Samstag, 24. November 2012

Praxisgebühr entfällt ab 1. Januar 2013

Bundestag beschließt Assistenzpflegegesetz und Abschaffung der Praxisgebühr

Der Bundestag hat heute in 2. und 3. Lesung das Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs in stationären Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen beschlossen. Mit diesem Gesetz stimmte das Parlament auch dem Wegfall der Praxisgebühr zum 1. Januar 2013 zu.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: "Die Praxisgebühr wird zum 1. Januar Geschichte sein. Sie hat ihren eigentlichen Zweck, die Zahl der Arztbesuche zu reduzieren, nicht erfüllt. Es ist daher der richtige Weg, dass wir die gute Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung nutzen, um die Patientinnen und Patienten spürbar zu entlasten und gleichzeitig den bürokratischen Aufwand in den Arztpraxen abzubauen. Arzt und Patient haben dadurch wieder mehr Zeit für ein Gespräch."


Das Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs in stationären Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen knüpft an das bereits bestehende Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus an. Es sieht für pflegebedürftige behinderte Menschen bereits die Möglichkeit einer Assistenzpflege bei stationärer Krankenhausbehandlung vor, soweit sie ihre Pflege durch von ihnen selbst beschäftigte besondere Pflegekräfte nach den Vorschriften des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch im Arbeitgebermodell sicherstellen.


Die Maßnahmen dieses Gesetzes für den betroffenen leistungsberechtigten Personenkreis werden nunmehr auch auf die stationäre Behandlung in Vorsorge - und Rehabilitationseinrichtungen ausgeweitet.


Darüber hinaus ermöglicht das Gesetz einen Datenaustausch von Pflegekassen und Sozialhilfeträgern zur Bekämpfung von Missbrauch bei der Abrechnung von Pflegeleistungen. So erhalten Pflegeversicherung und der Sozialhilfeträger die Möglichkeit des Datenaustauschs. Ziel ist eine sachgerechte Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen sowie die Sicherstellung einer gesetzeskonformen Mittelverwendung. Des Weiteren wird die Regelung der Investitionsfinanzierung von Pflegeeinrichtungen praktikabler ausgestaltet. In der Investitionsfinanzierung von Pflegeeinrichtungen sollen im Landesrecht Pauschalierungen bei Instandhaltungs- und Instandsetzungsaufwendungen und der Belegungsquote ermöglicht werden. Um die Pflegebedürftigen vor übermäßiger finanzieller Belastung zu schützen, müssen dabei die Pauschalen in einem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Höhe der Instandhaltungs- und Instandsetzungsaufwendungen stehen.

Das Assistenzpflegegesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates.

Pressemitteilung Bundesministerium für Gesundheit (BMG)vom 09.11.2012

Donnerstag, 22. November 2012

Süße Gefahr – Wenn Zucker krank macht

Beckmann, Sendung der ARD, ausgestrahlt am 08.11.2012, Video zur Sendung --> KLICK

Mittwoch, 21. November 2012

Das Leben mit Diabetes

Gleich mal eine Tafel Schokolade essen oder ein halbes Glas Pflaumenmus - für Herbert Habich war das früher kein Problem. Doch früher, das ist lange her, mittlerweile ist viel passiert im Leben des 58-jährigen Mannes aus Zöllschen (Saalkreis). Denn heute muss er unbedingt seinen Zuckerwert im Blick haben. Und das nicht von ungefähr: Wer die Leidensgeschichte des Mannes hört, kann möglicherweise gut verstehen, wie wichtig es ist, auf den Zucker zu achten. Dem gelernten Maschinenbaumechaniker mussten nämlich beide Unterschenkel amputiert werden. Den linken erst im Sommer dieses Jahres.

Doch der Reihe nach. Nach der 10. Klasse, der Lehre und dem Armeedienst begann Herbert Habich im Werkschutz in Leuna, 22 Jahre ging er regelmäßig seiner Arbeit nach, war dann vier Jahre in der Justizvollzugsanstalt in Naumburg tätig bevor es ihn 2004 auf bundesweite Montage zog. Der Mann mit den acht Kindern und sechs Enkeln kennt sich aus mit Rohrleitungen verlegen, dem Fensterbau oder auch mit dem Schweißen. Keine Frage, wenn es die Gesundheit erlaubt hätte, Herbert Habich würde heute noch auf Montage arbeiten. Aber es sollte anders kommen.

