessen Verbreitung hat in den letzten Jahrzehnten hierzulande stark zugenommen – nicht zuletzt aufgrund einseitiger, kalorienreicher Ernährung gepaart mit Bewegungsmangel.


Quelle:
Attner, B. et al.: Cancer among patients with diabetes, obesity and abnormal blood lipids: a population-based register study in Sweden. Cancer Causes and Control, Onlinevorabveröffentlichung am 30. März 2012, DOI: 10.1007/s10552-012-9946-5

Ausführliche Informationen zum Thema
Ernährung und Krebs finden Sie hier auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Pressemitteilung der krebsgesellschaft.de, erschienen am 26.04.2012







Donnerstag, 10. Mai 2012

Volkskrankheit Diabetes: Epidemiologe

Interview mit Dr. Wolfgang Rathmann, erschienen bei diabetes-ratgeber.de am 19.04.2012, lesen --> KLICK

Mittwoch, 9. Mai 2012

Fettqualität beeinflusst Blutzuckerspiegel

Der Konsum von tierischen Fetten kann die Gehirnfunktion und den Schlaf verändern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen. Danach führt eine gesteigerte Aufnahme von Milchfett zu erhöhten Blutzuckerwerten, einer verminderten Gehirnaktivität und weniger Bewegung. Dies ist bei einer vergleichbaren Aufnahme von Rapsöl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist, nicht der Fall. Die Forscher weisen darauf hin, dass Fette, die einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthalten, das Diabetesrisiko erhöhen und die Hirnleistung reduzieren.

Die gute Verfügbarkeit von Lebensmitteln mit einer hohen Energiedichte wird heute - zusammen mit körperlicher Inaktivität - als eine der Hauptursachen für Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 angesehen. Diese Erkrankungen stellen für das Gesundheitssystem eine große Herausforderung dar. Neben der Gesamtfettaufnahme wird der Fettqualität eine entscheidende Rolle beigemessen. In der Arbeitsgruppe von Privatdozentin Dr. Anita Hennige von der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans-Ulrich Häring) wurde in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung e.V. untersucht, wie sich eine kaloriengleiche Aufnahme von Rapsöl oder Milchfett auf den Blutzuckerspiegel, die körperliche Aktivität sowie die Aktivität des Gehirns und das Schlafverhalten auswirkt.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht handelt es sich bei Rapsöl um ein äußerst wertvolles Speiseöl, da es einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren enthält und besonders arm an gesättigten Fettsäuren ist. Milchfett, ein tierisches Fett, besteht zum größten Teil aus gesättigten Fettsäuren, Hauptbestandteil ist hier Palmitinsäure.

Ernährungswissenschaftlerin Dr. Tina Sartorius konnte in Mäusestudien nachweisen, dass zu viel gesättigte Fettsäuren in der Nahrung zu erhöhten Blutzuckerwerten und einer verschlechterten Insulinwirkung in Gehirn führen und stellt fest: "Diese übergewichtigen Mäuse zeigen ein reduziertes Bewegungsverhalten, eine Beeinträchtigung der Gehirnaktivität und ein verändertes Schlafmuster. Dahingegen führen ungesättigte Fettsäuren zu keinen Veränderungen im Blutzuckerprofil obwohl auch diese Mäuse übergewichtig sind. Sie bleiben dennoch körperlich aktiv und haben keinen gestörten Schlaf."

Auch beim Menschen konnte das Forscherteam ähnliche Effekte nachweisen. Obwohl die Probanden nach einer 3-monatigen Aufnahme von Yoghurt, der mit Milchfett oder Rapsöl angereichert war, keine Veränderungen im Körpergewicht oder Blutzucker zeigten, war die Gehirnaktivität bei denen, die vermehrt gesättigte Fettsäuren gegessen haben, reduziert.

Dies betrifft vor allem Gehirnregionen, die für das Sättigungsgefühl, das Gedächtnis und das Bewegungsverhalten verantwortlich sind. Zusammenfassend, so Hennige, kann man sagen, dass zu viel Fett in der Nahrung immer zu Übergewicht führt. Allerdings, so die Expertin, wirken sich nur gesättigte Fettsäuren, wie sie in tierischen Fetten enthalten sind, negativ auf den Blutzucker, die Gehirnaktivität und die körperliche Bewegung aus, was dann zu einer weiteren Gewichtszunahme führt.

