Sonntag, 21. Oktober 2012

Das neue Ärztehaus am Asklepios-Klinikum in Weißenfels ist eröffnet



Foto: Peter Uske
Weiβenfels * Karsten Milek freut sich an diesem Mittwoch ganz besonders über die offizielle Eröffnung des Ärztehauses am Asklepios-Klinikum in Weiβenfels. Schlieβlich war der Arzt der erste Mieter, der vor Wochen eingezogen ist. Da war er für einige Zeit ganz allein in dem 1400 Quadratmeter groβem Haus.
„Das war schon ein eigenartiges Gefühl“, gibt der Mann heute lachend zu. Aber er bekommt dadurch auch hautnah mit, was in dem 2,3 Millionen teuren Objekt heranwächst. „Wenn ich mit dem Fahrstuhl hinaufgefahren bin, habe ich gesehen, wie nach und nach die anderen Mieter einziehen“, erinnert er sich noch gut. Milek merkt auch, was dort zusammenwächst. Er erzählt von Gesprächen zwischen den Fachleuten und von tatsächlich kurzen Wegen. So schickt er die Post nun nicht mehr an das Krankenhaus, sondern wirft sie nebenan in den Briefkasten. Er lobt auch das architektonische Konzept seiner Praxis. Dieses und eben die kurzen Wege hätten bereits gezeigt, dass er und seine Mitarbeiter schneller fertig würden. Das ist aber noch nicht alles. Milek, der in Hohenmölsen eine Praxis hat, kennt das Gefühl, ein Einzelkämpfer zu sein. „Hier herrscht Gemeinsamkeit“, sagt er und betont aber gleichzeitig, dass Hohenmölsen ein Standort bleiben wird.

Uwe Bauer, Geschäftsführer des Asklepios-Klinikums Weiβenfels, hat ebenfalls nur lobende Worte. Er spricht von einem geschaffenen Komfort für Patienten, der zugleich die Versorgungsstufen einspare. „Das Haus wird den Standort Weiβenfels erheblich festigen und neue Angebote etablieren: sagt er. Uwe Bauer blickt aber auch auf die Chronologie zurück. Ab dem Jahr 2003 sei die Idee zu diesem Pilotprojekt für Weiβenfels geboren. Drei Jahre später habe die Planungsphase begonnen. 2011 wird das Richtfest gefeiert und nun bereits die Eröffnung. „Es ist schneller vorangegeangen, als wir dachten“, so Bauer. Denn eigentlich sollte der Schlüssel erst offiziell Ende diesen Jahres offiziell umgedreht werden können, aber offenbar haben die Handwerker zügig gearbeitet. Leerstand gibt es in dem barrierefreien Haus nicht. Alle Bereiche sind bereits vermietet, ein Groβteil bereits eingerichtet.

Von den Worten Bauers bekommt zu dieser Stunde Hans-Joachim Rauch nicht viel mit. Er steht in seinem Sanitätsgeschäft für die Kunden bereit. Für Rauch haben sich übrigens seine Wünsche, die er schon während des Richtfestes gehabt hat, erfüllt. „Es ist super geworden“ sagt er. „Seit vier Wochen bin ich hier und fühle mich wohl“, so der Fachmann wieter. Er sieht sich und sein Angebot neben der typischen Ware eines Sanitätshauses als ergänzendes Sortiment zu den anderen Mietern. Hans-Joachim Rauch meint damit beispielsweise die Bademäntel und Nachtwäsche, die in seinem Verkaufsraum hängen. Die sind unter anderem für Patienten bestimmt, die unvorbereitet in das Krankenhaus eingeliefert werden. Oder eben aber auch Pflegeutensilien, falls einer der Menschen als Pflegefall die Einrichtung verlassen muss und auf kurzem Wege diese Sachen benötigt. „Auβerdem wollen wir hier den Patienten beratend zur Seite stehen“, so der Mann, der mit diesem Geschäft nun drei Standbeine seines Unternehmens hat.

Angebot: Im Ärztehaus am Klinikum Weiβenfels sind ansässig: Hausarzt- und Diabetologische Schwerpunktpraxis Karsten Milek, Kranken- und Altenpflege Christine Keller, Anästhesiologie Monika Schedewi, Facharzt für Hals-, Nasen-Ohren, Schlafmedizin und Allergologie Kay Andrä, Sanitätshaus Karl Fischer, Logopädische Praxis Sebastian Schmidt, Neurochirurgie Stefan Welschehold, Aesculap-Apotheke A. Wille. Einziehen werden Internistin Kerstin Kittel und Augenärztin Stefanie Andrä.

Artikel von Andrea Hamann, erschienen in der Mitteldeutschen Zeitung am 18.10.2012