Seine Geschichte beginnt an einem warmen Tag im Februar 1999. "Wir haben ein Dach abgedeckt, plötzlich schwenkte das Wetter um, es hagelte, wurde bitterkalt. Ich schwitzte, war durchnässt, hab' mir nichts gedacht und arbeitete weiter", erzählt er. Nach drei Tagen stellt sich ein, was wahrscheinlich bei allen passieren würde: Husten, Schnupfen. Der wurde immer schlimmer, bald spuckte er Blut beim Abhusten. Der Hausarzt diagnostizierte einen grippalen Infekt, verschrieb Medikamente. Die aber nicht halfen, er verlor das Bewusstsein, wurde ins Krankenhaus eingeliefert - doppelseitige Lungenentzündung, hieß es. Bei den Untersuchungen stellten die Ärzte fest, dass der Zuckerwert entschieden zu hoch war. Wieder Tabletten, die wieder nicht anschlugen, Herbert Habich musste sich spritzen. Dreimal am Tag. Auch damit hätte er gut leben können, doch das war leider noch nicht alles: Am rechten Zeh kam es zu einer Geschwulstbildung, im Volksmund Überbein genannt. Sein Leben geriet mehr und mehr aus den Fugen - irgendwann musste der rechte Unterschenkel amputiert werden, später der linke. Und zu allem Unglück wurden auch noch vier Bypässe gelegt. Hinzu kommt, dass er dreimal in der Woche nach Leipzig gefahren wird, wo er an der Dialyse angeschlossen wird. Früh gegen 10 Uhr geht es los, am späten Nachmittag ist er zurück. Seine Frau Ermelinde sieht es gelassen: "Man muss das Beste draus machen." Sie bedauert nur, dass ihr Mann nicht eher von dem Diabetologen Karsten Milek in Hohenmölsen behandelt wurde. "Die guten Ärzte kriegt man eben immer zum Schluss", ergänzt sie. Es sei ihrer Meinung nach von den anderen Medizinern zu viel herumexperimentiert worden. 

Doch Herbert Habich fällt nicht in ein seelisches Loch, seine Familie fängt ihn auf. Da ist Tochter Elke und auch die Söhne Ralf und Maik sind zur Stelle. Das Haus wurde mit einem großen Aufwand umgebaut, damit ihr Vater mit dem Rollstuhl überall hinkommt. "Von uns ist immer jemand dabei, wenn er mit dem Rollstuhl auf der Straße fährt", erzählt die Tochter. Doch es sei gefährlich, viele Fahrzeugbesitzer nehmen keine Rücksicht und düsen haarscharf am Rollstuhl vorbei. Und dennoch, der Mann, mit dem es das Leben nicht so gut meint, ist gut drauf: "So schlecht es mir auch ergangen ist, meinen Humor habe ich nicht verloren." Süßes essen? "Nee, nee, geht nicht. Wir haben die Ernährung umgestellt", ergänzt er und meint lächelnd: "Noch kann ich zappeln." 

Artikel von Klaus-Dieter Kunick erschienen bei mz-web.de am  11.11.2012

Montag, 19. November 2012

Das Krebsrisiko steigt mit jedem Glas Alkohol

Artikel bei focus.de am 07.10.2012, lesen --> KLICK

Samstag, 17. November 2012

Diabetes Typ 1: Sport ist nicht Mord

Artikel erschienen bei tagesspiegel.de am 22.10.2012, lesen --> KLICK

Donnerstag, 15. November 2012

Wie Sport um Jahre verjüngt

Artikel erschienen bei focus.de am 14.10.2012, lesen --> KLICK

Montag, 12. November 2012

Diabetikern die Angst vor der Spritze nehmen

Beitrag erschienen bei welt.de am 08.10.2012, lesen --> KLICK

Freitag, 9. November 2012

Veranstaltung zum Weltdiabetestag am 18.11. in Berlin: Diskutieren, Promis treffen, Walken und Tanzen

Unter der Schirmherrschaft von Daniel Bahr: Der Weltdiabetestag am 18. November 2012 in Berlin

Über Diabetes diskutieren, Promis treffen, Walken und Tanzen

Berlin – Unter dem Motto: „Mit Diabetes leben: Besser informiert – weniger Sorgen“ lädt diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe alle Interessierten am Sonntag, dem 18. November 2012, von 10.00 bis 16.00 Uhr ins Internationale Congress Centrum (ICC) nach Berlin ein. Am und um den Weltdiabetestag am 14. November finden jährlich in vielen Ländern Informationsveranstaltungen statt. diabetesDE organisiert die zentrale Veranstaltung in Deutschland bereits zum vierten Mal. Über 30 Fachexperten halten Vorträge und beantworten Fragen. Aktionen mit Prominenten rund um Ernährung und Bewegung motivieren die Besucher zum Mitmachen.

