Dienstag, 23. April 2013

Doppelter Jubel

Nach dem eigenen Sieg gegen die VSG Weißenfels, freut sich der SV Hohenmölsen auch über den Klassenerhalt der Basketball-Wölfe. Karsten Milek machte am Sonnabend sein letztes Spiel für den Tischtennis-Bezirksligisten SV Hohenmölsen.

„Wir gehen heute Abend in der Weißenfelser Stadthalle feiern, hab’ dafür extra VIP-Karten für den MBC besorgt. Egal wie das Spiel heute ausgeht“, sagte Karsten Milek, der am Sonnabend seine letzten Spiele für den Tischtennis-Bezirksligisten SV Hohenmölsen gemacht hatte. „Als meine Spezialbeläge für die Schläger noch vom Verband erlaubt waren, hatte ich noch mithalten können. Aber jetzt verlier ich doch zwei von drei Spielen, das macht keinen Sinn mehr“, so der Diabetes-Facharzt, der zudem zu „viel um die Ohren“ hat und auch erst am Sonnabend von einem Fachkongress in Nürnberg in Windeseile nach Hohenmölsen kam.
Dort verlor er zwar seine beiden Einzel und auch das Doppel, erlebte aber schon fast eine Sensation. Denn nach einem 9:6-Erfolg im letzten Saisonspiel gegen die VSG Kugelberg Weißenfels holten sich die Hohenmölsener nach Monaten am Tabellenende doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Hauptgrund dafür waren drei von den Gästen sicherlich nicht so eingeplante Niederlagen der Fekl-Brüder. Denn nach einem 1:2-Rückstand nach den Doppeln gab es ein überraschend klares 3:0 der SVH-Nummer zwei, Jens Schinol, gegen Andreas Fekl, der in der Einzelrangliste der gesamten Liga auf Platz eins liegt. „Das war schon ein wichtiger Punkt für Hohenmölsen, aber gegen so einen Blockspieler wie Jens ist es auch schwer. Jetzt müssen wir die Punkte im mittleren und unteren Paarkreuz holen, da sind wir eigentlich besser aufgestellt“, meint Andreas Fekl zwischenzeitlich.
Dieser Meinung war auch Florian Kitschun, der in der Jugend mal für die VSG gespielt hatte und jetzt als Fan mit einer größeren Gruppe aus Weißenfels angereist war. „Unsere Spieler sind technisch einfach besser, aber die Hohenmölsener haben dafür mehr Erfahrung. Wenn ich es durchrechne, müssten wir gewinnen“, so Kitschun.

Die Weißenfelser hatten da aber wohl nicht mit der Nervenschwäche von Matthias Fekl gerechnet. Der führte in seinen Einzeln jeweils 2:0, verlor aber noch die Matches mit 2:3. Ganz bitter waren für ihn die vergebenen Matchbälle beim 10:3 im dritten Satz gegen Wolfgang Paust, denn damit ging Hohenmölsen mit 8:5 in Führung, hatte das Unentschieden also schon sicher.
Doch ein Remis sollte zum direkten Klassenerhalt nicht reichen, ein Sieg musste her. Während sich Milek gegen Andreas Höfner besser eingestellt als beim 0:3 gegen Sebastian Schumann zeigte, dennoch aber mit dreimal 9:11 verlor, kämpfte Lutz Westenroth Schumann nieder und vollbrachte den vielumjubelten Klassenerhalt. „Eigentlich hätte es Weißenfels mehr verdient, in der Bezirksliga zu bleiben. Da steckt mehr Nachwuchsarbeit dahinter. Vielleicht schaffen sie es ja noch über den grünen Tisch“, so Milek und meinte damit, dass aus der Bezirksliga mit dem jetzt letzten Landsberg III nur einer absteigt, weil keine regionale Mannschaft aus der Landesliga nach unten kommt.

Bericht von Matthias Voss, erschienen am 22.04.2013 bei mz-web.de