Die Ergebnisse dieser Studie wurden aktuell in der Fachzeitschrift der Amerikanischen Diabetesgesellschaft "Diabetes" publiziert.

Ansprechpartner für nähere Informationen
Universitätsklinikum Tübingen, Medizinische Klinik, Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie, Angiologie, Nephrologie und Klinische Chemie
Priv. Doz. Dr. med. Anita M. Hennige
Tel. 07071/ 29-8 05 97 (Büro), 07071/29-8 27 11 (über Pforte)

Titel der Original-Publikation:
Tina Sartorius, Caroline Ketterer, Stephanie Kullmann, Michelle Balzer, Carola Rotermund, Sonja Binder, Manfred Hallschmid, Jürgen Machann, Fritz Schick, Veronika Somoza, Hubert Preissl, Andreas Fritsche, Hans-Ulrich Häring, and Anita M. Hennige: "Monounsaturated Fatty Acids Prevent the Aversive Effects of Obesity on Locomotion, Brain Activity, and Sleep Behavior." Diabetes 61:1-11, 2012, in press.
DOI: 10.2337/db11-1521

Pressemitteilung der Universitätsklinikum Tübingen, erschienen am 16.04.2012

Dienstag, 8. Mai 2012

Jedes 14. Kind mit Borreliose infiziert

Beitrag erschienen bei focus.de am 10.04.2012, lesen --> KLICK

Montag, 7. Mai 2012

Pestizid-Cocktails in Gemüse und Obst

Pestizide in Obst und Gemüse: Auf die Herkunft kommt es an
Obst und Gemüse sind gesund. Aber Früchte aus konventionellem Anbau können Rückstände von Pestiziden enthalten, häufig sogar ganze Pestizid-Cocktails. Der neue Greenpeace-Ratgeber Essen ohne Pestizide hilft dem Verbraucher, knackiges Obst und Gemüse zu finden, das wirklich der Gesundheit dient.

Ratgeber: Essen ohne Pestizide, herausgegeben von greenpeace.de am 23.04.2012, lesen--> KLICK

Sonntag, 6. Mai 2012

Operation statt Insulin auch bei Normalgewichtigen?

Ein Magenbypass, der bei extremer Fettleibigkeit einen Gewichtsverlust erzwingt, kann Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus in drei Viertel der Fälle von ihrer Stoffwechselstörung befreien. Dieser Effekt hält einer aktuellen Studie zufolge zwei Jahre nach dem Eingriff an. Ob eine Operation auch weniger übergewichtigen Diabetikern hilft, auf Insulingaben zu verzichten, untersuchen derzeit Mediziner am Universitätsklinikum Heidelberg in einer klinischen Studie. Die Forscher interessiert dabei auch, ob die Operation außerdem die schädlichen Folgen des erhöhten Blutzuckers an Gefäßen oder Nerven verhindern kann.

Bei einem Magenbypass wird die Nahrung anders als beim Magenband aus einem verkleinerten Magen direkt in den Dünndarm geleitet. Die Nahrung umgeht damit dauerhaft den Zwölffingerdarm. Das Risiko, an der Operation zu versterben, liegt trotz der Hochrisikopatienten bei geringen 0,35 Prozent. Die Patienten können nach wenigen Tagen die Klinik verlassen. 

„Die Magenverkleinerung zwingt zu kleineren Mahlzeiten. Zudem ist durch die funktionelle Verkürzung des Dünndarms die Verdauung energiereicher Fette und Kohlenhydrate deutlich vermindert“, erklärt Professor Dr. med. Markus W. Büchler, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie, Universität Heidelberg. Bei extremer Fettleibigkeit habe sich die Magenbypass-Operation bewährt. Sie werde in Deutschland für Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 35 angeboten.