Die Erkrankung Diabetes mellitus, ihre Therapie, Ernährung, Bewegung und Soziales stehen bei der zentralen Veranstaltung im ICC am 18. November 2012 im Mittelpunkt. Nach der Eröffnung durch Professor Dr. med. Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Jan Twachtmann, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Diabetes-Hilfe - Menschen mit Diabetes (DDH-M), beginnen die Vorträge und Symposien: „Keine Diabetiker-Lebensmittel mehr – was nun?“ und „Welche Diät hilft wirklich gegen Übergewicht?“, fragen sich viele Menschen mit Diabetes. Michaela Berger und Marion Bohl informieren über diese Ernährungsthemen. Diabetes kann sowohl kleine Kinder, Heranwachsende, aber auch ältere Menschen treffen: In den Vorträgen „Das zuckerkranke Kind“, „Diabetes und Pubertät“ und „Diabetes im Alter“ gehen Experten auf die speziellen Bedürfnisse dieser Altersgruppen ein. Darüber hinaus stehen Themen wie „Beruf und Schwerbehinderung“ oder „Moderne Selbsthilfe: Social Media“ auf dem Programm.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat die Schirmherrschaft übernommen, in seinem Grußwort sagt er: „diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe steht den Menschen im Kampf gegen eine der bedeutendsten Volkskrankheiten unserer Zeit beiseite. Durch Aufklärung trägt sie dazu bei, Diabetes Typ-2 zu vermeiden. Unterstützt durch eine Vielzahl von engagierten Menschen aus verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft, leistet diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe einen wichtigen Beitrag zu einem gesünderen Deutschland.“

Auf der Veranstaltung laden verschiedene Prominente, teilweise selbst an Diabetes mellitus erkrankt, die Besucher zum Diskutieren und Mitmachen ein. So leitet ZDF-Moderatorin Andrea Ballschuh die Diskussionsrunde „Arzt-Patienten-Beziehung, was wünscht sich der Betroffene, was sein Therapeut?“. Anja Renfordt, Kickbox-Weltmeisterin und Typ-1-Diabetikerin, stellt ihren Diabetes-Spürhund Candy vor. Ernährungscoach und Bestsellerautor Patric Heizmann („Ich bin dann mal schlank“) präsentiert eine einstündige Ernährungs-Show. Food-Journalistin und TV-Moderatorin Dagmar von Cramm gibt Ernährungstipps bei Diabetes Typ 2. Erfolgsautorin Tania Krätschmar („Die Wellentänzerin“) liest die besten Geschichten des „Diabetes-Krimi-Wettbewerbs“ vor. In einer Koch-Show zeigent TV-Koch Armin Rossmeier und Hans Lauber, wie Menschen mit Diabetes schnelle und einfache Gerichte zubereiten können. Ein begleitendes Programm unterhält Kinder mit einer Bastelecke und Bewegungsparcours: Dimo Wache, Ex-Torhüter Mainz 05 und selbst an Typ-1-Diabetiker, sorgt für Spiel und Spaß am Ball.

Zumba-Tanzlehrerin Nadja Rogge zeigt, wie viel Freude auch ältere oder übergewichtige Menschen an Bewegung zu temperamentvoller südamerikanischer Musik haben können, ohne komplizierte Schrittfolgen lernen zu müssen. Mit flotten Rhythmen bittet außerdem „Swingtime“, die Big Band des Heinz-Berggruen-Gymnasiums, aufs Parkett.
Zahlreiche Aussteller informieren die Besucher unter anderem über neueste Produkte zum Blutzuckermessen und Insulinspritzen und bieten kostenlos Blutzucker-, Fett- und Body-Mass-Index (BMI) -Messungen an.

Höhepunkt des Rahmenprogrammes ist ein von Novo Nordisk, Omron und der DAK unterstützter Walk um 13.00 Uhr für den guten Zweck. Nach dem Motto „Jeder Schritt zählt“ werden Euros für das diabetesDE-Spendenprojekt „Ferienfreizeiten für Kinder mit Typ 1 Diabetes“ gesammelt. Gleichzeitig tun die Teilnehmer etwas für das Senken ihres Blutzuckerspiegels. Die ersten 100 Teilnehmer erhalten einen Schrittzähler und ein blaues T-Shirt gratis.

Der Eintritt zur Veranstaltung und zum Walk ist frei.

Weitere Informationen und das aktuelle Programm finden Interessierte unter http://weltdiabetestag.diabetesde.org/

Ihre Kontakte für Rückfragen:
diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Nicole Mattig-Fabian (Geschäftsführung)
Reinhardtstraße 31
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 201 677-12Fax: +49 (0)30 201 677-20E-Mail:  mattig-fabian@diabetesde.org

Quelle: Pressemeldung diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe vom 28.9.2012

Dienstag, 6. November 2012

Mit diesen Tricks besiegen Sie den inneren Schweinehund

Artikel erschienen bei focus.de, lesen --> KLICK
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So lebt es sich gesünder: Mit diesen Tricks besiegen Sie den inneren Schweinehund - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/vorsorge/so-lebt-es-sich-gesuender-mit-diesen-tricks-besiegen-sie-den-inneren-schweinehund_aid_823578.html

Samstag, 3. November 2012

Viel Sport für dicke Kinder

Beitrag erschienen bei berliner-zeitung.de am 18.09.2012, lesen --> KLICK