Neu ist der Einsatz bei Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus, die in der Regel übergewichtig mit einem BMI ab 25, aber nicht unbedingt extrem fettleibig sind. „Nicht alle Fettleibigen haben einen Diabetes“, berichtet Professor Büchler: „Wenn dieser aber besteht, kommt es nach der Operation in bis zu 93 Prozent zu einer so genannten Remission, beziehungsweise Verbesserung des Blutzuckers.“ Dieser normalisiere sich oft schon nach wenigen Tagen, noch bevor die Gewichtsabnahme einsetze. In Heidelberg untersucht das Team um Büchler deshalb, bei welchen Patienten die Operation auch zur Kurierung des Typ-2-Diabetes mellitus angeboten werden kann.

Professor Büchler verweist auf zwei Studien, die im März auf der Jahrestagung des American College of Cardiology in Chicago vorgestellt wurden. „Es handelt sich um die ersten großen Studien, in denen die Operation direkt mit der medikamentösen Diabetestherapie verglichen wurde“, berichtet der Chirurg: „In beiden Studien erzielte der Magenbypass bei den schwer Übergewichtigen die bessere Wirkung. In einer Studie hatten 42 Prozent der Diabetiker zwei Jahre nach der Operation einen normalen Langzeitblutzuckerwert HBA1c, in der anderen Gruppe erzielten sogar 75 Prozent eine Heilung.“ Medikamente konnten dagegen den Diabetes erwartungsgemäß nicht heilen. „Einige blutzuckersenkende Medikamente haben außerdem den Nachteil, dass sie eine Gewichtszunahme fördern und damit den Stoffwechsel zusätzlich belasten“, sagt Büchler. 

Das Ziel der Diabetesbehandlung ist allerdings nicht allein die Normalisierung des Blutzuckers, sondern auch die Vermeidung der Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte und der Folgeschäden an Herz, Nieren und Nerven. Ob die Operation diese Komplikationen verhindere und langfristig die Lebenserwartung der Diabetiker verlängere, sei noch nicht geklärt. „Dies wird in der sogenannten DiaSurg 2-Studie, die im Juni am Universitätsklinikum in Heidelberg startet, untersucht“, so Professor Büchler. Diabetikern, die nicht extrem fettleibig sind, sollte derzeit nicht außerhalb klinischer Studien zur Operation geraten werden.

Die Vorsicht gründet sich auf die nicht abschließend untersuchten Langzeitfolgen der Operation. Die funktionelle Darmverkürzung schränkt die Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen ein. Ein Mangel an Vitamin D und Kalzium kann beispielsweise langfristig den Knochenstoffwechsel stören und eine Osteoporose begünstigen. Professor Büchler: „Die Adipositaschirurgie ist keine Lifestyle-Operation, nach der die Patienten ihr früheres Leben fortsetzen können.“ Deshalb sollte in Zentren sichergestellt sein, dass Patienten nach der Operation von Ernährungs- und Sportmedizinern und Psychologen betreut werden. 

Literatur:
DePaula AL, Macedo ALV, Mota BR, Schraibman V. Laparoscopic ileal interposition associated to a diverted sleeve gastrectomy is an effective operation for the treatment of type 2 diabetes mellitus patients with BMI 21-29. Surg Endosc. 2009 Jun;23(6):1313–20.

Lee W-J, Chong K, Ser K-H, Lee Y-C, Chen S-C, Chen J-C, et al. Gastric bypass vs sleeve gastrectomy for type 2 diabetes mellitus: a randomized controlled trial. Arch Surg. 2011 Feb;146(2):143–8.

Buchwald H, Estok R, Fahrbach K, Banel D, Jensen MD, Pories WJ, Bantle JP, Sledge I. Weight and type 2 diabetes after bariatric surgery: systematic review and meta-analysis. Am J Med. 2009 Mar;122(3):248-256.e5.

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) am 23.04.2012

Donnerstag, 3. Mai 2012

BLK onlineTV - Diabetestag 2012

 

BLK onlineTV
Sendung vom 03.05.2012


Mittwoch, 2. Mai 2012

Mit Diabetes leben lernen

Bericht der Stiftung Warentest im Heft 04/2012 oder online --> KLICK

Dienstag, 1. Mai 2012

Diabetes-Check 2011: Gute Resonanz, alarmierende Ergebnisse

Beitrag erschienen bei diabetesgate.de am 11.04.2012, lesen --> KLICK